"Und ER ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt das Grün aus der Erde."

(2. Sam. 23:4)

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„Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anziehen.“ (Röm.13:12)

Kann ein Kind Gottes noch verloren gehen? (Teil 1)

Ein Gespräch unter Brüdern


R: „Ich danke Dir, lieber Bruder F., dass Du meine Einladung angenommen hast, um diese Frage gemeinsam zu erörtern an Hand der Heiligen Schrift. Obwohl wir in diesem Punkt ja ganz unterschiedliche Sichtweisen vertreten, wollen wir uns aber nicht streiten, sondern die Sichtweise des anderen besser verstehen und die Gegenargumente aufrichtig prüfen. Vielleicht schenkt der HErr uns am Ende des Austausches sogar ein Einvernehmen in dieser Lehrfrage. Und nachdem wir jetzt gemeinsam gebetet hatten, um uns vom HErrn Weisheit und Leitung zu schenken, schlage ich vor, dass Du einfach mal beginnst, Deinen Standpunkt darzulegen.“

F: „Auch ich freue mich, dass uns Gott diese Gelegenheit geschenkt hat, um uns über diese heikle Frage friedlich miteinander auszutauschen. Aus meiner Sicht hat der HErr Jesus uns diese Frage bereits klar beantwortet in Johannes 10:27-30:

»Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. Ich und der Vater sind eins«. In diesen Worten wird die ganze Kostbarkeit und Herrlichkeit des Evangeliums deutlich, weil es der unabänderliche Ratschluss des Vaters der Erbarmungen ist, der nicht lügen, noch bereuen kann (Tit.1:2, 1.Sam.15:29). Errettung ist ja auch Sein Werk und deshalb vollkommen: »Erkennet, dass der HErr Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst« (Psalm 100:3). Wenn der Mensch selber noch Gottes Hand ergreifen könnte, dann würde er über kurz oder lang wieder loslassen, weil die Bürde des Kreuzes ihm zu schwer ist. Aber Asaph hatte die Gewissheit: »Du hast mich erfasst bei meiner rechten Hand« (Psalm 73:23). Wen Gott ergriffen hat, den lässt er nicht mehr los (Psalm 139:10). »Gott ist treu, auch wenn wir untreu sind« – so steht es geschrieben in 2.Tim.2:13.“

R: „Ja, das ist wahr. Gott ist treu, auch wenn wir untreu sind. ER hält Seine Zusagen ein, aber nicht nur in Bezug auf den Segen, sondern auch auf den Fluch. Denn zuvor heißt es ja: »Wenn wir verleugnen, so wird auch Er uns verleugnen« (2.Tim.2:13). Gott ist barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit. ER vergibt unsere Sünden, aber Er hält auch keineswegs für schuldlos den Schuldigen (2.Mo.34:7). Während unserer Lebenszeit auf Erden, sind Gottes Segensverheißungen immer auch an Bedingungen geknüpft. Wenn wir unseren Teil der Verantwortung nicht erfüllen, dann erklären wir wie die Pharisäer den Ratschluss Gottes in Bezug auf uns für ungültig (Luk.7:30). Auch im Hinblick auf die Schafe des HErrn nennt der HErr Jesus zu Anfang drei entscheidende Voraussetzungen: Seine Schafe HÖREN Seine Stimme, und Er KENNT sie und sie FOLGEN Ihm. Wenn wir dies jedoch nicht (mehr) tun, dann verlieren wir auch die Verheißung auf das ewige Leben. Keine äußere Macht kann uns aus der Hand des Vaters reißen, aber wir können uns selber aus dieser befreien, weil Gott uns einen eigenen Willen geschenkt hat, den Er respektiert.“

F: „In diesen Versen finden wir aber keine Bedingung, auch keine Aufforderung oder Ermahnung, sondern es handelt sich hier um TATSACHEN. Es heißt nicht: »Sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, denn niemand wird sie aus meiner Hand rauben«, sondern »und niemand WIRD sie aus meiner Hand rauben«. Dass Gläubige nicht geraubt werden können, ist also nicht eine Begründung, sondern eine weitere Tatsache, die für die »Schafe« gilt. Deutlicher kann es nicht gesagt werden: »Und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit«. Außerdem ist die Frage berechtigt, ob ein Gläubiger mehr Macht hat als alles andere im Universum Gottes? Sollte es ihm wirklich gelingen, sich aus der Hand des guten Hirten und des großen Vaters im Himmel zu entreißen? Sind wir stärker als der Sohn und der Vater? Wird Gott es erlauben, dass diese Schmach auf Seinen Sohn fällt (denn es ist eine Schmach für einen Hirten, wenn er ein Schaf verliert)?"

R: „Wenn es sich hier um absolute und uneingeschränkte Tatsachen handeln würde, dann wären wir wohl beide keine echten Schafe des guten Hirten, denn zumindest von mir muss ich gestehen, dass ich in meinem Glaubensleben nicht immer auf die Stimme des HErrn gehört habe und Ihm auch nicht immer gefolgt bin. Aber auch Simon Petrus war nicht so absolut vollkommen, sondern verleugnete den HErrn sogar bevor der Hahn krähte. Eine weitere Einschränkung finden wir im Fall von Judas Iskariot, von dem der HErr später im Gebet zum Vater sagte: »Ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren, als nur der Sohn des Verderbens (eig: Verlorengehens), auf dass die Schrift erfüllt werde. « (Joh.17:12). Diese Worte deuten auch darauf hin, dass der HErr Jesus in Joh. 10 von Seinen 12 Jüngern gesprochen hatte, denn er spricht dort ja auch noch von »andern Schafen, die nicht aus diesem Hof sind« (Joh.10:16), und das sind wir Nationenchristen, die durch das Wort der Apostel an den HErrn glauben (Joh.17:20). Warum aber bittet der HErr für sie, wenn es doch ohnehin beschlossene Sache sei, dass diese nicht mehr verloren gehen können? Und warum ermahnt der HErr sogar seine Jünger: »Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kindlein, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen«? Und auch die Apostel mahnten später die Gläubigen: »Dass nicht jemand ein Hurer sei oder ein Ungöttlicher wie Esau, der für eine Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte, denn ihr wisset, dass er auch nachher, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde (denn er fand keinen Raum für die Buße), obgleich er ihn (d.h. den Segen) mit Tränen eifrig suchte ... «(Hebr.12:16-17).

F: „Weil der HErr wusste, dass es auch unter den Jüngern etliche gab, die nicht wirklich glaubten (Joh.6:64) und die sich deshalb später von Ihm abwandten (Joh. 6:66). Aber von solchen sagt die Schrift auch: »Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so würden sie wohl bei uns geblieben sein; aber auf dass sie offenbar würden, dass sie alle nicht von uns sind« (1.Joh.2:19). Solche waren auch nicht einmal echte Jünger des HErrn, weil sie den Beweis der wahren Jüngerschaft nie erbracht haben, nämlich in Seinem Wort zu bleiben (Joh.8:31). Zudem unterscheidet der HErr im Gleichnis vom Unkraut zwischen dem »guten Samen« als »Söhne des Reiches« und dem »Unkraut« (wörtl. »Lolche«, ein dem Weizen ähnliches Unkraut) als den »Söhnen des Bösen« (Matth.13:38). Die falschen Christen sind also keine Söhne des Reiches, sondern Söhne des Teufels. Ein echter Sohn Gottes kann nicht mehr verloren gehen!“

R: „Dem widerspricht der HErr aber im selben Kapitel von Johannes 10, das Du gerade zitiert hattest, denn einige Verse danach zitiert er Psalm 82, wo es heißt: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter, und Söhne des Höchsten, ihr alle! Doch wie ein Mensch werdet ihr sterben, und wie einer der Fürsten werdet ihr fallen« (Ps.82:7-8).

F: „Das sind die gefallenen Engel, aber keine »Söhne des Reiches«! Gott aber nimmt sich nicht der Engel an (Hebr.2:16), denn diese sind ohnehin nur »dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, welche die Seligkeit ererben sollen« (Hebr.1:14). Aber die »Söhne des Reiches« aus Matth. 13:38 sind die echten Wiedergeborenen, die nicht mehr verloren gehen können.“

R: „Wie aber erklärst Du Dir dann, dass der HErr Jesus ausgerechnet von den »Söhnen des Reiches« in Matth.8:11-12 sagt: »Ich sage euch aber, dass viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tisch liegen werden in dem Reiche der Himmel, aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.«? Und was Du von den Engeln schreibst, die gesündigt hatten und die Gott nicht verschonte, sondern in den tiefsten Abgrund hinabstürzte (2.Petr.2:4), die werden uns im Brief des Judas als Warnung genannt: »Ich will euch aber, die ihr einmal alles wußtet, daran erinnern, dass der HErr, nachdem Er das Volk aus dem Land Ägypten gerettet hatte, zum anderen Mal die vertilgte, welche nicht geglaubt haben; und Engel, die ihren ersten Zustand nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Ketten unter Finsternis verwahrt.« (Judas 1:5-6).“

F: „Er warnt sie aber nicht vor sich selbst, sondern vor den falschen Lehrern. Judas wollte die Christen nicht einschüchtern, dass ihnen das gleiche passieren könnte, sondern er wollte ihnen nur erklären, dass es für jene Juden keine Hoffnung mehr gibt, die dem Evangelium nicht glauben wollten. Deshalb sagt er auch zuvor: »Gewisse Menschen haben sich nebeneingeschlichen …« (Jud.1:4). Und die »Söhne des Reiches« in Matth.8:11 sind auch nicht Gläubige aus dem Neuen, sondern aus dem Alten Bund, die dem Evangelium nicht geglaubt hatten. Auch wenn hier der gleiche Begriff verwendet wird, so handelt es sich hier doch um unterschiedliche Haushaltungen.“

R: „Trotzdem werden uns die Kinder Israel immer wieder als abschreckendes Beispiel genannt, damit wir nicht das gleiche Schicksal erleiden mögen: »Denn wenn jene nicht entgingen, die den abwiesen, der auf Erden die göttlichen Aussprüche gab: wie viel mehr wir nicht, wenn wir uns von dem abwenden, der von den Himmeln her redet! ... Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer« (Hebr.12:25.29). Zuvor heißt es dort: »Denn wenn das durch Engel geredete Wort fest war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam gerechte Vergeltung empfing, wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung vernachlässigen? « (Hebr.2:2-3).“

F: „Hier darfst Du aber nicht den besonderen Charakter dieses Briefes außer Acht lassen. Der Hebräerbrief war an Juden gerichtet, die in Palästina wohnten. Dort gab es nach Pfingsten eine enorme Erweckung: Tausende wurden Christen. Bemerkenswerte Zeichen und Wunder geschahen durch die Hände der Apostel. Man kann es sich leicht ausmalen, dass einige von der neuen Lehre angezogen wurden, ohne sich wirklich zu bekehren (so wie Simon der Zauberer in Apg.8:13). Als die Christen jedoch von den ungläubigen Juden verfolgt und bedrängt wurden, begann sich der Weizen von der Spreu zu trennen. Solche, die sich nur äußerlich zu Christus hielten, kehrten rasch zum Judentum zurück, um dem massiven Druck zu entgehen. Der Schreiber des Hebräerbriefs warnt sehr deutlich vor diesem Abfall. Mit der Warnung wendet er sich direkt an die bloßen Bekenner – aber auch an die wahrhaft Glaubenden, um sie vor jedem Schritt in diese Richtung zu bewahren.“

R: „Der Schreiber nennt sie aber »heilige Brüder, Genossen der himmlischen Berufung« (Hebr.3:1) und behandelt sie auch sonst im gesamten Brief als Gläubige, die schon lange im Glauben sind. So schreibt er z.B.: »Gedenket aber der vorigen Tage, in welchen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden, viel Kampf der Leiden erduldet habt; indem ihr einerseits sowohl durch Schmähungen als Drangsale zur Schau gestellt wurdet, und anderseits Genossen derer wurdet, welche also einhergingen. Denn ihr habt sowohl den Gefangenen Teilnahme bewiesen, als auch den Raub eurer Güter mit Freuden aufgenommen, da ihr wisst, dass ihr für euch selbst eine bessere und bleibende Habe besitzt« (Hebr.10:32-34). Wer von uns Christen heute kann das schon von sich behaupten, dass er den Raub seiner Güter mit Freuden aufgenommen hat?“

F: „Das kann auch aus reiner Religiosität und Werkegerechtigkeit geschehen sein. Deswegen erklärt er ihnen ja auch so ausführlich den Unterschied zwischen den Werken aus Glauben und den »toten Werken« aus religiöser Werkegerechtigkeit (Hebr.9:14). Sicherlich waren die meisten von ihnen – wie er weiter schreibt – »nicht von denen, die sich zurückziehen zum Verderben, sondern von denen, die da glauben zur Errettung der Seele« (Hebr.10:39). Dennoch aber spricht er dort immer wieder beide Arten von Christen an, also die echten und die falschen, wenn er z.B. sagt: »Die Ehe sei geehrt in allem, und das Bett unbefleckt; Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten. « (Hebr.13:4).“

R: „Aber gerade in Kapitel 10, wo er sie ermahnt, ihre Zuversicht nicht wegzuwerfen (Vers 35), spricht er solche an, die »die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben« aber trotzdem noch mit Willen sündigen können bzw. solche, die durch das Blut des Bundes geheiligt wurden, aber später dennoch »den Geist der Gnade geschmäht haben« (Hebr.10:26+29). Eine so klare Trennlinie, wie Du beschreibst, gibt es also gar nicht, sondern die Gefahr des Abfalls besteht für alle.“

F: „Der Schreiber des Briefes schließt sich aber mit ein und sagt: »Wenn wir mit Willen sündigen …“ (Vers 26). – Damit will er einen Grundsatz aufstellen, der für diejenigen gilt, die sich zum Christentum bekennen. Diesen Gedanken finden wir an vielen Stellen der Schrift, zum Beispiel auch in 1.Joh.1:6.8.10. Die Abgefallenen hatten »die Erkenntnis der Wahrheit« (V. 26), aber: »Erkenntnis« kann man im Kopf haben, ohne dass das Herz verändert wird. Man kann etwas erkennen und doch nicht die richtige Konsequenz daraus ziehen (z.B. Röm.1:32). Die Abgefallenen waren »durch das Blut des Bundes geheiligt« worden (V. 29), aber »Heiligung« kann man auch teilweise indirekt erfahren wie im Falle der Kinder von gläubigen Eltern (1.Kor.7:14), muss also nicht immer persönliche Heiligung bedeuten. Und das »Blut des Bundes« kann sich auch auf das Alte Testament beziehen, denn es waren ja Judenchristen, die der Schreiber ansprach“.

R: „Nein, das Geheiligtwordensein bezieht er eindeutig auf die zuvor erwähnte persönliche Errettung des Gläubigen (Hebr.10:10+14), und das »Blut des Bundes« ist das des Neuen Bundes, wie er kurz darauf schreibt: »Der Gott des Friedens aber, der aus den Toten wiederbrachte unseren HErrn Jesus, den großen Hirten der Schafe, in dem Blut des ewigen Bundes« (Hebr.13:20). Und »Erkenntnis der Wahrheit« ist auch nicht irgendeine beliebige Erkenntnis, sondern die »Erkenntnis Christi Jesu« (Phil.3:8), weil Er allein die Wahrheit ist: »Dies aber ist das ewige Leben, dass sie Dich, den allein wahren Gott, und den Du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen« (Joh.17:3). Die gleiche Aussage finden wir ja auch in Kapitel 6, wo er von solchen spricht, die »einmal erleuchtet waren und geschmeckt haben die himmlische Gabe, und teilhaftig geworden sind Heiligen Geistes, und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte (a.: <Wunder>kräfte) des zukünftigen Zeitalters, und abgefallen sind...« (Hebr.6:4-5).

F: „Ja, auch diese Stelle wird immer wieder gerne als Beleg für die Verlierbarkeit des Heils angeführt, dabei dürfte doch eigentlich längst bekannt sein, dass es hier offensichtlich nur um eine rein äußere Verbindung zum Christentum geht und nicht um die ewigen Segnungen eines Christen. Es heißt zwar, solche seien »erleuchtet« worden, aber im Grunde wurden doch alle Menschen erleuchtet, als »das Licht (= der HErr Jesus) in die Welt kam«, ohne dass auch alle es erfasst hatten (Joh.1:5+9). Sie haben »die himmlische Gabe« und »das gute Wort Gottes geschmeckt«. Etwas zu schmecken oder zu probieren ist nicht gleichbedeutend damit, etwas zu essen. Aber nur, wer das »Brot des Lebens isst (und nicht nur schmeckt!), wird leben in Ewigkeit« (Joh. 6:51). Sie waren »Heiligen Geistes teilhaftig geworden«. Aber damit waren diese Menschen nur Genossen des Heiligen Geistes geworden, indem sie sich in dem Bereich bewegten, wo sich seine großartige Wirksamkeit entfaltete. Etwas ganz anderes ist es, wenn der Geist in das Herz eines Menschen gegeben wird und sein Körper der Tempel des Heiligen Geistes genannt werden kann (1.Kor.3:16, 6:19).“

R: „Auch hier greifst Du eigenwillig auf Deutungen zurück, die teilweise ganz abwegig sind, anstatt Dir einfach mal durch eine Wortkonkordanz die Bedeutungen an der Schrift selbst erklären zu lassen. Durch was ein Mensch erleuchtet wird, ist das Wort Gottes (Ps.119:130). Und durch dieses Wort bekommt ein Mensch Kenntnis von dem, was Gott ihm zeigen will, um errettet zu werden (2.Kor.4:6, Eph.1:18, 3:9). Diejenigen, die diese Kenntnis vom Willen Gottes angenommen haben, werden im Hebräerbrief als »erleuchtet« bezeichnet: »Gedenket aber der vorigen Tage, in welchen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden, viel Kampf der Leiden erduldet habt …« (Hebr.10:32). Hier wird also das Wort »erleuchtet« als Synonym für »bekehrt« gebraucht. Ebenso verhält es sich auch mit dem Wort »schmecken«, das in der Heiligen Schrift immer wieder als Synonym für eine tatsächliche Erfahrung verwendet wird: »… dass Er durch Gottes Gnade für jeden den Tod schmeckte« (Hebr.2:9). Er hat den Tod aber offensichtlich nicht nur »gekostet«, sondern tatsächlich erlitten. Und auch die Güte des HErrn haben wir nicht nur ein wenig probiert, sondern sie tatsächlich erlebt (1.Petr.2:3)! Und schließlich ist auch das Wort »teilhaftig (griech. μετοχος = wörtl. »Mithabender/ Miteigentümer) geworden«) keineswegs nur ein unbeteiligtes Begleiten, sondern an allen Stellen, wo es sonst noch im Neuen Testament vorkommt, eine aktive Teilhabe: So sind die Hebräer – wie bereits erwähnt – »Teilhaber der himmlischen Berufung« (Hebr.3:1) und damit auch »Teilhaber des Christus geworden, wenn wir den Anfang der Zuversicht bis zum Ende standhaft festhalten« (Hebr.3:14). Man kann aber offensichtlich sogar Teilhaber Heiligen Geistes sein und trotzdem am Ende nur Dornen und Disteln als Frucht hervorbringen durch ein »Abfallen vom lebendigen Gott. « (Hebr.3:12)“

F: „Es kann aber nur jemand von Gott abfallen, wenn er ein »böses Herz des Unglaubens« hat (Hebr.3:12). Außerdem: Wie erklärst Du Dir dann, dass es tatsächlich auch abgeirrte Christen gibt, die sich später aber wieder zurückbekehrt haben? Denn hier wird ja auch gesagt, dass solche nicht mehr zur Buße erneuert werden können. Für mich wird hier deutlich, dass diese vorher nie wirklich errettet waren, denn sonst hätten sie ja nicht mehr zur Buße erneuert werden können.“

R: „Ja, das stimmt. Ich kenne auch einen solchen Menschen, der 12 Jahre lang Christ war, dann aber seinen Glauben verlor und erst nach 18 Jahren plötzlich wieder zum Glauben an Gott zurückfand. Aber er war nicht nur zu 100 % ein wiedergeborener Christ, sondern später auch zu 100 % ein Atheist und Lästerer geworden, bevor er sich schließlich wieder erneut bekehrte. Tatsächlich war es in den 18 Jahren unmöglich, ihn wieder zur Buße zu erneuern, obwohl es viele versucht hatten, denn Gott hatte ihn verstockt und mit Blindheit geschlagen. Der HErr sagt aber auch: »Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich« (Luk.18:27). Gott brauchte nur einen einzigen Befehl erteilen, und da wurden ihm die Augen wieder geöffnet, so dass er unter vielen Tränen Buße tat für alle seine Sünden.“

F: „Das klingt ja alles ganz rührend, aber biblisch betrachtet ist so etwas gar nicht möglich, denn sonst würde sich doch die Schrift widersprechen. Der HErr Jesus sagt: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen. « (Joh.5:24) Dies zeigt, dass der, der zum Glauben kommt, von dem Tod in das Leben übergeht. Das ganze Sein eines Menschen wird völlig verändert, wenn er neues Leben empfängt. Er ist eine »neue Schöpfung; das Alte ist vergangen und Neues ist geworden« (2.Kor.5:17). Das kann nicht einfach wieder rückgängig gemacht und später (vielleicht) wiederholt werden. So wie wir nur einmal eine natürliche Geburt erlebt haben, so können wir auch nur einmal von neuem geboren werden (Joh.3:7). Also entweder war dieser Bekannte von Dir nie wirklich wiedergeboren oder aber er ist nie wirklich vom Glauben abgefallen, sondern hat sich dies nur eingeredet. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.“

R: „Was nicht sein darf, kann also auch nicht sein. Und wenn die Realität nicht mit dem eigenen Schriftverständnis übereinstimmt, dann ziehst Du es also lieber vor, die Realität zu leugnen, als Dein eigenes Schriftverständnis in Frage zu stellen. Dabei liegt der eigentliche Fehler in einer völlig übersteigerten Vorstellung von dem, was Wiedergeburt bedeutet. Hier dürfen wir uns nicht von unserer Fantasie leiten lassen, sondern müssen nüchtern feststellen, wie die Heilige Schrift die Geburt aus Gott definiert. In Joh.5:1 lesen wir: »Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren... «. Jetzt frage ich Dich mal: Wie viele Menschen in den verschiedenen Kirchen und Sekten glauben, dass Jesus der Christus ist? Aber es gibt noch eine weitere Definition in 1.Joh.2:29, wo es heißt: »Jeder, der die Gerechtigkeit tut, ist aus Ihm geboren«. Wie viele Menschen auf der Welt tun die Gerechtigkeit? Und dann gibt es noch ein weiteres Kennzeichen für die Neugeburt in 1.Joh.3:9 »Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde (d.h. praktiziert nicht mehr fortlaufend die Sünde« Das sind schon bedeutend weniger, bei denen sich dieses Kriterium bewahrheitet. Interessanterweise lesen wir nirgends: »Wer sich zu Jesus bekennt, ist aus Gott geboren«. Und schließlich heißt es noch: »Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt« (1.Joh.5:4), d.h. die weltlichen Lüste. Die sog. »Wiedergeburt« ist keine Neugeburt, sondern wörtlich eine »Wieder-Werdung« (PALInG-GÄNÄSIA) (Tit.3:5) bzw. ein »Hinauf-Erzeugen = Erzeugen von oben her (ANA-GÄNNAOo) (1.Petr.1:3.23) aus Wasser und Geist« (Joh.3:5-7). »Wasser« steht hierbei für »Waschung« bzw. »Vergebung«, und »Geist« für »Erneuerung des Denkens« (Röm.12:2). Wie genau Gott dies macht, ist uns genauso unklar, wie die Bewegungen des Windes (Joh.3:8), aber prinzipiell ist jede tiefe Buße schon vergleichbar mit einer Geburt von oben (Jes.37:3). Die Galater z.B. waren durch Paulus zur Buße und Wiedergeburt gekommen, aber Paulus schreibt ihnen, dass er »abermals Geburtswehen« mit ihnen hat, bis Christus in ihnen Gestalt gewonnen hat (Gal.4:19). Eine Abkehr vom Glauben kann also eine erneute Wiedergeburt erforderlich machen.“

F: „Nein. Eine Geburt aus Gott ist immer etwas Einmaliges und kann sich nicht wiederholen. Genauso wenig wie eine Schöpfung sich nicht selbst macht, genauso wenig kann sie sich auch nicht selbst beseitigen. Die neue Schöpfung ist unumkehrbar und endgültig. In Joh.4:13-14 lesen wir die Worte des HErrn: »Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten; wer irgend von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nicht dürsten in Ewigkeit. « Wer also einmal von dem »Wasser« des HErrn Jesus getrunken hat, wird es nie mehr tun müssen. Seine Seele ist durch die Verbindung mit Gott befriedigt und wird es in Ewigkeit bleiben. An anderer Stelle sagt Jesus: »Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals mehr dürsten« (Joh.6:35). In dem Moment, wo jemand den HErrn Jesus aufnimmt, erhält er das Recht, sich ein Kind Gottes zu nennen, weil er an Seinen Namen glaubt (Joh.1:12).“

R: „Das stimmt nicht ganz. Wenn Du genau liest, heißt es dort: »… ihnen gab er das Recht, Kinder Gottes zu WERDEN (γενέσθαι/ GÄNÄSThAI) ...«. Hier haben wir also wieder das gleiche Verb, das diesen Werdungsprozess andeutet. Die Bekehrung ist nur ein Anfang, entscheidend ist aber, dass ich nicht nur durch die enge Pforte gehe, sondern auch auf dem schmalen Pfad bleibe. Erst dann werden wir auch Kinder Gottes »genannt werden« (1.Joh.3:1). Wer ins Leben eingehen will, muss die Gebote halten und Ihm gehorchen bis ans Ende (Matth.19:17,24:13). Wenn aber ein Diener des HErrn irgendwann anfängt, als Verantwortungsträger seine Macht zu missbrauchen, indem er seine Brüder unterdrückt, dann wird der HErr unerwartet über ihn kommen »und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil setzen mit den Heuchlern: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen«(Matth.24:51). Auch von dem »unnützen Knecht« des HErrn, der seine Talente nicht eingebracht hatte während seines Lebens, um sie für das Werk des HErrn zu nutzen, wird der HErr Jesus bei Seiner Rückkehr befehlen, dass er hinausgeworfen werde »in die äußere Finsternis: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.« (Matth.25:30). Sogar bei der Hochzeit des Lammes wird es noch solche geben, die hinausgeworfen werden, weil sie »kein Hochzeitskleid« anhaben (Matth.22:11-13). Bei diesem Hochzeitskleid handelt es sich jedoch nicht um die Rechtfertigung durch das vollbrachte Erlösungswerk Jesu, sondern die »gerechtenTatender Heiligen« (Offb.19:8), die sie durch ihre Treuebindung an den HErrn Jesus vollbringen konnten.“

F: „Bei diesen Knechten kann es sich nicht um Gläubige handeln, denn zu diesen sagt der HErr ja: »Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn ein Knecht weiß nicht, was sein HErr tut; sondern ich habe euch Freunde genannt …« (Joh.15:15). Knechtschaft deutet immer auf Israel hin (z.B. Gal.4:25). »Ein Knecht aber bleibt nicht für immer in dem Haus, der SOHN aber bleibt für immer« (Joh.8:35). Auch wieder so eine Stelle, die klar die Unverlierbarkeit des Heils bezeugt. Aber die eindeutigste habe ich ja schon genannt, nämlich, wo der HErr sagt: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, HAT ewiges Leben und kommt NICHT ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen« (Joh.5:24). Klarer geht’s doch schon nicht mehr! Wenn das ewige Leben verlierbar wäre, dann kann man es wohl kaum mehr als »ewiges Leben« bezeichnen. Das wäre ein Widerspruch in sich. Wenn jene »Knechte« Gläubige wären, würde sich das Wort Gottes doch hier widersprechen. Ein Kind Gottes braucht keine Bestrafung mehr befürchten, weil der HErr Jesus schon alle Strafe getragen hat, auch für die zukünftigen Sünden, die es noch begehen könnte.Wer an den Sohn glaubt, empfängt ewiges Leben (Joh.3:36). Dieses Leben kann nicht sterben oder vernichtet werden, denn dann wäre es kein ewiges Leben. Aber es kann auch einem Glaubenden nicht wieder abgenommen werden. Denn das ewige Leben ist nicht ein Geschenk, das wir sorgfältig bewahren müssen, damit es uns nicht abhandenkommt. »Unser Leben«, sagt Paulus in Kol.3:3, »Ist verborgen mit dem Christus in Gott«. Wenn wir dieses Leben verlören, müsste Christus es auch verlieren. Sollten wir verloren gehen, müsste auch Er – was absolut undenkbar ist! – verloren gehen.“ 

R: „Lieber Bruder, hier spricht er nicht von dem ewigen Leben, sondern von unserem jetzigen, denn dieses Verborgensein mit dem Christus ist ja nur ein vorübergehender Zustand, bis Christus offenbart werden wird mit uns (Kol.3:4). Das ewige Leben ererben wir erst »im kommenden Zeitalter (Luk.18:18+30), wenn wir bis dahin unser irdisches Leben »gehasst« haben (Joh.12:25). Das ewige Leben ist eine »Hoffnung« (Tit.1:2) und eine »Verheißung« (1.Joh.2:25), die nur jenen gilt, die »mit Ausharren in gutem Werke Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit suchen« (Röm.2:7). »Jetzt aber, von der Sünde freigemacht und Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben« (Röm.6:22). Auch die von Dir genannte Stelle in Joh.5:24 nennt eine entscheidende Voraussetzung, um das ewige Leben zu erlangen, nämlich den Glauben! Das griechische Wort »πίστις/ PISTIS« bedeutet aber auch und vor allem TREUE, und das ist kein einmaliger Akt, sondern ein Zustand, den man bis zum Ende aufrechterhalten muss. Das ewige Leben kann man durchaus verlieren, wenn man z.B. seinen Bruder hasst: »Ihr wisst, dass kein Brudermörder ewiges Leben bleibend in sich hat« (1.Joh.3:15). Und selbstverständlich handelte es sich bei den Knechten des HErrn um Gläubige, denn Ungläubigen wird der HErr wohl weder Seine Habe anvertrauen, noch sie für ihre Treue belohnen bzw. für ihre Untreue bestrafen. Der faule Knecht hatte genauso wie die anderen die Möglichkeit, das ihm von Gott anvertraute Gut zu vermehren. In Luk.19:12-27 behandelt der vornehme Mann alle seine Knechte gleich, indem jeder eine Mine erhält. Dass hier nicht Israel gemeint sein kann, geht aus der Erwähnung der »Bürger jener Stadt« hervor, die nicht wollten, dass dieser über ihnen herrsche (Luk.19:14). Hier sind zweifellos die Juden gemeint und auch alle anderen Ungläubigen, die während ihrer Lebenszeit die Herrschaft des HErrn Jesus über ihr Leben abgelehnt haben. Der »faule Knecht« hingegen hat den Herrschaftsanspruch seines HErrn grundsätzlich anerkannt, sah aber keine Veranlassung, daraus Konsequenzen für sein Leben zu ziehen, um durch gute Werke Seinem HErrn Freude zu bereiten. Dies trifft auf viele Christen heute zu, die sich mit ihrer Bekehrung begnügen, aber keine Frucht bringen. Paulus sah sich selbst als »Knecht/Sklave Jesu Christi«, wie er in jedem seiner Briefe betont. Man kann Knecht und Sohn zugleich sein (Gal.4:1), so wie ja auch heute viele Söhne im Betrieb ihrer Väter angestellt sind. Und so wie auch in der Welt ein treuloser Sohn von seinem Vater enterbt werden kann, so hat auch Gott das Recht, die Treulosen unter Seinen Söhnen und Töchtern zu enterben, indem Er ihnen das ewige Leben wieder wegnimmt.“

F: „Jetzt hast Du aber viel geredet am Stück, so dass Du mich jetzt mal ausreden lassen musst. Du kannst unmöglich natürliche Väter mit unserem himmlischen Vater vergleichen! Natürliche Väter können grausam und ungerecht sein, ja sogar ihre Kinder enterben. Aber der himmlische Vater würde so etwas nie tun mit einem Seiner Kinder (Ps.27:10)! Die Schrift warnt uns vor solchen Verführern, die die Verheißung des ewigen Lebens infrage stellen (1.Joh.2:25-26). Doch leider haben viele Kinder Gottes genau diese Angst. Sie glauben, dass sie verloren gehen, wenn sie nicht treu sind. Die Liebe Gottes führt uns eigentlich dahin, diese unnötige Furcht vor dem Gericht abzustreifen (vgl. 1.Joh.4:17-18). Der erste Johannesbrief erklärt uns ganz deutlich, wie unsere Beziehung als Kinder Gottes zum himmlischen Vater sein soll. »Wenn wir unsere Sünden bekennen«, vergibt Er uns sofort und »reinigt uns von aller Ungerechtigkeit« (1.Joh.1:9). Aber das ist eben ein Wachstumsprozess. Die Stelle mit dem Brudermörder, die Du erwähnt hast, ist so zu verstehen, dass ein Brudermörder eben kein Kind Gottes sein kann und damit auch kein ewiges Leben hat. Es gibt nun mal viele Mitläufer. Deshalb sagt Johannes auch: »Kinder, dass niemand euch verführe! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist. Wer die Sünde tut (d.h. in der Sünde lebt), ist aus dem Teufel … Hierzu ist der Sohn Gottes geoffenbart worden, auf dass Er die Werke des Teufels vernichte. Jeder der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde (d.h. lebt nicht mehr in der Sünde), denn sein Same (das Wort Gottes) bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist« (1.Joh.3:7-9). Wohlgemerkt: Er kann nicht dauerhaft in der Sünde verharren, weil das neue Leben in ihm dies gar nicht zulassen würde. Wer dies indes dennoch tut, ist nie wirklich ein Kind Gottes gewesen.“

R: „Gott macht da keinen Unterschied, denn bei Ihm ist kein Ansehen der Person (Röm.2:11-12). Für Ihn ist allein entscheidend, ob ein Baum gute Frucht bringt oder nicht. Deshalb sagte Johannes der Täufer: »Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen« (Matth.3:10), egal ob Jude oder Heide. Zu Seinen Jüngern sagt der HErr Jesus in der Bergpredigt:  »Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden« (Matth.5:13). Und dann empfiehlt der HErr uns Gläubigen: »Wenn aber dein rechtes Auge dich ärgert, so reiß es aus und wirf es von dir; denn es ist dir nütze, dass eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde. « (Matth.5:26). Und sogar in Bezug auf das Vaterunser warnt uns der HErr: »Wenn ihr aber den Menschen ihre Vergehungen nicht vergebt, so wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht vergeben. « (Matth.6:15). Und zum Abschluss weist Er uns noch darauf hin: »Nicht jeder, der zu Mir sagt: ‚Herr, Herr! ‘ wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: ‚Herr, Herr! Haben wir nicht durch Deinen Namen geweissagt (eig: prophetisch geredet), und durch Deinen Namen Dämonen ausgetrieben, und durch Deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter! « (Matth.7:21-23).“ 

F: „Aber hier haben wir doch den Grund: Er sagt: »Ich habe euch niemals gekannt!“ Er sagt also nicht: »Ich habe euch zwar einmal gekannt, aber ich kenne euch jetzt nicht mehr, sondern Er wird zu Ihnen sagen: »Ich habe euch niemals gekannt! « (Matth.7:23). Der HErr Jesus hatte niemals einen Anfang mit ihnen gemacht und konnte deshalb auch nie ein gesegnetes Ende mit ihnen machen. Wie anders mussten hingegen die Übriggeblieben der Jünger zu ihm sagen: »Herr, zu wem sollen wir denn gehen?… « Und wie war die wunderbare Antwort des HErrn: »Habe ich nicht euch, die Zwölf, auserwählt? « (Joh.6:68-70). Auch von den törichten Jungfrauen sagt der HErr: »Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht« (Matth.25:12). Von den echten Schafen aber sagt der gute Hirte: »Ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen« (Joh.10:14). Wie erklärst Du Dir dieses, dass der HErr angeblich echte Gläubige auf einmal nicht mehr kennt? Wie soll das gehen?“

R: „Er verleugnet sie, weil sie Ihn zuvor verleugnet haben vor den Menschen (Matth.10:33). Dieses Verleugnen muss gar nicht so direkt geschehen sein wie bei Petrus, sondern kann auch ganz subtil geschehen sein durch ein ständiges Unterlassen, wo es Gelegenheit gab, von Ihm zu zeugen (Jak.4:17). Das ist sehr ernst, und wir machen uns darüber viel zu wenig Gedanken! Aber deswegen nennt der HErr sie auch »Übeltäter«, eig: »Wirkende die Gesetzlosigkeit« (Matth.7:23). Es sind Gläubige, die einmal das »Salz der Erde« waren, aber dann »kraftlos geworden« sind; solche taugen »zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden« (Matth.5:13)“

F: „In dieser Stelle wird die Gehenna und das Verlorengehen mit keiner Silbe erwähnt. Es geht darum, dass Menschen ein kraftloses Zeugnis der Jünger verachten – geradeso wie kraftloses Salz achtlos auf den Weg geworfen und dort von den Menschen zertreten wird. Und das »Übeltäter« bezieht sich doch eindeutig auf die Taten, die sie fälschlicherweise in Seinem Namen getan haben! Obwohl diese Geistesgaben längst abgeschafft waren, betrogen sie die Leute mit falschen Prophezeiungen und scheinbarer Dämonenaustreibung. Sie hatten von Gott überhaupt keinen Auftrag dafür und haben dadurch den Namen des HErrn lächerlich gemacht vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt, wie man es ja heute bei diesen ganzen Pseudo-Evangelisten sieht, wo die Leute rückwärts umfallen und sich zitternd auf dem Boden wälzen oder in unbändiges Gelächter verfallen. Das sind »Wölfe im Schafspelz«, wie der HErr zuvor sagt, die nie wirklich zu den guten Bäumen des HErrn gehört haben und deshalb auch keine gute Frucht bringen können (Matth.7:15-20). Wenn Du also von solchen»Bäumen« sprichst, - da wäre ich mit Dir einverstanden.“

R: „Nein, da irrst Du Dich. Wir haben ja einen Auftrag vom HErrn, Dämonen auszutreiben und Kranke zu heilen in Mark.16:17-18, und im Gegensatz zu den 3 Geistesgaben in 1.Kor.13:8, die teilweise noch zu Lebzeiten der Apostel aufhörten bzw. unwirksam wurden, weil sie ihren Dienst erfüllt und damit überflüssig wurden, sind Wunderwerke oder prophetisches Reden (so eig. statt Weissagen) Gnadengaben (1.Kor.12:10), nach denen wir uns ausstrecken sollten. Auch der Umstand, dass sie es »im Namen des HErrn Jesus« getan hatten, war absolut legitim, denn wir sollen ja alles in Seinem Namen tun (Kol.3:17). Ihr Übeltun (ἐργαζόμενοι τὴν ἀνομίανwörtl. »Wirkende der Gesetzlosigkeit«, ) bestand vielmehr darin, dass sie außer ihren biblisch legitimen und positiven Aktivitäten zugleich die Gesetzlosigkeit gewirkt bzw. bewirkt haben. Es waren wiedergeborene Christen, die dem HErrn eine ganze Weile treu gedient hatten, aber es irgendwann »nicht mehr so streng und gesetzlich sahen«, wie es ja heutzutage üblich geworden ist. Wenn eine neue Gesetzlosigkeit in die Gemeinde eingedrungen war und sich darin allmählich ausgebreitet hatte, legitimierten sie dies durch Ignorieren oder notfalls durch eine entsprechend angepasste Bibelauslegung. Allmählich erlahmte dann auch ihre Widerstandskraft gegenüber persönlichen Versuchungen und ihr Gewissen stumpfte ab. Sie hofften vielleicht, dass ihre wiedereingeschlichenen Sünden, derer sie nicht mehr Herr wurden, ihre großen geistlichen Verdienste aus der Vergangenheit doch nicht zunichtemachen könnten. Oder vielleicht täuschten sie sich auch dadurch, dass sie noch immer über diese Gaben verfügten, denn die Gnadengaben Gottes sind ja prinzipiell »unbereubar« (Röm.11:29), so dass sie trotz ihrer Gesetzlosigkeiten immer noch dem HErrn mit diesen dienen konnten.“

F: „Das steht hier doch alles gar nicht, sondern Du liest es hier in den Text hinein! Und selbst wenn einem Kind Gottes solches widerfahren würde, dann wird der HErr es schon rechtzeitig wieder auf die Beine helfen. »Der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf« (Spr.24:16), oder wie es im Neuen Testament heißt: »Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn der HErr vermag ihn aufrecht zu halten« (Röm.14:4). Deshalb brauchen wir uns keine Sorgen mehr machen, dass der HErr irgendwann die Geduld mit uns verlieren könnte, denn Er hat uns ja verheißen: »Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christo Jesu sind« (Röm.8:1).“

R: „Ja, solange sie in Christo Jesu sind. Er sagt aber auch ein paar Verse danach: »Die aber, die im Fleisch sind, vermögen Gott nicht zu gefallen« (Röm.8:8). Die Heilige Schrift ist ja voll von Warnungen, wie ich bis jetzt schon gezeigt hatte, weil die Gefahr der Verführung und des Abfalls so groß ist. Ein »Gerechter« kann fallen, indem er »von einem Fehltritt übereilt« wird (Gal.6:1), aber er ist dem Wesen nach »ein Gerechter«, und das nicht nur, weil er ein für allemal gerechtfertigt wurde durch das Blut des Lammes, sondern weil er dem HErrn in Treue folgt. Er kann aber untreu werden, und dann werden ihm auf Dauer auch alle seine Rechte und Verdienste wieder aberkannt. Diesen Rechtsgrundsatz Gottes finden wir z.B. in Hesekiel 33:13 »Wenn ich dem Gerechten sage: 'Leben soll er!', und er verlässt sich auf seine Gerechtigkeit(eig.: Gerecht<igkeitsverwirklich>ung/ Rechtfertigung, hebr.: ZöDaQaH, im Unterschied zu ZäDäQ, Gerechtigkeit) und tut (erneut) unrecht; so wird all seiner gerechten Taten (wörtl.: Gerecht<igkeitsverwirklich>ungen) nicht gedacht werden, und wegen seines Unrechts, das er getan hat, deswegen soll er sterben«. So wie Gott uns durch den HErrn Jesus und Seine Erlösungstat am Kreuz all unsere Sünden vergeben hat, so dass »ihrer nicht mehr gedacht werde« (V.16), so kann der HErr bei unserer Abkehr vom Weg der Gerechtigkeit alle zuvor verheißenen Segnungen wieder zurücknehmen. Bei der Auferstehung des Lebens werden nicht unbedingt die »einmal Bekehrten« teilhaben, sondern »die das Gute getan haben« (Joh.5:29). Und bei der Auferstehung zum Gericht sind nicht nur die Unbekehrten, sondern diejenigen, »die die Gesetzlosigkeit tun« (Matth.13:41).

F: „Alles richtig. Dennoch sagt all dies nichts über die Ursachen für einen gerechten oder ungerechten Wandel aus, den ich klar durch die vorhandene bzw. nicht vorhandene Wiedergeburt sehe. Dass es sich bei gesetzlosen Christen im Grunde nur um bloße Bekenner handeln könnte, scheinst Du gar nicht in Betracht zu ziehen. Und wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass wir uns in unserem Urteil, ob jemand gläubig ist oder nicht, leicht täuschen können. Zudem zitierst Du mit Hesekiel 33 einen Rechtsgrundsatz, der nur im Alten Bund gilt. Im Neuen Bund gilt die Gnade! Gnade vor Recht. Wenn wir diesen Unterschied nicht machen, dann verwirren wir die Menschen. »Das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden« (Joh.1:17). Unter Gesetz konnten Menschen noch aufgrund ihrer Werke verloren gehen, aber im Neuen Bund ist es der Wille Gottes, dass der HErr »von allem, was Er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tag« (Joh.6:39). In Römer 8:35–39 erforscht Paulus Raum und Zeit, um etwas zu finden, was einen Gläubigen von Gott scheiden kann – und kommt mit leeren Händen zurück. Wir bleiben ewig Gegenstände der Liebe Gottes. »Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten,weder Höhe noch Tiefe, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem HErrn« (Röm.8:38).“

R: „Ja, nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes! Aber bedeutet das, dass wir nicht mehr nüchtern und wachsam sein brauchen, weil der als Löwe umhergehende Teufel uns nicht mehr verschlingen kann (1.Petr.5:8)? Warum hat sich Paulus dann so viele Sorgen gemacht über die Thessalonicher, »ob nicht etwa der Versucher euch versucht habe und unsere Arbeit vergeblich gewesen sei« (1.Thess. 3:5)? Tatsächlich haben ja dann später alle, die in Asien sind, sich von Paulus abgewandt (2.Tim. 1:15).“

F: „Sie haben sich von Paulus abgewandt, aber nicht vom Glauben!“

R: „Auch vom Glauben, denn etwas weiter erklärt er ja auch den Grund: »Und ihr Wort wird um sich fressen wie ein Krebs; unter welchen Hymenäus ist und Philetus, die von der Wahrheit abgeirrt sind, indem sie sagen, dass die Auferstehung schon geschehen sei, und den Glauben etlicher zerstören.« (2.Tim.2:17-18). Paulus hat alles versucht, dies zu vermeiden, als er versichert: »Deswegen erdulde ich alles um der Auserwählten willen, auf dass auch sie die Rettung erlangen, die in Christus Jesus ist, mit ewiger Herrlichkeit« (2.Tim.2:10). Solange wir hier auf Erden sind, können wir die Errettung noch verlieren. Sonst hätte Paulus ja auch schreiben können: »Ich brauche mich um die Auserwählten nicht mehr abmühen, denn diese haben ja ohnehin schon längst die Seligkeit erlangt. «“

F: „Paulus sorgte sich nicht mehr um ihr Seelenheil, sondern darum, dass sie keine Frucht brächten (1.Thess. 3:2). In Bezug auf ihre unverlierbare Errettung tröstet er sie mit den Worten: »Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu« (Phil.1:6). Es gibt im Alten Testament ein schönes Bild auf die Unverlierbarkeit des Heils: Nachdem das Blut des Passahlamms an die Pfosten und Oberschwelle der israelitischen Häuser gestrichen war, konnte ihnen nichts mehr passieren, egal ob sie sich fürchteten oder nicht. Mancher Israelit mag in seiner Wohnung gezittert und gezweifelt haben, ob das Blut seine Familie wohl wirklich schützen würde! Die schlimmsten Plagen konnten nun an sie herankommen, aber sie waren geschützt durch das Blut des Passahlamms, denn Gott hatte gesagt: »Und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen« (2.Mo.12:13). Und genauso ist es heute: Jeder, der im Glauben seine Zuflucht zum HErrn Jesus nimmt, steht für immer unter dem Schutz Seines Blutes, wie geschrieben steht: »Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet« (1.Kor.5:7). Deshalb musste Bileam prophetisch von den Kindern Israel weissagen: »ER erblickt keine Ungerechtigkeit in Jakob und sieht kein Unrecht in Israel« (4.Mo.23:21), - und das, obwohl sie Ihn bis dahin schon so viele Male durch ihren Ungehorsam gereizt hatten!“

R: „Das ist nicht der Punkt. Entscheidend war gar nicht so sehr ihr Anfang, sondern igre spätere Entwicklung. Gerade die Kinder Israel sind ja für uns ein abschreckendes Beispiel: Obwohl sie - wie wir - symbolisch durch das »Blut des Lammes« errettet wurden, sind sie wegen ihres Ungehorsams und ihrer Treulosigkeit später nicht in das verheißene Land eingegangen. Deshalb heißt es auch für uns: »Fürchten wir uns nun, dass nicht etwa, da eine Verheißung, in Seine Ruhe einzugehen, hinterlassen ist, jemand von euch als zurückgeblieben erscheint ... Lasst uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen, auf dass nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams falle« (Hebr.4:1.11).“

F: „Die Kinder Israel waren nicht wiedergeboren durch den Geist Gottes, denn dieser wurde ja erst zu Pfingsten ausgegossen. Es waren im Prinzip Ungläubige, die nur einen Schein der Gottseligkeit hatten, aber jedes Mal, wenn sie sich bewähren sollten, verleugneten sie die Kraft Gottes (2.Tim.3:5).“

R: „Dennoch aber werden sie den gläubigen Korinthern als Warnung genannt, dass sie nicht die gleichen Fehler wie sie machen mögen: »Denn ich will nicht, dass ihr unkundig seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind, und alle auf Moses getauft wurden in der Wolke und in dem Meer, und alle dieselbe geistliche Speise aßen, und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus. An den meisten derselben aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden. Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, dass wir nicht nach bösen Dingen gelüsten, gleichwie auch jene gelüsteten … Alle diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zuunserer Ermahnung, auf welche das Ende (eig.: die Endziele) der Zeitalter gekommen ist. Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle« (1.Kor.10:1-6.11-12).“

F: „Ja, aber genau darin besteht ja der Unterschied zwischen ihnen und uns: Ein Christ kann fallen, aber er steht wieder auf, denn »der HErr vermag ihn aufrecht zu halten« (Röm.14:4).“

R: „Ja, der HErr vermag es. Aber Er knüpft daran eben auch eine Bedingung: »Christus aber als Sohn über sein Haus, dessen Haus wir sind, wenn wir die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten ...« (Hebr.3:6). Und dann heißt es etwas später dort: »Sehet zu, Brüder, dass nicht etwa in jemand von euch ein böses Herz des Unglaubens sei in dem Abfallen vom lebendigen Gott, sondern ermuntert euch selbst jeden Tag, solange es ‚Heute‘ heißt, auf dass niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde. Denn wir sind Genossen des Christus geworden, wenn wir anders den Anfang der Zuversicht bis zum Ende standhaft festhalten« (Hebr.3:12-14)."

F: „Wie ich schon sagte: Abfallen vom lebendigen Gott kann man nur durch ein »böses Herz des Unglaubens«. Ein wirklich Wiedergeborener kann zwar fallen aber nicht abfallen vom Glauben. Schlimmstenfalls kann er »Schiffbruch im Glauben erleiden«, wenn er sein Gewissen abstumpfen lässt (1.Tim.1:19). Nur die Ungläubigen können abfallen.“

R: „Dann würde mich aber mal interessieren: Von was fällt denn ein Ungläubiger ab? Oder von was fällt ein religiöser Mensch ab? Abfallen bedeutet doch, dass man einer Sache anhing und ihr dann untreu wurde. Welcher Sache könnten denn die Ungläubigen angehangen haben, von der sie dann abgefallen sind? Man kann vom Glauben abfallen, - aber das setzt voraus, dass man zuvor den Glauben besessen hat! Immerhin warnt die Schrift ja deutlich vor dieser Gefahr: »Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche von dem Glauben abfallen werden, indem sie achten auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen…« (1.Tim.4:1). Und dann schreibt Paulus noch konkreter von der gesamten Christenheit: »Lasst euch von niemand auf irgend eine Weise verführen, denn dieser Tag [d.h. der Tag des HErrn] kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall komme und geoffenbart worden sei der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens, ... Und deshalb sendet Gott ihnen [d.h. den abgefallenen Christen] eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben, auf dass alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit« (2.Thess.2:3+11-12).“


F: „Du hast recht. Es geht um einen Abfall vom Glauben. Der Glaube ist aber nicht das entscheidende Kriterium für eine wirkliche Errettung. »Auch die Dämonen glauben und zittern« (Jak.2:19). Aber ich würde an dieser Stelle unsere Diskussion vertagen, denn es ist schon spät geworden. Gerne können wir uns bei unserem nächsten Treffen weiter über diese Bibelstellen austauschen, um zu sehen, ob der HErr uns vielleicht Klarheit schenken möge, wer von uns beiden sich irrt. Einverstanden?“


R: „Ja, wir sollten für heute Schluss machen und noch einmal zusammen beten.“

Fortsetzung folgt...

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Wenn Sie Interesse haben, rufen Sie uns einfach an: Familie Poppe,telefon0421-830 50 81
(bitte nur bei ernsthafter Reiseabsicht).

 

 

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