"Und ER ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt das Grün aus der Erde."

(2. Sam. 23:4)

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„Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anziehen.“ (Röm.13:12)

Prophetische Ereignisse 15

Die 144.000 Jungfräulichen des Lammes

1 Und ich sah: Und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144 000, die Seinen Namen und den Namen Seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen. 2 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Rollen eines lauten Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfensängern, die auf ihren Harfen spielen. 3 Und sie singen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen als nur die 144 000, die von der Erde erkauft waren. 4 Diese sind es, die sich mit Frauen nicht besudelt haben, denn sie sind jungfräulich; diese sind es, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm erkauft worden. 5 Und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig.“. (Offb.14:1-5).

Ich sehe keinen Grund für die Annahme, dass die 144.000 hier nicht buchstäblich gemeint wären. Es handelt sich hier um eine „Erstlingsgabe für Gott und das Lamm“, d.h. eine bevorzugte Auswahl aus allen anderen Gläubigen. Wir haben ja schon in Kapitel 7 von ihnen gelesen, dass sie sich aus allen Stämmen der Kinder Israel zusammensetzen – ein Hinweis darauf, dass die verschollenen 10 Stämme nicht wirklich verloren, sondern inzwischen gefunden sind in den Gläubigen des neuen Bundes, nämlich im sog. Christlichen Abendland. Diese Elite wird bei des HErrn Ankunft (griech. PAROUSIA, wörtl. „Gegenwart“) mit Ihm auf dem Berg Zion sein, während die antichristlichen Truppen gegen die heilige Stadt anstürmen (Joel 2:32). Während die Anhänger des Antichrists das Zeichen des Tieres auf ihren Stirnen tragen, tragen diese treuen Jünger Jesu den Namen des HErrn auf ihren Stirnen. Kann es einen sichereren Ort geben als an der Seite des HErrn? Aber auch wir können uns heute allezeit bei Ihm geborgen wissen. In dem Wort „Geborgenheit“ ist das Wort „Berg“ enthalten; denn die Hirten haben früher ihre Schafe bei drohenden Überschwemmungen immer auf einen Berg gebracht, wo sie in Sicherheit sind, und das wird für uns Gläubige in der Zukunft der Berg Zion sein. Aber im Grunde ist es natürlich der HErr selbst, in dem wir uns bergen: „Und ein Mann wird sein wie ein Bergungsort vor dem Winde und ein Schutz vor dem Regensturm…“ (Jes.32:2).

Nun erschallt eine Stimme „wie von Harfensängern, die auf ihren Harfen spielten“. Dies sind wohl die himmlischen Heerscharen, die gemeinsam „ein neues Lied“ singen vor den 24 Ältesten und den vier lebendigen Wesen aus Offb.5:8. Ihr Gesang verbindet sich einmütig zu „EINER Stimme“ (vergl. Apg.4:24, Röm.15:6, Phil.2:2+11, Offb.19:1+6). Zeitgleich verstummen die Harfen der Hure Babylon für immer (Offb.18:22). Von einem „neuen Lied“, das man dem HErrn singen sollte, lesen wir immer wieder, besonders in den Psalmen (Ps.33:3, 40:3, 96:1, 98:1, 144:9, 149:1, Jes.42:10). Wie oft war diese Aufforderung schon ein Ansporn für die christlichen Liederdichter, immer wieder neue Lieder zu komponieren! Geistlich gesehen steht das „neue Lied“, das der HErr in uns gelegt hat, für unseren Neubeginn mit dem HErrn und unsere damit verbundene Dankbarkeit zu Gott, - im Gegensatz zu dem „alten Lied“, von dem Manfred Siebald sang: „Es ist das Lied meines Lebens, das endlos in wirren Kreisen sich dreht, müde vor Hoffnung auf irgendetwas, was nicht schon längst in den Noten steht: Fallen und aufstehen, dasselbe nochmal, und wieder gestolpert und vorwärts bemüht. Was ich auch versuche – es bleibt überall immer nur wieder das alte Lied, immer das alte Lied…“ Das neue Lied aber kann man nur lernen, wenn man von der Erde erkauft wurde. Wenn wir sagen: „Davon kann ich ein Lied singen“, meinen wir damit: „Das kann ich aus eigener, leidlicher Erfahrung nur bestätigen.“ Hier sieht man also redensartlich, wie eng das Singen mit der eigenen Erfahrung verbunden ist.

Die „Nicht-Besudelung mit Frauen“ muss nicht zwangsläufig buchstäblich gemeint sein (abgesehen davon ist eine Ehe ohnehin keine Besudelung mit Frauen), sondern bezieht sich vielmehr auf eine Enthaltsamkeit gegenüber anderen verführerischen Einflüssen der Welt, wie z.B. fremden Lehren und Philosophien, aber auch Filmen und PC-Spielen, die die Aufmerksamkeit genauso bannen können wie die Blicke eines hurerischen Weibes. Würde es indes tatsächlich um das Zölibat gehen, dann wären Frauen nicht nur durch das Wort „besudelt“ diskriminiert, sondern ja von vornherein ausgeschlossen von der Teilnahme an den 144.000, da eine Frau sich wohl kaum mit anderen Frauen besudelt. Zu den „Jungfräulichen“ gehören aber selbstredend auch Frauen und ganze Gemeinden, die sich von der Welt unbefleckt erhalten haben (Jak.1:27). Jungfräulichkeit wird gemäß 2.Kor.11:2-3 dadurch gewahrt, indem man von der „Einfalt gegenüber dem Christus“ nicht abgewendet wird, was sich in der Regel erst in einer Versuchung erweist. Das Verderben kann aber auch und gerade von Christen kommen, die einen „andersartigen Christus“ vermitteln, der z.B. sich angeblich den fleischlichen Bedürfnissen anpasst oder viel gleichgültiger ist als der wahre Christus (2.Kor.11:4).

Doch dass selbst jungfräuliche Christen durch Nachlässigkeit eine mangelnde Geistesfülle und Glaubensbewährtheit haben können, lehrt uns das Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Mt.25:1-13). Es gibt geistlich gesprochen sogar unzählige „Jungfrauen“ des HErrn, aber nur von einer zählbaren Schar, kann der HErr sagen: „(Nur) EINE ist meine Taube, meine Vollkommene; sie ist die Einzige ihrer Mutter, sie ist die Auserkorene ihrer Gebärerin“ (Hohl.6:8-9). Die „Mutter“ ist in diesem Fall das himmlische Jerusalem (Gal.4:26). Im Hohelied finden wir all die vielen Facetten, durch welche sich diese Eliteschar des HErrn von all den anderen Gläubigen unterscheidet, die sich mit einer mittelmäßigen oder gerademal ausreichenden Frömmigkeit schon zufriedengaben. Für die törichten Jungfrauen wird es ein böses Erwachen geben, wenn sie „um Mitternacht“ feststellen, dass sie zu wenig Öl in ihren Lampen haben. Wer sich zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend im Glauben bewährt hat, wird von der Entrückung ausgeschlossen und muss die zweiten 3 ½ Jahre auf der Erde verbringen. Nur relativ wenige werden würdig erachtet werden, „diesem allen zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen“ (Luk.21:36). Viele laufen in der Rennbahn, aber nur eine/r gewinnt den Preis (1.Kor.9:24). Diesen erlangen wir nur durch Enthaltsamkeit und Entsagen.


Die drei Engel mit ihren Gerichtsankündigungen

6 Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen, der das ewige Evangelium hatte, um es denen zu verkündigen, die auf der Erde ansässig sind, und jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk; 7 und er sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm Ehre! Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den an, der den Himmel und die Erde und Meer und Wasserquellen gemacht hat! 8 Und ein anderer, zweiter Engel folgte und sprach: Gefallen, gefallen ist das große Babylon, das mit dem Wein seiner leidenschaftlichen Unzucht alle Nationen getränkt hat. 9 Und ein anderer, dritter Engel folgte ihnen und sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und ein Malzeichen annimmt an seine Stirn oder an seine Hand, 10 so wird auch er trinken vom Wein des Grimmes Gottes, der unvermischt im Kelch seines Zornes bereitet ist; und er wird mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. 11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf für Äonen von Äonen*; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, und wenn jemand das Malzeichen seines Namens annimmt. 12 Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. 13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: Schreibe: Glückselig die Toten, die von jetzt an im Herrn sterben! Ja, spricht der Geist, damit sie ruhen von ihren Mühen, denn ihre Werke folgen ihnen nach.“ (Offb.14:6-13 ELB *mit Einschub einer Übersetzungskorrektur)

Wörtlich heißt es in Vers 6 „im Zenit des Himmels“, also am höchsten Punkt des Himmelgewölbes, der umgangssprachlich zugleich den Zeitpunkt des großen Finales einleitet, im Englischen Showdown genannt. Zeitlich befinden wir uns am Beginn der letzten 3 ½ Jahre der antichristlichen Herrschaft, wo noch immer zur Umkehr aufgerufen wird durch ein „ewiges Evangelium“ [wörtl. „äonisch( gültig)e Wohlkunde“], das im Vergleich zu dem uns geläufigen Evangelium Jesu Christi deutlich abgespeckt ist. Es mag irritierend sein, dass eine allerletzte Warnung an die auf der Erde verbliebene Menschheit als „Wohlkunde“ bezeichnet wird, aber solange noch eine Umkehrmöglichkeit gewährt wird, ist es ja eine gute Nachricht. Hier geht es also nicht um DAS Evangelium, wohl aber um EINE gute Botschaft.

Freilich ist es nun nicht mehr möglich, dem beginnenden Gericht Gottes zu entfliehen; aber wie bei einem irdischen Strafverfahren lässt sich die Strafe durch eine Anerkennung des Gerichts und ein Eingeständnis der eigenen Schuld wenigstens abmildern. All die Jahrhunderte hatte Gott die Sünden und die Unbußfertigkeit der gottlosen Menschheit ertragen, die Ihn doch durch Seine Werke hätte erkennen können (Röm.1:18-25). Nun aber wird ihr ein letztes Mal Gelegenheit gegeben, die Werke Gottes lobend anzuerkennen („Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen“), etwa so, wie wenn man einem Mörder vor der Hinrichtung Gelegenheit gibt, sich bei den Angehörigen zu entschuldigen. Genau diese lebenspendenden Werke Gottes, die sie wie eine Selbstverständlichkeit nutzten, ohne Gott dafür zu danken, werden ihnen jetzt durch die Zornesschalen entzogen, damit sie erkennen, wie sehr sie all die Jahrhunderte hinweg auf Gottes Güte angewiesen waren, ohne diese (an)erkannt zu haben. Hätte Gott die Erde für uns nicht bewohnbar gemacht, wäre sie in den sechs Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte wie ein unerträglicher „Feuersee“ gewesen.

Der zweite Engel kündigt nun den Fall „Babels“ an. Das Hebräische BaLaL heißt „verwirren“ bzw. „vermischen“ und meint das mit Lüge und Wahrheit vermischte und dadurch Verwirrung stiftende Pseudochristentum, das in Kap.17 als „Hure“ bezeichnet wird. Es hat mit der Gier ihrer Hurerei die Nationen getränkt und betrunken gemacht. So wie Wein die Sinne benebelt, so hat auch die Hure Babylon den Menschen den Zugang zum Reich der Himmel vernebelt (Lk.11:52). Seit dem Turmbau zu Babel stand diese Stadt immer für die Eigenmächtigkeit und den Abfall von der Glaubenstreue gegenüber Gott und Seinem Wort und als Erfinderin des Götzendienstes, der sich von dort auf der ganzen Welt ausbreitete. Gott hatte damals beschlossen, sie an all ihren zukünftigen Vorhaben nicht zu hindern (1.Mo.11:6), aber Er verwirrte ihre Sprache, um eine frühzeitige Vereinigung der Welt zu verhindern. Jetzt aber im Zeitalter des Internets wird die Gleichschaltung und Kontrolle über die Menschheit schon so weit fortgeschritten sein, dass Gott sie endgültig zu Fall bringen muss.

Während Babel der Haupttäter sein wird, verkündigt der dritte Engel das Gericht über die Mittäter, nämlich all jene Menschen, die sich bewusst zur Huldigung des Tieres und seines Bildes bzw. der Annahme seines Malzeichens entschieden haben und damit zur erklärten Feindschaft gegen Gott. Wer den Becher der Hure trank, der soll nun auch aus dem Zornesbecher Gottes trinken. „Unverdünnt“ bedeutet „nicht abgemildert“, d.h. es werden keine mildernden Umstände mehr gelten gelassen. Die Bestraften werden die vollen Konsequenzen ihres Tuns zu spüren bekommen. Das Tier – und damit auch das Tierische – zu verehren und anzubeten, anstatt den Schöpfer ist sicherlich die schlimmste Beleidigung Gottes, die eine entsprechende Vergeltung erfordert. Hier wird erkennbar, dass die Annahme des Malzeichens nicht aus Versehen passieren kann, oder dass es nicht möglich sein wird, dass sich die Menschen nicht über die Konsequenzen im Klaren sein konnten. Vielmehr werden die Menschen wohl in der Annahme handeln, dass der Antichrist am Ende siegen werde und ihn deshalb mit vollem Einsatz und Loyalität unterstützen.

Die Quälung dieser Menschen soll „vor den Augen der heiligen Engel und des Lammes“ geschehen, was uns wiederum an die beobachtenden Angehörigen eines Mörders erinnert, der, zum Tode verurteilt, auf dem elektrischen Stuhl oder mit einer Giftspritze hingerichtet werden soll. Wer das Sühneopfer des HErrn Jesus ganz bewusst ausschlägt, gleicht jenen, die den HErrn bei Seiner Kreuzigung verhöhnten und nun selbst erleben sollen, wie es ist, wenn man hilflos dem Spott und der Schande ausgesetzt wird (vergl. Jes.65: 12-15). Sie sollen „keine Ruhe haben Tag und Nacht“, eine entsetzliche Vorstellung! - und dann auch noch für eine unüberschaubar lange Äonenzeit, die auch kaum dadurch erträglicher wird, wenn man weiß, dass die Übersetzung mit „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ definitiv falsch ist (denn richtig hieße es: „für (einige) Äonen (von mehreren) Äonen“) . Aber da wir wissen, dass Gott gerecht richtet und wir uns an all das Leid erinnern, dass diese Menschen anderen Menschen schon angetan haben, dann dürfen wir dies vertrauensvoll und getrost dem HErrn überlassen. Und letztlich sollten wir auch bedenken, dass es sich hier um eine Warnung handelt („WENN“ in Vers 9), die vielleicht noch von vielen rechtzeitig beherzigt werden wird wie bei den Bewohnern von Ninive im Buch Jona.

Die Offenbarung ist ein Brief, den Johannes an Gemeinden versandte, die selbst gerade unter großen Qualen der Verfolgung litten; - und so fremd uns dies erscheinen mag, so sollte die Aussicht, dass jene Peiniger eines Tages selbst gepeinigt und zur Rechenschaft gezogen werden, den damaligen Gläubigen Trost spenden. Doch war auch diese Verheißung – wie auch alle anderen – natürlich eine Frage des Glaubens, weshalb Johannes schreibt: „Hier(in) ist [i.S.v. erweist sich] das Ausharren [wörtl. das Untenbleiben, d.h. unter dem bleiben, was Gott auferlegt hat] der Heiligen, die die Gebote Gottes und die Treue (zu) Jesu halten“ (V.12). Und wie zur Bestätigung erfolgt dann noch ein Trost aus dem Himmel, dass die Märtyrer im Tode „ausruhen von ihren Mühen, denn ihre Werke folgen ihnen nach“. Man kann es vergleichen wie mit einer weiten Flugreise, bei der man ein wertvolles Gepäckstück aufgibt und es trotz vielen Umsteigens am Zielflughafen wiederbekommt. Das Gepäck ist in diesem Fall all das, was man an guten Werken erarbeitet hat für den HErrn und was nicht umsonst gewesen sein wird (1.Kor.15:58).