"Und ER ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt das Grün aus der Erde."

(2. Sam. 23:4)

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„Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anziehen.“ (Röm.13:12)

Müssen Christen noch die Gebote des Alten Bundes befolgen?

In Matth.5:17-19 weist der HErr Jesus auf die ewige Gültigkeit des Gesetzes hin und erklärt dazu, dass derjenige, der die Gebote „tut und lehrt“, groß sein wird im Reiche der Himmel. Über diese Aussage des HErrn wird schon seit Jahrzehnten immer wieder gestritten, denn die einen sehen hier einen Beweis, dass die Gebote des Alten Bundes immer noch buchstäblich zu befolgen sind und die anderen sehen diese Aufforderung nur an die Juden gerichtet, nicht aber an die Gemeinde des Neuen Bundes, die doch nach Apg. 15 nur noch vier Gebote des Alten Bundes zu befolgen habe.

Wie sind aber nun die Worte des HErrn zu verstehen? In Vers 20 spricht der HErr von der Gerechtigkeit der Schriftgelehrten und Pharisäer, die nach Seinen Worten nicht ausreicht, um ins Reich Gottes zu gelangen. Die Pharisäer fasteten zweimal in der Woche und verzehnteten alles, was sie erwarben (Luk.18:12). Sie hielten auch den Sabbat und die Speisegebote ein. Rein äußerlich betrachtet konnte man ihnen also kaum einen Gesetzesbruch nachweisen. Der HErr Jesus erklärte ihnen aber, dass das „Gesetz“ nicht nur aus den 5 Büchern Mose besteht, sondern auch aus den Psalmen und allen anderen Schriften (Joh. 10:34-35), und dass sie die „wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseitegelassen hätten, nämlich das Gericht, die BARMHERZIGKEIT und den GLAUBEN“(Matth.23:23). „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen“ (Hebr. 11:6), „Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben“(Gal.3:12). „Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde“ (Röm.14:23). Die Pharisäer hatten nicht verstanden, welche Botschaft Gott eigentlich durch das Gesetz vermitteln wollte. Das Gesetz diente vor allem dem Zwecke, von Sünde zu überführen (Röm.3:19-20).

Um dies zu verdeutlichen, schrieb Jakobus: "Denn wer irgend das ganze Gesetz halten, aber in einem straucheln wird, ist aller Gebote schuldig geworden... Also redet und also tut, als die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen"(Jak.2:10-12). Jakobus spricht hier von jenem anderen Gesetzesbund, der für die Gläubigen gilt, nämlich das "Gesetz der Freiheit". Paulus nennt es an anderer Stelle „das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu“ (Röm.8:2) bzw. das „Gesetz des Christus“(Gal.6:2). Bei diesem „Gesetz“ handelt es sich um das Gebot einander zu lieben (Joh.13,34, 15:12+17, 1Thess4:9, Hebr.13:1, 1.Petr.1:22, 1.Joh.3:11+23, 4:7+11. Es ist nicht mehr das „Gesetz des Buchstabens“ wie am Berge Sinai, sondern ein Gesetz, das in die Herzen der Gläubigen geschrieben wurde (2.Kor. 3:7-17; Jer. 31:31-36). Das mosaische Gesetz hat die Menschen geknechtet, aber das „Joch“ des HErrn Jesus ist „sanft und Seine Last ist leicht“ (Matth. 11:28).  

Der HErr sagt: „Das Gesetz und die Propheten waren bis auf Johannes; und von da an wird das Evangelium des Reiches Gottes verkündigt, und jeder dringt mit Gewalt hinein“ (Luk.16:16). „Bis auf Johannes“ kann auch heißen: „Bis alles geschehen ist“ (Matth.5:18), bis der HErr am Kreuze sagen konnte: „Es ist vollbracht!“ (Joh.19:30). Deshalb sagt Paulus: „Christus ist das ENDE (oder Ziel) des Gesetzes“ (Röm.10:4). In Römer 7:1-6 lesen wir, “dass das Gesetz [nur] so lange über den Menschen herrscht, wie er lebt. Wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie LOSGEMACHT von dem Gesetz des Mannes… ist sie FREI von dem Gesetz… Also seid auch ihr, meine Brüder… VON DEM GESETZ LOSGEMACHT, da wir dem gestorben sind, in welchem wir festgehalten wurden, sodass wir dienen in dem Neuen des Geistes und nicht in dem Alten des Buchstabens.“

In der bereits genannten Stelle in Lukas 16 („bis auf Johannes“) sagt der HErr aber auch, dass es sei „leichter, dass der Himmel und die Erde vergehen, als dass ein Strichlein des Gesetzes wegfalle“. Das Gesetz Mose behält also weiterhin seine Gültigkeit bis auf den jüngsten Tag, denn sonst könnte Gott nicht die Welt richten. Deswegen schreibt Paulus in 1.Tim.1:8-9 „Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzmäßig gebraucht, indem er dies weiß, dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Zügellose, für Gottlose und Sünder, für Heillose und Ungöttliche…“ Ohne Gesetz wären diese Menschen nicht schuldig vor Gott, deshalb ist es auch heute bei Evangelisationen erforderlich, den Menschen zu sagen, dass sie aufgrund der strengen Rechtsforderungen des Gesetzes durch eigenes Bemühen NICHT vor Gott bestehen, sondern nur durch die Gnade Jesu Christi (Joh. 1:17). Die Gnade aber befähigt und unterweist uns, damit wir in der Lage sind, ein gottseliges Leben zu führen (Titus2:11-12). Daher kann Johannes behaupten, dass der aus Gott Geborene nicht mehr sündigt (1.Joh.3:6-9). Das Gesetz hingegen „hat nichts zur Vollendung gebracht“ (Hebr. 7:19). Deshalb sagt Petrus, dass das Gesetz eine Bürde sei, "die weder wir noch unsere Väter je zu tragen vermochten."(Apg.15:10).

Aber sollen wir denn etwa nicht die Gebote Gottes halten? Schließlich hat der HErr doch gesagt: „Wenn ihr mich liebet, so haltet meine Gebote“(Joh.15:10). Ja! Aber diese „Gebote“ werden laut Römer 13:9 durch das bereits erwähnte Liebesgebot des HErrn vollständig erfüllt („Wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt“). Ob ein bestimmtes Verhalten indes noch mit der Liebe zum Nächsten in Einklang zu bringen ist, lässt sich an den 10 Geboten erkennen. Deshalb sind sie auch heute für uns nützlich und hilfreich. Überhaupt ist nach 2.Tim.3:16 das gesamte Alte Testament der Maßstab für uns, um zu prüfen, ob wir auch wirklich in der Gerechtigkeit wandeln. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass wir ein alttestamentliches Gebot „übersetzen“ müssen für den Neuen Bund, in welchem es häufig eine geistliche Bedeutung hat wie z.B. im Falle des Gebotes vom „dreschenden Ochsen“ in 1.Kor.9:9, das Paulus auf sich und die anderen Arbeiter Gottes deutet.

Nun wird immer wieder von Seiten der Sabbatisten darauf hingewiesen, dass doch auch das Sabbatgebot zu den 10 Geboten gehöre, die wir aus Liebe zum HErrn halten sollten. Hierbei fällt zunächst einmal auf, dass überall dort, wo der HErr die 10 Gebote erwähnt, Er nie den Sabbat erwähnt. Auch Paulus und die anderen Apostel tun dies nicht, woraus sich folgern lässt: Der Sabbat zählt nicht zu den „Lehren der Apostel“ (Apg.2:42). Wenn seine Beachtung einen höheren Stellenwert hätte, dann hätte Paulus dies sicherlich betont, denn er lässt in den Briefen nichts aus, was für unser Seelenheil notwendig wäre.

Zudem finden wir in Hebräer 4 die geistliche „Übersetzung“ bzw. den eigentlichen SINN des Sabbatgebotes beschrieben: 40 Jahre irrte Israel in der Wüste umher, ein ganzes Menschenleben, und dennoch hat es "SEINE WEGE NICHT ERKANNT", d.h. nicht verstanden, was der HErr eigentlich von ihnen wollte. Sie hatten zwar fleißig die Sabbate und die anderen Gebote eingehalten, aber ihr WESEN hat sich nicht verändert, weil sie keinen GLAUBEN hatten, um die Bedeutung der Vorschriften zu erkennen. Deshalb schwur Gott in Seinem Zorn, dass solche auch nicht mehr in Seine wahre "Sabbatruhe" eingehen sollen (Hebr. 4:1-11). Und dieselbe Gefahr besteht auch heute bei uns, wenn wir die geistliche Bedeutung des Sabbats nicht verstehen, indem wir uns ein ganzes Menschenleben lang abmühen, um die Werke des Gesetzes zu tun, anstatt in Christus durch den Glauben innerlich zur Ruhe zu kommen. Denn das ist die wahre Bedeutung des Sabbats, dass wir endlich von unserem eigenen Tun und Schaffen zur Ruhe kommen in Christus.

Die Sabbate des HErrn waren ein Zeichen der Heiligung für die Kinder Israel (2.Mo.31:13). „Ein ewiger Bund. Er ist ein Zeichen zwischen Mir und den Kindern Israel ewiglich“(V. 17). Interessant ist, dass all jene „Möchtegern-Israeliten“, die heute immer noch auf die buchstäbliche Einhaltung der Tora pochen, selber gar nicht wirklich nach der Tora leben, sondern sich nur ein paar einfache Vorschriften herausgepickt haben, die ihnen nicht allzu viel abverlangen, wie eben z.B. den Sabbat zu halten. Aber der Sabbat kann wörtlich genommen einem Menschen nur dann wirklich heilig sein, wenn er gemäß der Vorschrift des HErrn jeden Sabbatbrecher steinigst (2.Mose 31:14-15). Wer dies aber aus Menschenfurcht unterlässt, entweiht im Grunde den Sabbat, weil er in seinen Augen nicht mehr die gleiche, heilige Bedeutung hat wie für den HErrn.

Aber ist das Gesetz nicht heilig, gerecht und gut? Genaugenommen ist nur das „Gebot heilig gerecht und gut“, nicht aber das „Gesetz“, denn von diesem wird nur gesagt, dass es „heilig“ ist (Röm.7:12). „Gesetz“ bedeutet hier und an anderen Stellen der GesetzesBUND, während das „Gebot“ sich auf den GesetzesINHALT bezieht. Durch den Glauben und die Gnade Gottes erfüllen wir den Gesetzesinhalt und damit auch die „Rechtsforderung des Gesetzes“ (Röm.8:4). Der Heilige Geist lässt uns bei jedem einzelnen Gebot nach und nach die geistliche Bedeutung erkennen und befähigt uns, ein Leben nach dem Wohlgefallen Gottes zu führen.

Viele Gläubige sehen jedoch keinen Widerspruch darin, auf der einen Seite an „Yeshua“ – wie sie Ihn nennen – zu glauben und auf der anderen Seite einzelne Gesetzesvorschriften des Alten Bundes wortwörtlich einzuhalten, soweit es ihnen möglich ist, um – wie sie sagen – dadurch ihre „Liebe zu Gott“ auszudrücken. Manche von ihnen lassen sich sogar beschneiden und ziehen sich zum Gottesdienst jüdisch an. Sie wollen einfach „nichts falsch machen“ und „lieber auf Nummer sicher“ gehen, damit es für sie nicht eines Tages ein böses Erwachen gibt. Einige schauen sogar von oben herab auf die anderen Christen, die sie in ihren Augen als „gesetzlos“ betrachten.

Solche haben eigentlich auch nie richtig verstanden, was Paulus den Galatern schrieb: "O unverständige Galater! wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus, als [unter euch] gekreuzigt, vor Augen gemalt wurde? Dies allein will ich von euch lernen: Habt ihr den Geist aus Gesetzeswerken empfangen, oder aus der Kunde des Glaubens?  Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geiste angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleische vollenden? ...  Denn so viele aus Gesetzeswerken sind, sind unter dem Fluche; denn es steht geschrieben: ‚Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!‘ Dass aber durch Gesetz niemand vor GOTT gerechtfertigt wird, ist offenbar ... Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: ‚Wer diese Dinge getan hat, wird durch sie leben‘. Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist ....Warum nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt (bis der Same käme, dem die Verheißung gemacht war), ... Denn wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig zu machen vermöchte, dann wäre wirklich die Gerechtigkeit aus Gesetz....Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum hin, auf dass wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Da aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister; denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christum Jesum." (Gal. 3). 

Nun sagen die heutigen „Judaisierer, dass es sich bei den Verführern der Galater angeblich um „Pharisäer“ handelte, die den Galatern „Menschengebote“ lehren wollten. Das geht aber überhaupt nicht aus dem Brief hervor. Vielmehr erklärt Paulus ausführlich in Kap. 3, dass es um Lehrer geht, welche die buchstäbliche Einhaltung des mosaischen Gesetzes gefordert haben, wie es heute z.B. auch der berühmte YouTube-Prediger Jim Staley tut, der neben dem Sabbat und den Speisevorschriften auch das Halten der jüdischen Feiertage lehrt.  Sein Judaismus ist ein Aufguss des amerikanischen Sekten-Boss Herbert W. Armstrong (1892-1986), der in den 80ern das kostenlose Blatt "The Plain Truth" zu deutsch "Klar und Wahr" herausgab. Jim Staley, dessen Predigten inzwischen in Deutschland von seinen Anhängern in Deutsch synchronisiert und veröffentlicht wurden auf der Website www.ephraimslobgesang.com, ist übrigens im Oktober 2015 verhaftet worden und zu 7 Jahren Haft verurteilt worden wegen Anlegerbetrug.

Es ist in jeder Generation immer wieder verlockend, wenn man den unzureichenden Wandel in der Heiligung kompensieren kann mit der Hoffnung, wenigstens durch die Einhaltung jüdischer Feiertage Gott wohlgefällig zu sein. Paulus entgegnete dieser Hoffnung mit den Worten: "Ihr beachtet noch immer bestimmte (Fest)Tage und Monate und Jahre - so dass ich befürchten muss, vergeblich an Euch gearbeitet zu haben" (Gal.4:10).

Nun gibt es Einwände wie z.B. den dass der HErr Jesus in Matthäus 24:20 sagt: "Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht." Er spricht hier von Gläubigen, die sich zur Zeit der Verfolgung  „in Judäa“ aufhalten (V.16). Dort würden sie im Falle der Flucht Gefahr laufen, von den Juden gesteinigt zu werden.Es ist abwegig, anzunehmen, dass der HERR JESUS trotz massiver Drangsal durch den Antichristen dennoch von seinen Jüngern verlangt, den Sabbat einzuhalten.

Ferner wird gefragt, warum Paulus immer am Sabbat in die Synagoge ging. Selbstverständlich nutzte Paulus und die anderen Apostel jede Gelegenheit, um zu den Juden zu sprechen, und weil er es durfte, predigte er selbstverständlich auch an den Sabbaten in den Synagogen. Aber die Jünger trafen sich „am ersten Tag der Woche“ zum Brotbrechen und auch, um Gaben einzusammeln (Apg.20:7, 1.Kor.16:2). Im Urtext heißt es dort wörtl. „An dem einen des Sabbats…“. Verständlicher formuliert könnte man auch übersetzen: „Am ersten Tag nach dem Sabbat“.

Warum wird in Jesaja 66:17+23 vorhergesagt, dass, wenn das 1000-jahrige Reich kommt, die Schweinefleischesser verurteilt werden und sich jeder versammeln wird an jedem Sabbat? Der Sabbat wird im 1000jährigen Reich wieder Pflicht sein, wenn das Levitische Priestertum wieder gelten wird (V.21). Heute indes haben wir Freiheit und können den Sabbat (oder einen anderen Tag) vor den anderen Tagen halten oder auch alle Tage gleich halten, genauso wie wir alles essen dürfen, was wir wollen. In Römer 14 geht es nicht um  Götzenopfer, wie immer wieder von Jim Staley behauptet wird - diese werden dort an keiner einzigen Stelle erwähnt - sondern es geht um die Frage, welche Speisen Gott nach dem Gesetz erlaubt hat und welche nicht. "Schwach" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich ein Bruder nicht so sicher ist und lieber nur Gemüse ist, um keinen Fehler zu machen. Paulus bittet die Römer, dass sie tolerant sein sollen, da es nicht auf die Frage ankommt, was man isst, sondern mit welcher Herzenshaltung man isst. Götzenopfer hingegen sind auch im Neuen Bund streng verboten, weil das was man den Götzen opfert, in Wirklichkeit den Dämonen opfert und nicht Gott (1.Kor.10). Hier handelt es sich also nicht um eine „zweifelhafte Frage“, sondern um ein klares Gebot der Apostel (vergl. Apg. 15). Demnach kann es in diesem Kapitel auch nicht um Götzenopfer gehen, denn in dieser Frage haben auch Gläubige keine Freiheit. Auch die Behauptung, dass Paulus hier nur von Fastentagen redet, ist willkürlich.

Warum hat Petrus, als er den Traum von den unreinen Tieren auf einem Tuch, das vom Himmel hinabkam, geträumt hatte, noch nie unreine Tiere gegessen, wenn doch der HErr Jesus inzwischen schon gestorben war und das Gesetz mit sich begraben hat? Ganz einfach: Weil er noch nicht wusste, dass Gott inzwischen „alles gereinigt“ hat, was im AT noch unrein war (Apg.10:15).Die Reinheitsgebote in 3.Mose galten den Kindern Israel, die Gott aus Ägypten geführt hatte. Sie stehen im Zusammenhang mit dem Levitischen Priestertum, das dafür sorgte, dass das Volk immer wieder gereinigt und geheiligt wurde, um vor Gott bestehen zu können. Die Speiseverbote haben davor nicht gegolten (Gott gewährte Noah, dass er und seine Nachkommen von ALLEM Fleisch essen dürften) und sie galten nach der Auferstehung nicht mehr, denn der Engel sprach zu Petrus, dass Gott die unreinen Tiere gereinigt hat, genauso wie Er zugleich  die unreinen Nationen durch den Glauben gereinigt hat. 

Neben der symbolischen Bedeutung der Reinheitsvorschriften hatten diese ihre Ursache wahrscheinlich auch in der Krankheitsvorbeugung. Die hygienischen Zustände in der Wüstenwanderung und auch später waren wahrscheinlich nicht vergleichbar mit den heutigen. Ernsthafte Gesundheitliche Gefahren sind bei dem Verzehr von Schweinefleisch heutzutage nicht mehr zu erwarten. Wir sind durch den HErrn Jesus "ganz rein" (Joh.13:10) und können uns nur noch durch moralische Verfehlungen verunreinigen, aber nicht mehr durch Dinge, "die in den Körper eingehen"(Markus 7).

Nirgendwo aber im Neuen Testament lehrt Paulus, dass wir den Sabbat halten oder auf den Verzehr von Schweinefleisch verzichten sollen. Stattdessen sagt er:

"So richte euch nun niemand über Speise oder Trank, oder in Ansehung eines Festes oder Neumondes oder von Sabbaten, die einen Schatten der zukünftigen Dinge sind, der Körper aber ist Christi. Lasst niemand euch um den Kampfpreis bringen, der seinen eigenen Willen tut … eitlerweise aufgeblasen von dem Sinne seines Fleisches, und nicht festhaltend das Haupt .... Wenn ihr mit Christo den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerfet ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt? Berühre nicht, koste nicht, betaste nicht! (Dinge, welche alle zur Zerstörung durch den Gebrauch bestimmt sind) nach den Geboten und Lehren von Menschen, (welche zwar einen Schein von Weisheit haben, in eigenwilligem Gottesdienst und in Demut und im Nichtverschonen des Leibes, und nicht in einer gewissen Ehre) zur Befriedigung des Fleisches." (Kol.2:16-23).

Hier entgegnen nun die Sabbatisten, dass es doch gerade die Katholische Kirche war, die „Gebote und Lehren von Menschen“ eingeführt hat, indem sie statt der biblischen Feiertage die heidnischen Feste übernommen und sie entsprechen christianisiert hat. In der Tat sind Weihnachten und Ostern keine biblischen Feste, und ihre Befolgung ist Menschengebot. Aber die Befolgung eines Menschengebotes ist nicht automatisch immer auch eine Sünde. Kaiser Augustus hatte eine Volkszählung geboten und Josef und Maria befolgten diese. Sogar der HErr Jesus hatte keine Einwendungen, als die Zöllner von Petrus die Doppeldrachme forderten, weil Er ihnen kein Ärgernis geben wollte (Matth.17:27). Paulus sagt: "Alles ist euer… Es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges: Alles ist euer, ihr aber seid Christie, Christus aber ist Gottes"(1.Kor.3:23).

Interessant ist, dass man die gleiche Argumentation, die man verwendet um die Anlehnung an heidnische Feste zu kritisieren, genauso auch verwenden kann um die Anlehnung an jüdische Feste zu kritisieren. Wir sind keine Juden und leben nicht mehr im Alten Bund. Als Christen feiern wir jeden Tag das Passah, indem wir den "alten Sauerteig" täglich aus unserem Leben verbannen (1.Kor.5:5) und nicht nur einmal im Jahr. So gibt es auch viele andere Gebote und Verbote, die im AT nur schattenhaft das darstellen sollten, was wir heute im NT wesenhaft tun oder lassen dürfen in Christus, z.B. vom wahren „Altar“ essen (Hebr.13:10), „Opfer“ darbringen (Hebr.13:15-16, Röm.12:1, Phil.2:17, 4:18), wahre „Beschneidung“ (Phil.3:3, Kol.2:11), „Reinheitsgebote“ (Matth.5:8, 2.Kor.7:1, Phil.2,15), „Mischungsverbote“ (1.Kor.5:11, 2.Kor.6:14-17, 1.Tim.6:20, 2.Tim.2:19+21, 3:5, Offb.18:4).

Obwohl Paulus nicht mehr „unter Gesetz“ war, hatte er die Freiheit, sogar den Timotheus zu beschneiden „um der Juden willen“ (Apg.16:3), damit er die Juden gewinnen konnte (1.Kor.9:20). Dennoch sagt er aber im nächsten Vers auch, dass er „nicht ohne Gesetz vor Gott“ sei, „sondern Christus gesetzmäßig unterworfen"(1.Kor.9:21). Es geht eben nicht um die äußere, sondern die innere Beschneidung, die das Halten der Gebote Gottes ermöglicht (1.Kor.7:19). Die Gebote des Alten Bundes sind also auch für uns nach wie vor Maßstab und Orientierung, um zu prüfen, ob wir in der Gerechtigkeit wandeln (1.Joh.2:3-6); denn „die Sünde ist die Gesetzlosigkeit“ (1.Joh.3:4), und wir sind nur dann wirklich „gerecht“, wenn wir auch die Gerechtigkeit tun (1.Joh.3:7). Das Kleid der Braut ist die "praktizierte Gerechtigkeit" der Heiligen (Offb. 19:8). Wer dieses Hochzeitskleid nicht hat, wird beim Hochzeitsmahl des Lammes ausgeschlossen werden (Matth.22:11-13, 25:30, 2.Kor.5:10).

 

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