"Und ER ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt das Grün aus der Erde."

(2. Sam. 23:4)

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„Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anziehen.“ (Röm.13:12)

Die 10 Gebote

 

Das 7. Gebot

»Du sollst nicht ehebrechen« (2.Mo.20:14)

Um die Bedeutung dieses Gebotes zu erfassen, stelle man sich doch nur mal eine Welt ohne Verbindlichkeit zwischen Eheleuten vor. Nun, so schwer ist das nicht, denn wir leben ja inzwischen schon in einer Zeit, in der jede dritte Ehe geschieden wird. Unter Gläubigen sieht es leider nicht viel anders aus. Es gab mal eine Zeit vor zwei Jahren, als ich besonders für Brüder bat, deren Ehefrauen sie verließen; von anfänglich zwei Fällen, wurden es im Laufe der Zeit immer mehr, so dass es mir wie eine Epidemie vorkam. Die Leidtragenden sind nicht nur die Verstoßenen, sondern vor allen die Kinder. Millionen von Kindern wachsen nur mit einem Elternteil auf oder in sog. Patchwork-familien, manche aber auch in Heimen. Sie werden vernachlässigt, teilweise auch misshandelt oder missbraucht, kommen unter schlechten Einfluss, nehmen Drogen und zeigen z.T. psychische Verhaltensauffälligkeiten.

Wer war Mohammeds Vater?

Als abschreckendes Beispiel für ein Kind, das in einem zerrütteten Elternhaus aufwuchs, sei hier der Prophet Mohammed genannt, der eigentlich Qathem Ibn Kilāb hieß. Als er im Jahre 570 n. Chr. geboren wurde, war sein angenommener »Vater« Abd’Allāh schon vier Jahre tot. Wie war das möglich? »Vor dem Islam gab es eine Form der Ehe namens Zawaj Al Rahe´t, was Gruppenehe heißt. Und so funktionierte diese Ehe: Die Frau schläft mit einer Vielzahl von Männern, sieben, zehn oder mehr… Diese Sexualpraktik wurde von der damaligen Gesellschaft akzeptiert. Wurde sie schwanger, ernannte die Frau, nachdem ihr Kind geboren wurde, einen der Männer zum Vater des Kindes« (Christian Prince: Allahs Täuschung. 2017. S.12).

Mohammeds Mutter Amina hatte Abd’Allāh erwählt, weil dieser ein besonders schöner Mann gewesen sein muss. Ein Hadith berichtet, dass die Frauen bis zu 100 Kamele boten, um mit ihm schlafen zu dürfen (Ebd., S.15). Als er starb, wurde im selben Jahr sein Bruder geboren, der vier Jahre ältere Onkel Hamza. Dieser beschimpfte Mohammed einmal öffentlich mit den Worten, dass er »nicht mehr, als ein Sklave« seiner Vorväter sei, worauf sich Mohammed zurückzog und verschwand, wohl um zu verhindern, dass er ihn noch mehr demütigte. Es wird vermutet, dass Mohammed ein Adoptivkind war. Als mit 7 Jahren auch seine Mutter starb, nahm ihn sein Großvater zu sich, der ihn auch später auf Handelsreisen begleitete.

Obwohl Mohammed Analphabet war, lernte er innerhalb kurzer Zeit das Ränkespiel. Er und seine Gefolgsleute überfielen Handelskarawanen und ganze Städte, sie töteten Juden und Christen und versklavte Frauen und Kinder, wie es auch heute noch der IS tut. Er nahm sich bis zu 10 Ehefrauen, obwohl er selber zuvor die Grenze auf max. 4 festgelegt hatte. Seine jüngste »Frau« war die 9jährige Aische, mit der er sich bereits verlobt hatte, als sie gerade einmal 6 Jahre alt war. Ein Hadith berichtet, dass er sogar einmal mit der Leiche einer jungen Frau Sex hatte. »Er schreckt vor keinem Mittel zurück, um seine Ziele zu erreichen bis hin zu Attentaten und Massenmord. Seine Karriere als Tyrann von Medina ist die eines Räuberhauptmanns… Er selbst ist ein ungezügelter Wollüstling… Für all seine Taten erheischt er stets die unmittelbare Befugnis der Gottheit« (Ibn Warraq: Warum ich kein Muslim bin. 2004. S.154).

Man könnte noch vieles schreiben über Mohammed, aber mir ging es nur darum, einen Zusammenhang aufzuzeigen zwischen seiner Kindheit ohne Vater in einer zügellosen Gesellschaft und seinem späteren psychopathischen Verhalten. Letztlich war sein Vater der Teufel, und von diesem lernte er zu lügen und zu morden (Joh. 8:44). Aber auch heute sind viele Kinder zu kleinen Tyrannen geworden. Wenn die Eltern ihre Verantwortung vor Gott nicht mehr wahrnehmen und den Kindern keine Vorbilder mehr sind, weil sie ihre eigenen egoistischen Interessen verfolgen, dann ist es naheliegend, dass auch die Kinder zu gefühlslosen Monstern werden.

Ich hatte selber mal so einen Burschen als Lehrling, ein junger Türke, der mit seinem rotzfrechen Mundwerk die ganzen Mitschüler in der Berufsschulklasse gegen den Lehrer aufwiegelte und schon aus drei Klassen geworfen wurde. Als ich mal mit ihm unter vier Augen sprach, verriet er mir, dass er einmal seinen Vater dabei erwischt hatte, wie er im Internet heimlich mit anderen Frauen flirtete. Das hatte ihn völlig verstört, so dass er in der Folge jeden Respekt vor seinem Vater verlor. Später aber hurte er selber mit mehreren Freundinnen zur gleichen Zeit. Er tat also das, was er bei seinem Vater abgeschaut hatte.

Eine verhängnisvolle Affäre

Wie tragisch die Folgen eines Ehebruchs für die Opfer sein können, lässt sich ein wenig dadurch erahnen, dass ein Ehebrecher im Alten Bund mit dem Tode bestraft wurde. Diese Treulosen sollten durch die Steinigung zu spüren bekommen, wie schmerzlich ihr rücksichtsloses  Verhalten für die Betrogenen war. Doch hat Ehebruch im Neuen Bund noch weit verheerendere Konsequenzen, nämlich den Verlust des ewigen Lebens! »Oder wisset ihr nicht, daß Ungerechte Gottes Regentschaft nicht erben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Hurer, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichliche(dem Sinngenuss Ergebene), noch Homosexuelle, noch Diebe, noch Habgierige, noch Rauschsüchtige, noch Schimpfer, noch Spitzbuben werden die Regentschaft Gottes ererben« (1.Kor.6:9 GtÜ).

Spätestens an dieser Stelle sollte jedem klar werden, dass Ehebruch oder Hurerei nicht etwa  Kavaliersdelikte sind in Gottes Augen. Die Welt spricht ja verharmlosend von einem »Seitensprung«, von einer »Liebesaffäre« oder einem »Techtelmechtel«. Die Bibel beschreibt an einer Stelle, wie ein typischer Ehebruch abläuft: »Und ich sah unter den Einfältigen, gewahrte unter den Söhnen einen unverständigen Jüngling... Und siehe, ein Weib kam ihm entgegen im Anzug einer Hure und mit verstecktem Herzen. - Und sie ergriff ihn und küsste ihn, und mit unverschämtem Angesicht sprach sie zu ihm: ‚…Komm, wir wollen uns in Liebe berauschen bis an den Morgen, an Liebkosungen uns ergötzen. Denn der Mann ist nicht zu Hause, er ist auf eine weite Reise gegangen...‘ Sie verleitete ihn durch ihr vieles Bereden, riss ihn fort durch die Glätte ihrer Lippen. Auf einmal ging er ihr nach, wie ein Ochs zur Schlachtbank geht, und wie Fußfesseln zur Züchtigung des Narren dienen, bis ein Pfeil seine Leber spaltet; wie ein Vogel zur Schlinge eilt und nicht weiß, dass es sein Leben gilt« (Spr.7:7-22).

Vor Jahren fuhr ich mal mit einem Bruder nach Ecuador um Geschwister zu besuchen. Wolfgang war Mitte 40, glücklich verheiratet und hatte vier Kinder im Pubertätsalter. Doch dann begegnete er Betty, einer ledigen Lehrerin, die ihm schöne Augen machte und ihm im wahrsten Sinne des Wortes den Verstand raubte. Als ich bemerkte, dass zwischen den beiden etwas lief, stellte ich Wolfgang zur Rede. Ich konnte es nicht fassen, als er mir mit der Plattitüde kam »Kann denn Liebe Sünde sein?« All meine Warnungen stieß er in den Wind und ließ sich von seiner Frau scheiden, um Betty zu heiraten. Solche Christen haben offensichtlich überhaupt keine Gottesfurcht mehr. Sie glauben vielleicht, dass Gott Verständnis hätte für ihre fleischliche Schwäche. »Also ist der Weg eines ehebrecherischen Weibes: sie isst, und wischt ihren Mund und spricht: Ich habe kein Unrecht begangen« (Spr.30:20).

Sie haben sich im Grunde einen eigenen Gott geschaffen, der alles so toleriert, wie sie es gerne hätten (Ps.50:21). Interessant ist, dass das 7. Gebot auf der zweiten der beiden Gesetzestafeln an zweiter Stelle steht parallel zum 2. Gebot, das auf der ersten Steintafel an zweiter Stelle steht. Auf der ersten Steintafel geht es ja vor allem um die Beziehung zwischen Gott und den Menschen, und auf der zweiten um die Beziehungen der Menschen untereinander. So wie man durch Götzendienst Gott gegenüber untreu wird, so wird ein Mensch durch Ehebruch seinem Ehepartner untreu. Aber den Schaden hat nicht nur dieser und die gemeinsamen Kinder, sondern häufig auch die Familie der ebenso treulosen Komplizin. Weil David durch seinen Ehebruch eine ganze Familie zerstörte, sollte auch seine eigene Familie auseinanderbrechen (2.Sam.11). »Wer mit einem Weibe Ehebruch begeht, ist unsinnig; wer seine Seele verderben will, der tut solches« (Spr. 6:32).

 

Scheidung – eine Verleitung zum Ehebruch

Einem Ehebruch geht häufig eine unglückliche Beziehung voraus. Die Ehe ist wie ein Garten, der »in Schuss« gehalten werden muss, damit nicht Dornen und Disteln wachsen können. Wenn aber nach vielen Jahren die Eheleute feststellen, dass sie ihre Beziehung schon lange sehr vernachlässigt haben, ist es manchmal schon zu spät für Verbesserungen, da einfach die Kraft fehlt, seine liebgewonnenen Gewohnheiten zu verändern. Statt aber nach gerade rechtzeitig eine Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen in Form einer christlichen Eheberatung, entscheiden sich leider viele Paare für den bequemeren Weg einer Trennung.

Der Mensch ist aber normalerweise nicht dazu begabt, allein zu sein (1.Mo.2:18, Pred.4:9). Neben den sozialen Bedürfnissen hat der Mensch ja auch den Sexualtrieb, der gestillt werden möchte. Dies ist aber eben nur in einer Ehe erlaubt, so wie geschrieben steht: »Wegen der Gefahr der Hurerei soll ein Mann die eheliche Beziehung mit seiner Frau pflegen, und eine Frau soll die eheliche Beziehung mit ihrem Mann pflegen. Der Mann darf sich seiner Frau nicht verweigern, und genauso wenig darf sich die Frau ihrem Mann verweigern. Die Frau hat über ihren Körper kein Verfügungsrecht, sondern der Mann, und ebenso hat der Mann kein Verfügungsrecht über seinen Körper, sondern die Frau. Keiner von euch darf sich seinem Ehepartner entziehen, es sei denn, ihr beschließt gemeinsam, eine Zeitlang auf den ehelichen Verkehr zu verzichten, um euch ganz auf das Gebet zu konzentrieren. Aber danach sollt ihr wieder zusammenkommen; sonst könnte euch der Satan in Versuchung bringen, weil es euch schwer fallen würde, euer sexuelles Verlangen zu kontrollieren« (1.Kor.7:2-5).

Es ist erstaunlich, wie Paulus, der ja selber unverheiratet war, Verständnis hatte für die Schwachheit der Menschen. Sich ein Leben lang der sexuellen Lust zu enthalten, ist nach den Worten des HErrn eine besondere Gabe: »Nicht alle fassen dieses Wort, sondern denen es gegeben ist« (Mat.19:11). Deshalb ist die von der Katholischen Kirche geforderte Ehelosigkeit für Priester (Zölibat) für die allermeisten von ihnen eine »Vorschrift der Mühsal«(Jes.10:1). Paulus schreibt weiter: »Am liebsten wäre mir ja, wenn jeder wie ich die Befähigung hätte, ledig zu bleiben. Aber es haben nicht alle die gleiche Gnadengabe; dem einen gibt Gott diese, dem anderen eine andere. Den Unverheirateten und den Verwitweten rate ich, (ehelos) zu bleiben, wie ich es bin; das ist das Beste für sie. Fällt es ihnen jedoch zu schwer, ihr Verlangen zu beherrschen, dann sollen sie heiraten. Es ist besser zu heiraten, als (von unerfülltem Verlangen) verzehrt zu werden [wörtl. »als von feur(igem Verlangen bedräng)t zu sein]« (1.Kor.7:7-9 NGÜ u. GtÜ). 

Warum das Unverheiratetsein besser sein soll, erklärt er dann etwas später, indem er von der Unfreiheit der Ehemänner spricht, weil sie ständig die Erwartungen ihrer Frauen erfüllen müssen (1.Kor.7:33). Jeder Ehemann kann davon ein Lied singen. Ob es nun der gemeinsame Einkaufsbummel am Wochenende ist oder der (Pflicht-) Besuch bei den Verwandten und Freunden: immer muss der Mann dabei sein, da ja schließlich alle anderen Männer auch immer brav mitkommen. Und nicht zu vergessen die Gartenarbeit! Und der gemeinsame Urlaub! und,und, und. »Drum prüfe wer sich ewig bindet« empfahl schon Schiller. Und dann kommen auch noch die Wechseljahre! Diese waren wahrscheinlich der Anlass für die Empfehlung in Spr.25:24 »Besser auf einer Dachecke wohnen, als ein zänkisches Weib und ein gemeinsames Haus«.

Einige Pharisäer lösten dieses Problem dadurch, indem sie ihrer Ehefrau einen Scheidebrief gaben, um sich dann die nächste zu nehmen. Ähnlich wie Ex-Kanzler Gerhard Schröder mal sagte: »Ich brauche alle 12 Jahre eine neue Frau« (…und dann am besten gleich noch eine jüngere!). Die Möglichkeit, die »Mose« im Gesetz gab, seiner Frau einen Scheidebrief zu geben, wenn er »etwas Anstößiges« an ihr gefunden hat (5.Mo.24:1), wurde von vielen Pharisäern schamlos ausgenutzt und missbraucht. Der HErr Jesus schob aber einen Riegel vor diese Praxis, indem Er sprach: »Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Manne Entlassene heiratet, begeht Ehebruch« (Luk.16:18).

Widersprach der HErr damit dem Gesetz? Nein, keineswegs. Die Scheidebriefregelung diente dem Rechtsschutz der entlassenen Frau, damit, wenn sie wieder geheiratet (und damit sozial versorgt) wurde, ihr vormaliger Mann sie und ihren neuen Mann nicht des Ehebruchs anklagen konnte. »Von Anfang« hatte Gott sich den Menschen als eine Einheit vorgestellt, die aus zwei Teilen besteht, ähnlich der rechten und linken Gehirnhälfte. Das hebr. עצֵּלָ֛ Ze´La˜ in 1.Mo.2:22 bedeutet eigentlich nicht »Rippe«, sondern »Seite« und wird auch in diesem Sinne an anderen Stellen so gebraucht (z.B. 2.Mo.26:20,26,27,35, 1.Kön.6:5,8,15,16,34, Hes.41:5,6,ff).

Man stelle sich vor, dass Gott bei der Erschaffung von Eva den Adam wie eine Zelle »geteilt« hat, um aus beiden Hälften jeweils selbständige Einheiten zu bilden. Deshalb finden wir heute in jeder einzelnen Zelle sowohl X- als auch Y-Chromosomen. Und durch die Schaffung der Sexualität hat Gott sie dann wieder wie zwei passende Puzzleteile »zusammengefügt«. Es handelt sich hier also bei jeder Ehe um ein neues Schöpfungswerk Gottes, und deshalb sollte der Mensch dieses auch nicht mehr scheiden.

Der HErr Jesus sagt: »Ich aber sage euch: Wer irgend seine Frau entlassen wird, außer auf Grund von Hurerei, macht (o. BEWIRKT), dass sie Ehebruch begeht; und wer irgend eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch« (Mat.5:32). Wir haben hier einen Rechtsgrundsatz, der auch in unserem heutigen Rechtssystem noch gilt, nämlich der Haftung von Folgeschäden aufgrund unerlaubter Handlung. Das finden wir immer wieder in der Thora (z.B. 2.Mo.21-23), dass jemand auch dann haftbar gemacht wird, wenn er nicht direkt den Schaden verursacht hat, aber aufgrund von Fahrlässigkeit auch nicht verhindert hat. Ein Mann, der einen stößigen Stier (oder einen bissigen Hund) besitzt und nicht ausreichend dafür Sorge trägt, dass dieser keinen Schaden herbeiführt, muss voll und ganz dafür bezahlen, im Alten Bund sogar mit seinem Leben. Es gilt hier das Verursachungsprinzip.

Die Leichtfertigkeit, mit der damals und heute Ehen geschieden werden, ist erschreckend. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob sich Eheleute »nur« dauerhaft trennen oder sich scheiden lassen, denn vor Gott ist es das Gleiche. Das griechische Wort ἀπολυω APOLY´Oo = »ablösen, entlassen« wird nicht nur in Bezug auf Joseph gebraucht, der erwog, seine Frau Maria zu entlassen, sondern z.B. auch auf Pilatus, der den Barabbas »entlassen« musste. Man könnte es also auch übersetzen mit »jmd. seinem eigenen Schicksal überlassen, indem man sich zugleich aus seiner eigenen Verantwortung stiehlt«. So wie Kain sagte: »Bin ich etwa meines Bruders Hüter?!« Damals waren es ausschließlich Männer, die ihre Frauen entließen, während es heute überwiegend die Frauen sind, die – angestachelt durch die Illusionen der Emanzipation – sich von ihren Männern scheiden lassen, um ein neues und vermeintlich besseres Leben zu haben. Deshalb ruft Gott heute besonders diesen zu: »Ich hasse Entlassung, spricht der HErr, der Gott Israels; … So hütet euch in eurem Geist, dass ihr nicht treulos handelt« (Mal.2:16).

 

Hurerei

In der bereits zitierten Erklärung aus der Bergpredigt, macht der HErr Jesus eine bedeutsame Ausnahme: »Ich aber sage euch das jeder, der seine Frau entlässt, außer bei nachgewiesener Hurerei, macht, dass mit ihr die Ehe gebrochen wird; und wer wenn (sich die Gelegenheit bietet) eine entlassene Frau heiratet, lebt in ständigem Ehebruch« (Mat.5:32 GtÜ). Die hier gebrauchte griech. Formulierung παρεκτὸς λόγου πορνείας PAREKTOS LÓGOU PORNÄIAS, enthält das Wort LOGOS = Wort, hier gebraucht im Sinne von »Rechenschaft ablegen«, »einen Nachweis erbringen«, also nicht bloß aufgrund eines Verdachts. Hurerei (gr. πορνείᾳ, PORNÄIA) ist nicht das gleiche wie Ehebruch. In anderen Bibeln wird das Wort auch mit »Unzucht« oder »sexuelle Unmoral« übersetzt. Hurerei bedeutet aber nicht nur Prostitution, sondern jede nicht-eheliche bzw. außer-eheliche Beziehung auch mit unterschiedlichen Partnern wie vorehelicher Geschlechtsverkehr (inkl. Petting) oder sog. »offene Beziehungen«.

Mir begegnete mal ein junger Christ in der Fußgängerzone, als ich Traktate verteilte, und er erzählte mir, dass er verheiratet sei, aber in schwerer Sünde lebte, weil er ein Doppelleben führe. Dann machte er sein Portemonnaie auf und zeigte mir einen ganzen Batzen Visitenkarten. Er sagte, dass er zu jeder Zeit eine dieser Frauen anrufen und mit ihr Sex haben könnte, und das schon seit Jahren. Er wolle dies eigentlich nicht, aber er sei davon völlig abhängig. Er habe schon mit dem Gedanken gespielt, dies seiner Frau zu beichten, aber hatte Angst, dass sie sich dann von ihm trennen würde. Ich erinnerte ihn daran, dass kein Hurer oder Unreiner ein Erbteil im Reich Gottes haben wird (Eph.5:3-5), und ob es ihm das wert sei.

Es gibt aber auch eine geistliche Hurerei, das ist jede Form von unerlaubten Beziehungen (auch Verschwägerung 2.Mo.34:16, 5.Mo.7:3-4) mit Ungläubigen, vor allem aber mit Gott feindlichen Personen und Mächten. Dazu gehören Religionen und Ideologien oder gar deren Beteiligung an meiner Beziehung zu Gott (2.Mo.34:16). So hat die Hure Babylon ja bekanntlich »mit den Königen der Erde Hurerei getrieben«, d.h. Geschäftsbeziehungen unterhalten (Offb.18:3). Gott ist ein eifersüchtiger Gott, und Er will nicht, dass wir uns den Einflüssen der Welt so aussetzen, wie es Seine Braut Israel im Alten Bund tat, von der Er sich am Ende lossagte (Hos.1:9) und »ihr den Scheidebrief gab« (Jer.3:8). Er hatte sie wie ein junges Mädchen auferzogen und für sie gesorgt, aber sie bot – im Bilde gesprochen - sich jedem Passanten an, der am Wege vorbeiging und nahm dafür nicht einmal Geld (Hes.16:25,31). Aber die gleiche Gefahr sah auch Paulus für die Braut Christi im Neuen Bund, die er »als eine keusche Jungfrau dem Christus darstellen« wollte (2.Kor.11:3). Schon Jakobus warnte die Gläubigen: »Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft/ Liebe (betreffs/ vonseiten) der Welt Feindschaft gegen Gott (vonseiten Gottes) ist? Wer (auch immer) nun/also (die) Absicht (fasst)t /(den) Willensentschluss (fass)t, (ein) Freund der Welt zu sein, stellt sich als Feind Gottes dar« (Jak.4:4 GtÜ). Bileam hatte dem König Balak geraten – nachdem ein Verfluchen des Volkes Israel nicht möglich war – das Volk durch Hurerei mit den Moabiterinnen zu Fall zu bringen, indem Gott selbst Seinem Volk die Feindschaft erklären musste (4.Mo.31:16). Auch heute wird diese »Lehre Bileams« verkündigt, dass man ruhig alles mitmachen könne, was die Welt macht und das schon für Gott in Ordnung sei (Offb.2:14).

Pornografie

Im weiteren Sinne meint PORNÄIA natürlich auch das Anschauen von Pornografie. Diese gab es zwar noch nicht zu biblischen Zeiten, aber schon Hiob wusste, dass er beim Blick auf eine Jungfrau sexuelle Erregung verspüren würde, weshalb er mit seinen Augen einen Bund gemacht hatte (Hiob 31:1). Die Blöße eines Menschen (der nicht der eigene Ehepartner ist) aufzudecken, d.h. ihn nackt zu sehen, war schon schlimm genug und wurde im Alten Bund streng verboten (3.Mo.18 + 20). David nahm sich vor: »Was schändlich ist, werde ich nicht vor meine Augen stellen. Ich hasse es, wenn Menschen sich von Gott abwenden – nichts davon soll bei mir zu finden sein« (Ps.101:3 NGÜ). Ein Christ, der sich Pornos ansieht, befleckt nicht nur sein Denken, sondern öffnet sich auch einem dämonischen Einfluss, nämlich dem »Geist der Hurerei« (Hos.4:12, 5:4)

Männer reagieren im Gegensatz zu Frauen ja viel stärker auf optische Schlüsselreize. Der Konsum von Pornografie bewirkt im männlichen Gehirn einen Anstieg des Dopamins (Glückshormon), ähnlich wie es auch Kokain- und Spielsüchtige erleben. Im Lauf der Zeit werden dann aber immer höhere Grade von Stimulation nötig; gewöhnliche Sex-Bilder verlieren an Kraft, was dazu führt, dass die Konsumenten Bilder brauchen, die weitere Tabus brechen, um sich gleichermaßen gut zu fühlen. Die Männer selbst empfinden ihre Sucht als Kränkung ihres Selbstwertgefühls und entwickeln einen Selbsthass. Es gibt Brüder, die sich völlig zurückgezogen haben, nicht mehr zur Gemeinde gehen oder zum Hauskreis, weil sie sich als würdelos sehen und keine Kraft haben, sich nach außen weiter als fromm und gottesfürchtig zu geben. Wenn man sie anruft, um sich nach ihnen zu erkundigen, wollen sie meist nicht, dass man sie besucht. Und auch wenn sie nicht darüber sprechen wollen, ahnt man schon den Grund.

Als die Kinder Israel von ihren Feinden beherrscht wurden, haben sie sich in Höhlen und Bergklüften zurückgezogen (Richt.6:2). Damals fand sich auch kein »Schmied« im ganzen Lande Israel (1.Sam.13:19), also übertragen auf heute: das Wort Gottes (Schwert) wird - wenn überhaupt noch angewendet – nur noch in »abgestumpfter« Form geübt und verkündigt, weil die eigenen »Philister« in ihnen nicht erlauben, dass sie das Wort in all seiner »Schärfe« glauben, denn das würde bedeuten, dass sie Heuchler werden müssten, die es zwar predigen, aber nicht danach leben (Mat.23:3, 1.Kor.9:27).

So viele junge Brüder heute, die eigentlich gut geeignet wären, um das Wort Gottes zu verbreiten, hat der Feind zur Strecke gebracht und durch Pornografie unbrauchbar gemacht für das Reich Gottes! »Wie wurde verdunkelt das Gold, verändert das gute, feine Gold! Wie wurden verschüttet die Steine des Heiligtums an allen Straßenecken! Die Kinder Zions, die kostbaren, die mit gediegenem Gold aufgewogenen, wie sind sie irdenen Krügen gleichgeachtet…!« (Klag.4:1-2). Das ist genau die Situation heute: Die vormaligen »Jungfrauen und Jünglinge sind in Gefangenschaft geraten« (Klag.1:18). Ein Bruder bekannte mir mal seine Pornosucht, die schon seit Jahren sein Gewissen plagte. Er hatte gehofft, dass dieses Laster automatisch aufhören würde, als er eine Schwester aus der Gemeinde heiratete, aber dies erwies sich als Trugschluss. Ansonsten ist er hochbegabt, kaum einer kennt die Bibel so gut wie er, und seine Bibelauslegungen sind immer ein Genuss für das Herz. Aber weil er nicht frei kam von dieser Abhängigkeit, hat er sich traurigerweise selbst für unbrauchbar erklärt, um seine Gaben auch einzusetzen. Es ist wirklich ein Jammer! Als ich ihn mal fragte, wie er seine Beziehung zum HErrn einstufen würde auf einer Skala von 1 bis 10, antwortete er: »Derzeit unter 1…«.

Die »Hurereiklausel«

Um aber noch mal auf die Ausnahme in Mat.5:32 zurückzukommen: Was würde passieren, wenn seine Frau ihn eines Tages dabei erwischen würde, wenn er einen Pornofilm schaut? Dürfte sie sich dann von ihm scheiden lassen? Schließlich erlaubt der HErr doch hier im Falle von Hurerei die Scheidung (vergl. auch Mat.19:9). Und zudem sollen wir doch mit einem, »der sich Bruder nennt« und noch in Sünden wie Hurerei lebt, keine Gemeinschaft haben, ja »mit einem solchen nicht mal essen« (1.Kor. 5:11). Tatsächlich aber stünde eine sofortige Scheidung im Widerspruch zu dem Grundsatz, dass wir dem Sünder vergeben sollen, wenn er seine Schuld bereut. Auch der HErr Jesus hat ja der Ehebrecherin vergeben, nachdem ihre Ankläger aufgrund persönlicher Schuld auf eine Bestrafung verzichtet hatten (Joh.8:10-11); aber Er mahnte sie auch: »Gehe hin und sündige nicht mehr.« Auch wir sollen einander immer wieder vergeben, wenn nötig sogar bis zu »70 mal 7 mal« am Tag, sofern der Sünder seine Schuld bereut und gegen die Sünde ankämpfen will. Die Sünder sollten aber auch irgendwann »der Buße würdige Früchte« zeigen, indem sie »den Anstoß zu ihrer Missetat« aus ihrem Leben entfernen, anstatt ihn weiter zugänglich zu haben (Hes.14:1-11).

»Ihr habt gehört, daß gesagt ist: ‚Du sollst nicht ehebrechen‘. Ich aber sage euch, dass jeder, der ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen. Wenn aber dein rechtes Auge dich (irgendwann / immer wieder)-verstrickt (zu Sünde oder Untreue verleitet), reiß es (sofort /völlig / mit einem Ruck / mit ganzer Entschiedenheit) heraus und wirf es weg von dir! Denn nutzbringend ist es dir, dass verloren( geh)t /zugrunde geht eines deiner Glieder und nicht dein ganzer Leib in die Gehenna geworfen wird…« (Mat. 5:27-29). Außer dem Kirchenvater Origenes kenne ich keinen, der »sich um des Reiches der Himmel willen verschnitten« hat, also zum Eunuchen wurde (Mat. 19:12). Aber es gab sicher schon viele, die es versucht haben aus lauter Verzweiflung. Tatsächlich wollte der HErr aber nicht unbedingt, dass wir uns kastrieren, sondern wir sollen unseren Willen trainieren mithilfe des Heiligen Geistes, der für uns wie ein Boxer-Coach ist, der uns berät.

Wenn aber ein Christ irgendwann aufhört zu kämpfen, weil er nicht den Glauben hat, dass er mit Gottes Hilfe je einen Sieg haben wird gegen seine sündigen Neigungen, dann kann es für eine Ehe auf Dauer sehr belastend sein. Wenn z.B. ein Bruder feststellt, dass er sich zu anderen Männern hingezogen fühlt oder eine Schwester zu anderen Frauen, und dieser Neigung nachgibt, dann ist das Ehebruch. Wenn er oder sie diesen fortgesetzt ausübt, ist es Hurerei, die den treuen Ehepartner zur Scheidung berechtigt (Mat.5:32, 19:9).

Wir kennen eine Glaubensschwester, die sich mit dem Prediger einer Gemeinde verheiratet hatte, aber schon kurz nach ein paar Jahren bemerkt, dass er sie ständig mit anderen Frauen betrog. Wir hatten ihr geraten, diesen fortwährenden Ehebruch (= Hurerei) den Ältesten ihrer Gemeinde anzuzeigen, weil er damit ja auch die Gemeinde und deren Zeugnis vor der unsichtbaren Welt schädigte. Dann würde dieser Prediger von der Gemeinde entlassen (und auch von keiner anderen Gemeinde mehr einstellt) werden und (mit oder ohne Scheidung); weil sie arm ist, wäre keine gute Ausbildung ihres Sohnes mehr möglich, so dass sie uns ihr Sohn ein Leben in Armut vor sich hätten. Die Schwester fand nicht die Kraft und den Glaubensmut, ihren Mann bei der Gemeinde anzuklagen. Weil die Gemeinde ein Leib ist (1.Kor.12:12), in dem alle Glieder voneinander abhängen (1.Kor.12:26), können wir dieser Schwester und vielen anderen kraftlosen Gläubigen dadurch zu Kraft und Glaubensmut verhelfen, dass wir unseren Glaubenskampf gemäß 1.Tim.6:12 und Jud.3 gegen unseren persönlichen und kollektiven Ungehorsam mit ganzer Entschiedenheit führen.

Ist eine Wiederverheiratung erlaubt?

Wenn ein Ehepaar geschieden ist, bedeutet das nicht unbedingt, dass die Ehe auch vor Gott geschieden ist. Der oder die betrogene Gläubige sollte darauf hinwirken, dass der Treulose zur Buße kommt und umkehrt (1.Kor.7:11). Spätestens aber dann, wenn dieser eine neue Ehe gegründet hat, gibt es keine Möglichkeit zur Versöhnung mehr, und diese wäre auch nach der Bibel Gott ein Gräuel (5.Mo. 24:4). Indes ist es dem gläubigen Teil auch nicht zuzumuten, Jahrzehnte lang auf den ungläubigen zu warten bis er vielleicht wieder zurückkehrt. »Der Bruder oder die Schwester ist in solchen (Fällen) nicht versklavt, (d.h. nicht sklavisch gebunden) … Denn was weißt du Frau, ob du den Mann retten wirst?« (1.Kor.7:15-16).

Das Nicht-gebunden-sein bedeutet zugleich ein Gelöst-sein nach göttlichem Recht. Eine Ehe kann also sowohl durch den Tod des Ehegatten als auch durch Scheidung von diesem gelöst werden. »In solchen (Fällen)« bedeutet, dass die Initiative und Verursachung vom untreuen bzw. ungläubigen Partner ausging. Dies ist nicht unwesentlich, denn in Vers 27 sagt Paulus wörtlich: »Bist du gebunden worden an eine Frau, so suche nicht Lösung (von ihr); bist du gelöst worden (weg) von einer Frau, so suche keine Frau« (1.Kor.7:27 GtÜ). Wenn ein Gelöstwordensein von einer Frau nur durch den Tod derselben möglich wäre – wie manche aufgrund von Röm.7:1-6 vermuten – dann wäre die Aufforderung von Paulus, keine Lösung von ihr zu suchen, so gemeint, als solle er sie nicht umbringen. Wenn die Loslösung jedoch in einer nach göttlichem Recht verbindlichen Scheidung besteht, dann ist das passive Gelöstwordensein keine Sünde des Gelöstwordenen gewesen, sondern der oder des aktiv Lösenden.

Das ist deshalb wichtig, weil Paulus in Vers 28 weiter schreibt: »Wenn du aber doch heiratest/(geheiratet hast), so hast du (damit) nicht gesündigt; und wenn die Jungfrau heiratet, so hat sie (damit) nicht gesündigt; aber (Be)drängnis/Drangsal/ (Be)drückung für das Fleisch werden solche die so-beschaffenen haben; ich aber (möchte) euch schonen« (1.Kor.7:28 GtÜ). Wieso sollte jemand, der noch nie verheiratet war, überhaupt dadurch sündigen können, dass er heiratet? Weil es hier eben nicht um normale Ledige geht, die noch nie verheiratet waren, sondern um »Gelöstwordende«, wie es im Satz zuvor heißt. Diese haben nicht gesündigt, wenn sie eine neue Ehe eingehen, aber es wird hier ausdrücklich von Paulus empfohlen, dass sie es lieber nicht tun sollten, vielleicht auch deshalb, weil sie nämlich dann von anderen Geschwistern zu Unrecht als Ehebrecher verdächtigt werden könnten.

Leider haben die meisten Bibeln das Wort λέλυσαι LÄLYSAI = »Bist du gelöst worden…« falsch übersetzt mit »Bist du frei…«. Es handelt sich hier aber nicht um das Adjektiv »frei« (gr. ÄˑLÄU´ThEROS), sondern um die Perfekt-Passiv-Form des Verbes LY´Oo = Lösen. Kaum einer merkte, dass Paulus sich hier nicht tautologisch (zwei Mal im gleichen Satz) an die Noch-nie-Verheirateten (= Jungfrauen) wendet, sondern an die unverschuldet aus einer zerbrochenen Ehe »Gelösten«. Diese sollen ihr Schicksal aber nun nicht selbst in die Hand nehmen und aktiv einen neuen Ehepartner suchen, sondern es dem HErrn überlassen, ob Er ihnen noch einen solchen vor die Füße legen wird. Nur für jüngere Witwen, die auf Versorgung angewiesen sind, wird die Wiederheirat in 1.Tim.5:11-14 ausdrücklich angeordnet.

Hier wird nun der Einwand erhoben, dass der HErr Jesus in den Parallelstellen Mark.10:11 und Luk.16:18 den Ausnahmefall der Hurerei (wie in Mat.5:32 und 19:9) nicht erwähnt, sondern das Gebot absolut und uneingeschränkt formuliert. Die scheinbare Diskrepanz zwischen den Worten des HErrn und denen durch Paulus darf aber nicht dadurch aufgelöst werden, dass man, wie es viele Bibeln und Ausleger tun, in 1:Kor.7:27 dem Wort Gottes grammatische Ungenauigkeit unterstellt (- ein schwerwiegender Präzedenzfall, dies auch an vielen anderen Stellen zu tun-), sondern indem man die in Mat.5:32 und 19:9 angegebene Einschränkung »außer bei nachgewiesener Hurerei« auch in Mark.10:11 und Luk.16:18 zugrunde legt und sie nicht nur auf das Recht zur Ehescheidung, sondern ebenso auf das zur Wiederverheiratung bezieht. Das Fehlen der Einschränkung an den beiden Stellen ist aber ein starker Hinweis dafür, dass das Recht auf Ehescheidung und besonders das auf Wiederverheiratung keinesfalls freizügig, sondern vielmehr nur mit größter Zurückhaltung und Scheu gehandhabt werden darf. Wer seine Ehe leichtsinnig oder gar vorsätzlich zu Bruch fährt, hat dieses Recht verspielt und kann sich nicht darauf berufen.

Leider werden heute aufgrund dieser Missverständnisse wiederverheiratete Gläubige aus bibeltreuen Gemeinden ausgeschlossen ohne zu prüfen, was im Einzelfall die Ursache für die zerbrochene Ehe war. Dem Feind ist es hier gelungen, einen Keil zwischen Bibeltreuen zu treiben, damit Brüder, die sich nichts zu Schulden kommen ließen, dauerhaft mundtot gemacht werden. Ihnen klebt bei allem Verständnis der Makel an, dass sie nicht lieber auf eine erneute Ehe verzichtet haben. Dabei wird übersehen, dass die wenigsten Brüder die Gabe der Ehelosigkeit haben und die Ehe sie bewahrt, um nicht in Hurerei und Unreinheit zu fallen. Es ist – wie der Geist Gottes schon angekündigt hat – dass »in späteren Zeiten [auch: »in hysterischen Zeiten«, gr. hYSTÄROIS] einige (Christen) der Glaubenstreue* abstehen werden, weil sie (ihre aufmerksame )Zu(wendung) haben (zu) irreführenden Geistern und Belehrungen von Dämonen, infolge der Heuchelei von Lügenrednern, die gebrandmarkt sind in Bezug auf ihr eigenes Gewissen, die verwehren zu heiraten…« (1.Tim.4:1-3 GtÜ, *d.h. auch führende Christen, die sich zuvor u. danach durch besondere Glaubenstreue auszeichneten). Der HErr Jesus erwidert diesen modernen Pharisäern wie damals: »Wenn ihr aber erkannt hättet, was es bedeutet: ‚Am Erbarmen habe Ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, so hättet ihr die Unschuldigen/Unverursachenden nicht (durch Rechtsspruch) verurteilt« (Mat.12:7 GtÜ).

Der Weg zurück

Auch nach einer rechtlichen Scheidung ist die Ehe vor Gott zunächst weiterhin gültig, und solange es noch nicht zu spät ist, sollte der glaubenstreue Entlassene die Versöhnung anstreben und vergebungsbereit sein. An einer Ehekrise ist nie immer nur einer Schuld, sondern beide Seiten. Wer aufrichtige Einsicht hat in seine eigenen Fehler, macht es dem anderen leichter, auch eigene Versäumnisse zuzugeben. Zudem hilft es, wenn man sich an die guten Zeiten erinnert, die man miteinander verbracht hat und man sich der guten Seiten des anderen bewusst wird, für die man dankbar ist.

In Mat.1:3 lesen wir: »Juda aber erzeugte den Perez…«. Wenn man die Bedeutung dieser beiden Namen beachtet, nämlich Juda=Lob und Perez=Durchbruch, dann lernen wir hier, dass ein Lob für den anderen einen Durchbruch in einer verfahrenen Ehekrise erzeugen kann (vergl. Ri.8:1-3). Man kann gemeinsam sprechen über die Ursachen in der Vergangenheit, die falsche Weichenstellung und die gemeinsame Gewöhnung an Missstände, die für die Liebe zueinander allmählich zum »Kolbenfresser« wurden. Auch meine Frau und ich hatten in unserer Ehe viele Krisen, aber das Thema Scheidung oder Fremdgehen war für uns immer ein Tabu. Wir sind in diesem Jahr durch Gottes Gnade 25 Jahre verheiratet und unsere Liebe zueinander ist die von siamesischen Zwillingen.

 

 

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Preisgünstige Unterkunft und Rundreise möglich durch die Familie meiner peruanischen Ehefrau 

IMG 0365Mein Schwager, Dr. Israel Condori (59), hat in Ica (im Süden Perus) ein Freizeitheim mit Paradiesgarten, Pool und Volleyballplatz, wo auch wir als Familie regelmäßig Urlaub machen. Bei den Condoris geht es ganz familiär zu: Die beiden Söhne Jonathan und Joel organisieren mit den Gästen Rundreisen an die schönsten Orte Perus (z.B. Macchu Picchu) und die Frauen kümmern sich um das leibliche Wohl der Gäste. Der Rund-um-Service kostet $ 50 USD/Tag (d.h. Vollpension + Führung) zzgl. Reisekosten. Grundkenntnisse der spanischen Sprache sind von Vorteil.
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(bitte nur bei ernsthafter Reiseabsicht).

 

 

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