"Und ER ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt das Grün aus der Erde."

(2. Sam. 23:4)

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„Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anziehen.“ (Röm.13:12)

Die 7 Sendschreiben:   5. Sardes

Sterbende Bekenntnis-Christen

»Ich kenne deine Werke, das du den Namen hast, dass du lebst, und bist tot. Werde wach! und stärke das Übrige, das im Begriff stand zu sterben, denn Ich habe deine Werke nicht völlig erfunden vor Meinem Gott. Gedenke nun, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße. Wenn du nun nicht wachst, so werde Ich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde Ich über dich kommen werde. Aber du hast einige wenige Namen in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben; und sie werden mit Mir einhergehen in weißen Kleidern, denn sie sind es wert. Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden, und Ich werde seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und Ich werde seinen Namen bekennen vor Meinen Vater und vor Seinen Engeln« (Offb.3:1-5)

Die Gemeinde in Sardes

Sardes [gr. Σάρδεις , SA´RDÄIS, viell. von »SARX + -DIS« = »zweimal Fleischliche« ( = vor u. nach der Bekehrung), fleischwärts( gerichtete Gemeinde)] war die alte Hauptstadt von Lydien [LYDI´A (Hinauf)erzeugte/ Wiedergeborene], eine vormalig reiche und prunkvolle Stadt, aus der einst der sagenhaft superreiche König Krösos stammte. Sardes wurde reich durch das Goldschürfen, und sie waren das erste Volk der Welt, dass Gold- und Silbermünzen prägen ließ. Auch fand man Edelsteine, wie z.B. den nach ihr benannten roten Sarder, gr. SA´RDION (Offb.21:20). Um sich vor Feinden zu schützen, war die Burgfeste auf einem steilen Berg erbaut, die sie im Grunde uneinnehmbar machte. Doch als im 6. Jh. v.Chr. Kyros angriff, beobachtete ein aufmerksamer persischer Soldat, wie ein Verteidiger aus einem Geheimversteck hinabkletterte, weil er versehentlich seinen Helm verloren hatte (Eph.6:17). Vom Verteidiger unbemerkt folgten ihm die Perser wieder zum Gipfel hinauf und nahmen so mit ihrem überraschenden Zug die ganze Stadt ein (E. Müller, Der Erste und der Letzte -Studien zur Offenbarung, S.121).

Dieser dumme und durch mangelnde Achtsamkeit verursachte Fehler unterlief Sardes auch 300 Jahre später noch einmal durch Antiochus III., weil ihre Wächter nachlässig und selbstsicher waren. Unter den Seleukiden wurden in Sardes jüdische Kriegsveteranen angesiedelt, was das spätere Entstehen einer christlichen Gemeinde begünstigte. Als Konstantinopel Hauptstadt des Byzantinischen Reiches wurde, entwickelte sich ein neues Straßensystem, das die Provinzen mit der Hauptstadt verband. Damit geriet Sardes zunehmend an den Rand und verlor seine Bedeutung. Heute sind in Sardes nur noch Ruinen zu finden.

Mit dem Zerfall der Stadt ging auch der geistliche Untergang der Gemeinde einher. Auch sie hatte einst einen guten Ruf (= Namen), und vielleicht wurde ihr gerade dies zum Verhängnis, weil sie sich allein auf diesen stützte. Auf den ersten Blick schien alles noch lebendig zu sein: die Lehre stimmte und auch rein äußerlich war alles noch in Ordnung. Sie wurde auch nicht wie andere Gemeinden von den Juden oder Heiden verfolgt, sondern hatte sich wohl mit ihnen auf eine Übereinkunft im Zusammenleben (einen sog. "Modus Vivendi") verständigt, der nur möglich wurde, indem sie auf ein Anstoß erregendes Zeugnis verzichtete.


Geistlicher Todesschlaf

Wenn wir vom Feind nicht bedrängt werden, dann sollten bei uns die Alarmglocken schrillen, denn es steht ja geschrieben: »Alle aber auch, die gottselig leben WOLLEN in Christo Jesu, WERDEN verfolgt werden« (2.Tim.3:12). Satan lässt normalerweise keine Gemeinde in Ruhe, es sei denn, dass sie geistlich erstorben ist. Wo kein Sündentod ist, da gibt es auch keinen Märtyrertod. Wenn Christen nämlich von Jugend auf wie Moab »auf ihren Hefen liegen« (gemütliches und beschauliches Christsein) und wir »nicht ausgeleert werden« durch Leid, Prüfungen und Buße, dann wird ihr stinkender »Geruch nicht verändert« (Jer.48:11). Denn wir sollen ja »Gott ein Wohlgeruch Christi sein … vom Leben zum Leben« (2.Kor. 2:15-16); »wer aber zur Erntezeit im tiefen Schlafe liegt, ist ein Sohn, der Schande bringt« (Spr.10:5). Deshalb gilt UNS Gläubigen der Ruf: »Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir leuchten!« (Eph.5:14)

Wir können Menschen täuschen durch das Aufrechthalten einer frommen Fassade. Aber der HErr Jesus hat »Augen wie eine Feuerflamme« und kann damit »auch ins Verborgene der Finsternis schauen« (Offb.2:18, 1.Kor.4:5). Damit hatte Er schon Thyatira gewarnt, dass Er »ihre Kinder mit Tod töten« würde (Offb.2:23), wenn sie nicht Buße täten; und bei Sardes war dieser geistliche Tod nun eingetroffen. Auch die 10 Jungfrauen waren alle eingeschlafen, indem sie sich allein auf ihr richtiges Bekenntnis (brennende Lampe) verließen, aber nicht regelmäßig prüften, ob noch genügend Öl (geistliches Leben) in ihren Behältern ist (Mt.25:1-13). Sie begnügten sich damit, dass sie doch schließlich »Jesus angenommen« hatten, ohne Ihm zu erlauben, auch ihr Leben zu verändern. Sie verließen sich darauf, Gott zum Vater zu haben, so wie sich auch die Juden rühmten: »Wir haben doch Abraham zum Vater“ (Mt. 4:3+9). Aber nicht das Bekenntnis allein errettet. Wenn wir den HErrn durch unser Leben verleugnen, dann wird auch Er uns eines Tages verleugnen und sagen: »Ich kenne euch nicht«. So wie geschrieben steht: »Sie geben vor, Gott zu kennen, aber in den Werken verleugnen sie Ihn und sind gräulich und ungehorsam und zu jedem guten Werk unbewährt« (Tit.1:16).

Obwohl die Gläubigen in Sardes nur dem Anschein bzw. dem Namen nach Leben hatten, waren sie weder »Schein-Christen« noch »Namens-Christen«; denn da es noch etwas »Übriges« gab, das im Begriff war, ebenso zu sterben, dann muss auch der bereits gestorbene Teil einmal echtes Leben gehabt haben, das sie aber inzwischen nur noch zum Schein aufrecht hielten. Aber wie konnte es überhaupt so weit kommen? Wenn an einer Weinrebe z.B. ein Zweig bricht, dann kann der auch weiter noch lange am Stock herabhängen, aber er bringt keine Frucht mehr, weil keine ausreichende Verbindung mehr zum Baum besteht. Ebenso kann es auch uns im übertragenen Sinn passieren, dass wir die Verbindung zum HErrn verlieren und folglich geistlicherweise »verdorren« (Joh.15:6). Oder wenn die Blätter auf einmal alle von Läusen oder Pilz befallen sind und absterben, können die Trauben nicht mehr reifen und verkümmern. Gott hat uns aber durch Seine Kraft alles zum Leben und zur Gottseligkeit gegeben (2.Petr.1:3), so dass Er auch uns einmal fragen wird: »Was war noch an meinem Weinberg zu tun, das Ich nicht an ihm getan hätte? Warum habe ich erwartet, dass er Trauben brächte, und er brachte Herlinge?« (Jes.5:4).

Ein junger Bruder kam einmal von einer christlichen Veranstaltung wieder und berichtete uns, dass dort »viel los war«. Darauf erwiderte Bruder Edgard: »Das ist aber sehr bedauerlich, dass dort so viel LOS war! Besser wäre, wenn alles angebunden geblieben wäre an Christus!«  Ja, wahrlich, getrennt von Ihm können wir nichts tun (Joh.15:5). Unsere äußeren Aktivitäten können uns selbst darüber hinwegtäuschen, dass wir diese Verbindung zu Christus längst verloren haben. Wenn Jakobus aber von »Werken« spricht, die uns vor dem geistlichen Tod bewahren (Jak.2:24), dann meint er nicht ein eigenwilliges »Umher-Wirken« (gr. PÄRI-ÄRGA´ZsOMAI) wie in 2.Thes.3:11, sondern einen geistgeleiteten Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes. Viele suchen sich nämlich selber irgendeinen Zeitvertreib aus wie z.B. das Surfen im Internet auf der Suche nach neuesten antichristlichen Entwicklungen und reden sich dabei ein, dass sie dadurch einen »Wächterdienst« üben. Dabei ist Eigenwille nichts anderes als Götzendienst (1.Sam.15:23).

Was für den Einzelnen gilt, betraf in Sardes die ganze Gemeinde. Man predigt noch immer über den Glauben, aber im Alltag wendet ihn niemand mehr an; man singt sonntags über die Nachfolge Christi, aber verfolgt in der Woche seine eigenen Interessen. Man weiß um die »weißen Felder zur Ernte« (Joh.4:35), und sieht seelenruhig dabei zu, wie sie verderben, weil man sich selbst nicht für zuständig sieht. Wie viele denken heute nicht genauso! »Hauptsache wir selbst haben noch rechtzeitig ein Rettungsboot ergattert vor dem baldigen Sinken der „Titanic“ (Welt). Und wenn Gott die anderen auch noch retten will, dann soll Er es doch einfach tun, schließlich braucht Er uns ja nicht dazu, da die Rettung ja allein Gottes Werk ist und die Auserwählten ohnehin alle errettet werden

Dem HErrn sei Dank, dass nicht alle Gläubigen so denken! Es gibt auch in Sardes noch immer Pastoren, die sich nicht mit dem Zeitgeist besudelt haben, sondern das Evangelium ohne Abstriche predigen, egal, ob man sie öffentlich als »geistige Brandstifter« bezeichnet. Sie sehen die sterbende Kirche, aber wenden sich nicht selbstgerecht von dieser ab, sondern sehen wie Hesekiel, dass Gott aus diesem Tal von »verdorrten Gebeinen« sich noch Kinder zu erwecken vermag (Hes.37:1-13, Mt.3:9). Der HErr wird ja auch »nicht das geknickte Rohr zerbrechen« (Jes.42:3). Und er hat auch die Werke von Sardes »noch nicht völlig erfunden« vor Seinem Gott, d.h. Er verschiebt noch ein weiteres Mal die Rechenschaftslegung zugunsten von Sardes, in der Hoffnung, dass sie diese Gnadenfrist nutzen, um noch einmal zu graben und Dünger zu legen (Luk.13:8).


Geistliches Wachen

Der HErr fordert Seine Gemeinde auf, endlich wach zu werden und sich um die Verbleibenden in Sardes zu kümmern, die drauf und dran sind, ebenso zu sterben aufgrund der Nachlässigkeit der Verantwortlichen. Hier wird deutlich, was wahrer Wächterdienst bedeutet, nämlich den verlorenen Schafen nachzugehen, wie es der HErr ja auch tut. So wie die Hirten Israels versagt hatten und sich selber weideten, so dass sich die Schafe zerstreuten und niemand nach ihnen fragte, um sie zu suchen (Hes.34:1-22), so ist es auch im Neuen Bund passiert, dass viele Pastoren nur an ihr besseres Gehalt dachten, als sie Theologie studierten, anstatt sich um das geistliche Seelenheil ihrer Schafe zu sorgen. Wachen bedeutet sowohl Interesse als auch Aufmerksamkeit: »Darum wachet, und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Nacht und Tag nicht aufgehört habe, einen jeden mit Tränen zu ermahnen« (Apg.20:31).

Das griechische Wort GREGORÄ´Oo bedeutet »wachen« i.S.v. »wach bleiben«, im Vergleich zum Wachen im Sinne eines bloßen Hütens und Bewachens (PhYLA´SSOo). Geistlich wach bleiben geschieht nur durch Gebet. Deshalb wird das Wachen auch immer wieder in Verbindung mit dem Beten genannt: Neh.4:9, Mt.26:41, Mark.13:33, Luk.21:36, Eph.6:18, Kol.4:2). Nur durch das regelmäßige Gebet kann ich mir sicher sein, dass der Gnadenstrom von oben ungehindert fließt. Der HErr fragt auch mich immer wieder mal: »Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht EINE Stunde zu wachen?!« (Mk.14:37). Weil das Fleisch schwach ist, werden wir im NT immer wieder aufgefordert, zu wachen (z.B. Mt.24:42, Mk.13:35+37, 1.Kor.16:13, 1.Petr.5:8). Wir müssen nicht immer eine ganze Stunde am Stück beten, aber wir sollten gerade in schweren Prüfungen immer wieder beten, wie der HErr im Garten Gethsemane.

Wenn wir nicht ausreichend wachen, kann das fatale Folgen mit sich bringen:

  • Hesekiel wurde von Gott zum »Wächter« bestellt über das Haus Israel. Er sollte den Gesetzlosen warnen, und wenn er dies nicht tat, sollte er zur Verantwortung gezogen werden (Hes.3:17-18). Dieser Grundsatz gilt auch im NT, weshalb Paulus darauf hinwies, dass er »rein sei von dem Blute aller« (Apg.20:26).

  • Schlafende kriegen nichts mit. »Wenn der Hausvater gewusst hätte, in welcher Wache der Dieb komme, so würde er wohl gewacht und nicht erlaubt haben, dass sein Haus durchgraben würde« (Mt.24:43).

  • Mangelnde Wachsamkeit führt »in Versuchung« (Mt.26:41), und zwar besonders bei zu viel Liegen in sexuelle Versuchung wie bei König David (2.Sam.11:2). Das gebetslose Liegen führt zwangsläufig dazu, dass man sich »besudelt« (Offb.3:4), wobei man sich auch schon in Gedanken besudeln kann (Offb.14:4).

  • Lethargie und Gleichgültigkeit machen auf Dauer schlaff, kraftlos und willenlos im Kampf gegen die Sünde wie im Rausch: »Und du wirst sein wie einer, der im Herzen des Meeres liegt, und wie einer, der auf der Spitze eines Mastes liegt. „Man hat mich geschlagen, es schmerzte mich nicht; man hat mich geprügelt, ich fühlte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Ich will es wieder tun, will ihn nochmals aufsuchen“« (Spr.23:34-35).

  • In dieser Abwärtsspirale geht es immer weiter nach unten, bis der Feind einen dahin gebracht hat, dass man sogar am Ende an der Glaubwürdigkeit der Bibel zweifelt. Da man aufgrund mangelnden Bibellesens auch keine Ahnung hat, wann der HErr wiederkommt, verpasst man schließlich die Entrückung (Mt.25: 10).

    Vor dieser Gefahr warnt der HErr Sardes zum Schluss, und kündigt ihnen an, dass Sein Kommen dann auch für sie völlig überraschend sein wird »wie ein Dieb in der Nacht«. Die Worte »Ich werde über dich kommen« drücken die erschreckende Wirkung aus, die einem Überfall und einer Heimsuchung gleicht. Aber der HErr will Seine Gemeinde vor diesem Gericht bewahren und rät ihr daher dringend, sich an die Zeit ihres Gläubigwerdens zurückzuerinnern, »wie du genommen und gehört hast« (Vers 3), d.h. welche Herzenshaltung damals noch vorhanden war, damit sie ihr Denken wieder entschieden auf diese Zeit der »ersten Liebe« ausrichten (Offb.2:5). In der Computersprache nennt man dies ein Recovery, d.h. dass man seinen Glauben »auf Werkseinstellung zurücksetzen« lässt. Damit all der schädliche Datenmüll auf einen Schlag mit gelöscht wird und man einen Neuanfang machen kann. Hier wird deutlich, dass die Sardes-Christen wirklich einmal gläubig waren, nun aber in Gefahr standen, »aus dem Buche des Lebens gelöscht« zu werden, wenn es ihnen nicht gelang, die Sünde zu überwinden (Offb.3:5). Zugleich sehen wir in dieser Mahnung des HErrn auch die Lösung, wie ein Gläubiger wieder aus diesem geistlichen Sterben herausfindet.


    Das Überwinden – weder eine Option noch eine Selbstverständlichkeit

    An dieser Stelle sei auch mal ein Wort erlaubt zu den Überwinderverheißungen am Ende jedes Sendschreibens. Überraschenderweise tun sich viele Bibelausleger schwer damit, diese einfach nur so zu nehmen, wie der HErr sie formuliert hat, sondern versuchen diese mit allerlei theologischen Kniffen zu entschärfen. So hat z.B. der ansonsten sehr bibeltreue und beliebte Prediger Armando Alducín (60), der unter den Gläubigen in Südamerika einen Bekanntheitsgrad von ca. 80 % hat, kürzlich in einer Predigt über die Sendschreiben behauptet, dass sich diese Verheißungen nur auf den Lohn beziehen, den die Gläubigen bei der Wiederkunft Christi erhalten (1.Kor.3:12-14), aber nicht etwa das ewige Leben als solches gefährden, da man sich dieses ja nicht durch Leistung erwerben könne. Wer nicht überwinde, der stünde nach seinen Worten eben »fruchtleer« da gemäß 2.Petr.1:8.

    Wenn man aber mal die Überwinder-Zusagen genau anschaut, so beziehen sich diese mehrheitlich auf Verheißungen, die wir eigentlich bisher doch für selbstverständlich annahmen für jeden Gläubigen: Haben wir denn nicht bereits alle vom Baum des Lebens gegessen (Offb.2:7) durch den Glauben an Christus, um dadurch ewiges Leben zu erlangen (1.Mo.3:22)? Denn ohne diesen kann keiner in die heilige Stadt eingehen (Offb.22:14+19). Und wenn jemand »geschädigt wird vom zweiten Tod« (Offb.2:11), kann dies nur bedeuten, dass man in den Feuersee geworfen wird (Offb.20:14, 21:8). Demnach wird auch jeder, der nicht überwindet, »aus dem Buche des Lebens gelöscht werden« und der HErr wird sich auch nicht zu »seinem Namen bekennen vor dem Vater und den heiligen Engeln« (Offb.3:5). Das Überwinden ist also heilsnotwendig.

    Der andere Trick, um das unbiblische Dogma von der Unverlierbarkeit des Heils aufrechtzuerhalten, ist die sture Behauptung, dass doch nach 1.Joh.5:4 ohnehin alle echten Wiedergeborenen auch automatisch zugleich Überwinder sind, zumindest nach dem »Stand«, in den sie versetzt wurden, wenn auch nicht unbedingt nach der äußeren Realität. Durch solch eine Auslegung wird der bedrohliche Unterton jeder Überwindermahnung zu einer leeren Posse degradiert, die man gar nicht mehr ernst nehmen braucht. Wenn ohnehin alle überwinden, wozu dann überhaupt diese überflüssige Ankündigung mit dieser missverständlichen Formulierung? Warum nicht einfach die Feststellung »Wer wiedergeboren ist, der…«? Aber da man sich ja nicht selber wiedergebären kann, hätte diese Feststellung gar keinen Aufforderungscharakter und wäre daher unnötig und sinnlos. Abgesehen davon entspricht es auch bei Weitem nicht der Realität, dass alle Wiedergeborenen tatsächlich immer ein Überwinderleben führen. Hier dürfen wir aber nicht trotzig dem HErrn die Schuld geben, sondern sollten uns selbst fragen, warum das bei uns nicht (immer) der Fall ist. Das Wort sagt: »Jeder, der (ständig) in Ihm bleibt, sündigt nicht; jeder, der sündigt, hat Ihn nicht gesehen, noch Ihn erkannt« (1.Joh.3:8). Das Perfekt hier meint den Zustand, nicht den Vorgang, d.h. der Sündigende befindet sich in diesem Moment in einem Zustand, als ob er Ihn nie gesehen und nie erkannt hätte. Im Zustand des Gesehen- und Erkannthabens könnte er nicht sündigen. Wir werden also dazu aufgefordert, bewusst auf Ihn zu sehen, damit wir nicht sündigen.

    Es gibt also keinen Gehorsamsautomatismus. Wer den Kampf gegen die Sünde aufgibt, gibt damit auch seine Hoffnung auf das ewige Leben auf. Überwinder können fallen, aber sie stehen immer wieder auf. Sie haben den Geist Josuas, indem sie nicht auf ihr eigenes Unvermögen schauen, sondern auf die Kraft Gottes (4.Mo.14:24). Sie mögen selber schon viele Male versagt haben wie jene Hure, der das lebendige Kind gehörte (1.Kön.3:26), aber sie bewies durch ihre bußfertige Gesinnung, dass ihr die Gerechtigkeit Gottes nicht egal war. Die Überwinder kämpfen wie Jakob mit Gott gegen ihr Fleisch und tragen dabei den Sieg davon (1.Mo.32:28).

    Wir dürfen also davon ausgehen, dass die Mehrzahl in der Sardes-Gemeinde wiedergeborene Christen waren, an die sich die Botschaft des HErrn richtete und nicht »Namens-Christen« oder »Scheinchristen«, wie manche behaupten. Denn wie wir schon sahen, sollten sie sich ja zurückerinnern, wie sie das Evangelium einst hörten und aufnahmen, um dadurch Buße zu tun. Also ist auch die Vermutung abwegig, dass sich die Androhungen des HErrn nur auf jenen nicht wiedergeborenen Teil in Sardes beziehen. Wenn aber nur den Überwindern verheißen wird, dass ihre Namen nicht ausgelöscht werden aus dem Buch des Lebens, dann werden doch im Umkehrschluss all jene Namen ausgelöscht, die nicht bereit waren, zu überwinden! Alle hatten durch ihre Wiedergeburt ein neues Kleid bekommen, aber nur wenige gaben acht, dass sie es nicht besudelten durch die Sünde. »Die feine Leinwand sind die Gerechtigkeiten [w. die Gerecht(igkeit verwirklich)enden( Taten/Aktivitäten)] der Heiligen« (Offb.19:8).


    Prophetisches Wachen

    Wir leben heute in einer Zeit, in welcher nicht mehr nur Ungläubige unter vorgehaltener Hand die provozierende Frage stellen: »Wo ist die Verheißung Seiner Ankunft?« (2.Petr.3:4). Auch viele Christen haben inzwischen kein Interesse mehr für das Kommen des HErrn: »Es haben schon so viele Überlegungen angestellt, wann Jesus wiederkommt, und sie haben sich alle geirrt! Er kann vielleicht schon morgen wiederkommen oder in 500 Jahren oder vielleicht auch erst in 10.000 Jahren, was spielt das schon für eine Rolle!« Wer so gleichgültig redet über den Zeitpunkt der Wiederkunft des HErrn, der hat auch längst das Warten auf Ihn aufgegeben. Aber genauso falsch und verlogen ist die Meinung: »Gott kann es machen, wie Er will – das braucht uns nicht zu interessieren!« - So als ob Gott selbst noch gar keinen Plan habe, wie es weitergehen soll! Dabei hat der HErr uns doch längst mitgeteilt, wie Sein Kommen genau sein wird, und »Der Herr, Jahwe, tut nichts, es sei denn, dass Er Sein Geheimnis (zuvor) Seinen Knechten, den Propheten, anvertraut habe« (Am.3:7).

    Petrus gibt auf die Frage nach dem Zeitpunkt der Wiederkunft Christi den Hinweis, »dass ein Tag bei dem HErrn ist wie 1000 Jahre, und 1000 Jahre wie ein Tag« (2.Petr.3:8). Damit zitiert er Ps.90:4, wo es noch ergänzend heißt: »…und wie eine Wache in der Nacht«. Nun besteht eine Nacht immer aus 4 Nachtwachen von je 3 Stunden, zwischen 18.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens (Mark.13:35). Demnach entsprechen die 4000 Jahre zwischen Adam und dem ersten Kommen des HErrn Jesus auf die Erde geistlich gesehen einer einzigen Nacht. In Jes.21:11-12 fragt jemand über Duma (ü: »Totenstille«) zweimal: »Wächter, wie weit ist’s in der Nacht?« und der Wächter antwortet: »Der Morgen kommt, und auch die Nacht. Wollt ihr fragen, so fragt! Kehrt um, kommt her!« Eine mögliche Deutung könnte hier in Offb.6:10 liegen, wo die Märtyrer ebenso fragen, wann ihr unschuldig vergossenes Blut endlich gerächt werde. Der »Morgen« ist ein Bild auf das erste Kommen des HErrn nach 4000 Jahren, d.h. vier Nachtwachen (2.Sam.23:4, Ps.19:2-7, Joh.9:4). Eigentlich hätte Er da schon Seine Herrschaft antreten können, aber die Seinen nahmen ihn nicht als König an (Joh.1:11), sondern verwarfen Ihn, was die »Versöhnung der Welt« ermöglichte (Röm.11:15). Aber die Nacht musste erneut kommen, diesmal jedoch eine um zwei Nachtwachen verkürzte, bis der HErr ein weiteres Mal kommen wird, um für immer zu bleiben (Röm.13:12, Offb.22:5).

    Tatsächlich sollten wir als Christen in etwa wissen, wann unser HErr wiederkommt. Denn darin unterscheiden wir uns von jenen, die »nicht wissen, zu welcher Stunde« der HErr eintrifft (Offb.3:3). Die Generation, die noch die Gründung des Staates Israel 1948 miterlebte, wird auch das Kommen des HErrn erleben (Mt.24:34). Wir wissen zwar zur Zeit noch nicht »Tag noch Stunde« (Mt.25:13), aber das regelmäßige Wachen ermöglicht uns, dass wir es kurz vor Seinem Eintreffen doch relativ bestimmt vorhersehen können, denn am Ende »wird die Erkenntnis zunehmen« (Dan.12:4). Zudem gibt es eine ganze Menge Bibelstellen, die uns einen Hinweis darauf geben, dass der HErr Jesus wahrscheinlich irgendwann zwischen 2028 und 2040 wiederkommen wird. Dies jetzt näher zu begründen, ist hier nicht der Platz, aber wer möchte, kann eine ausführliche Begründung beim Anklicken dieses Links finden:

  • https://www.derhahnenschrei.de/index.php/aktuelles/85-wann-kommt-jesus-wieder

     

    Die Reformation

  • Martin Luther und der Ablasshandel

    Die große Zeit der päpstlichen Vorherrschaft über die Welt (Thyatira) neigte sich zum Beginn der Renaissance (»Wiedergeburt« der Antike) im 15. Jh. allmählich dem Ende entgegen, und nach der dunklen Zeit des Mittelalters brach von Italien aus ein neues Lebensgefühl der Freiheit und der Fleischeslust an, in welcher der Mensch im Mittelpunkt stand. Das Papsttum war dekadent und käuflich geworden und hatte auch in den Augen vieler Kleriker seinen einstigen Glanz verloren. Der homosexuelle Papst Leo X. (1513-1521), ein Sohn der Bankiersfamilie Medici, sagte noch bei seiner Thronbesteigung: »Da Gott uns das Pontifikat verliehen hat, so lasst es uns denn genießen!«. Er interessierte sich nicht für den Glauben, dafür aber für die Kunst und wollte sich mit dem Neubau des Petersdoms ein Denkmal setzen. Doch die Einnahmen durch die 7000 registrierten Prostituierten in Rom (bei einer Bevölkerung von gerade einmal nur 50.000 Menschen!) brachten nicht genug ein. Um sein Einkommen aufzubessern, erfand Leo immer neue Ämter, die er gegen den Meistbietenden versteigerte. Und als auch dies nicht reichte, verkaufte er Ablassbriefe in ganz Europa, durch welche die Menschen für sich oder ihre Angehörigen Sündenvergebung oder Straferlass im Fegefeuer erlangen könnten. Damit machte er dem Kurfürsten von Sachsen, Friedrich dem Weisen, Konkurrenz, der durch seine fast 19.000 Reliquien ebenso hohe Einnahmen erzielte. Denn nach damaliger Lehre konnte allein der Anblick eines Holzsplitters aus der Arche Noah, der Asche aus Babylons Feuerofen oder einem Zweig vom brennenden Dornbusch einer Seele bis zu 1.902.202 Jahre und 270 Tage im Fegefeuer ersparen...

    Immer dann, wenn Gottes Volk völlig in die Irre abgleitete, sandte der HErr einen Retter, der wieder vorübergehend »das Wort der Wahrheit recht teilte« (2.Tim.2:15). Anfang des 16. Jh. war dies Martin Luther, als er am 31.10.1517 als Augustinerpater die 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg anbrachte, um damit gegen den Ablasshandel und viele andere Verirrungen der Römischen Kirche zu protestieren, die er als »Hure Babylon« ansah (Offb.17+18). Schon lange vor Luther gab es mutige Glaubensmänner, welche die Sünden der Kirche anprangerten, wie z.B. John Wyclif (1330-1384), der die Bibel ins Englische übersetzte, oder der von ihm beeinflusste Prediger Jan Hus aus Böhmen (1370-1415). Jedoch die meisten wurden bereits von der Kirche verfolgt und als Ketzer hingerichtet, bevor sie überhaupt die Möglichkeit gehabt hätten, Einfluss auszuüben. Viele hielten sich bewusst versteckt wie die Waldenser, die schon über eine eigene Bibelübersetzung in deutscher Sprache verfügten.

    Als Johann Tetzel dann im Namen des Papstes in Wittenberg Ablassbriefe verkaufte mit den Worten: »Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt«, war das Maß endgültig voll, weshalb der HErr eingreifen musste, damit die Menschen nicht völlig dem Aberglauben verfielen. So wie damals Gideon erweckte der HErr einen bis dahin unbekannten Pfarrer aus dem Städtchen Wittenberg, der sich gegen solche staatlich genehmigten Gräuel zur Wehr setzte. Und als Luther sah, dass das Volk mit Wohlwollen auf seine 95 Thesen reagierte, nutzte er obendrein auch den gerade erfundenen Buchdruck und ließ seine Botschaft im gesamten Kaiserreich verbreiten. Das war schon wirklich sehr mutig, denn die Römische Kirche war nicht nur Luthers Vorgesetzte, die ihn hätte kündigen können, sondern ihm war auch durchaus klar, dass jeder Widerspruch zur katholischen Lehre als Ketzerei galt, auf welche die Todesstrafe stand.

    Wer heute hingegen z.B. auf einer Schwulenparade ein Plakat hochhält, dass praktizierte Homosexualität vor Gott ein Gräuel sei, muss lediglich mit einer Geldstrafe rechnen wegen Diskriminierung. Derzeit hängen in Bremen z.B. Plakate, auf denen der Ex-Werder-Trainer Thomas Schaaf zitiert wird mit den Worten: »Das Leben hat keine Nachspielzeit«. Was wäre, wenn ich darunter schreiben würde: »Aber deine Taten werden ein Nachspiel haben!«? Oder wenn ich an mein Haus einen Bibelspruch anbringe mit den Worten »Lasst euch versöhnen mit Gott!« - werde ich mir damit nicht die Nachbarschaft zum Feind machen? Oder wenn ich gar in meinem Vorgarten einen großen Schaukasten errichte, in welchem ich jede Woche einen neuen evangelistischen Bibelvers ausstelle – werden sie dies nicht als Provokation empfinden? Die meisten von uns scheuen heute die direkte Konfrontation mit den Leuten und würden sich nicht wie Luther mit ihrem Arbeitgeber anlegen, um ihn auf Sünde hinzuweisen, obwohl dies doch ein guter Anlass wäre zum Evangelisieren. Wie oft bin ich in den letzten Jahren schon von meinen Kunden angesprochen worden, ob ich den Auftrag auch ganz oder teilweise ohne Rechnung machen würde! Dabei steht auf meiner Malerseite im Internet ausdrücklich: »Wir streichen in allen Farbtönen, aber nicht schwarz…«. J

    Luthers Protest blieb nicht ohne Folgen: 1520 wurde er exkommuniziert und über ihm die Reichsacht verhängt, d.h. er war vogelfrei, konnte straflos getötet werden. Nachdem er 1521 auf dem Reichstag in Worms unter Berufung auf Gottes Wort und sein daran gebundenes Gewissen sich geweigert hatte, seine Kritik an den Missständen in der Kirche zu widerrufen, wurde er auf Veranlassung seines Kurfürsten auf dem Rückweg zu seinem Schutz entführt. So fand Luther also Zuflucht auf der Wartburg in Eisenach, wo er verkleidet als Junker Jörg das Neue Testament ins Deutsche übersetzte.

  • Die Rechtfertigungslehre

    Ohne Frage war Luther ein Werkzeug in Gottes Hand. Der HErr gebrauchte ein Gewitter, um Luther 1505 zu veranlassen, ein Möchsgelöbnis abzulegen. Nach jahrelangem Ringen um Heilsgewissheit, entdeckte Luther beim Studium des Römerbriefes, dass es zur Erlangung des Heils keiner Vorleistungen des Menschen bedürfe, wie es in der Katholischen Kirche gelehrt wurde. Diese Einsicht war wohl auch der Moment seiner Wiedergeburt. Der Heilige Geist öffnete ihm nach und nach die Augen für all die Verirrungen der RKK, z.B. der Vorrangstellung der katholischen Tradition vor der Heiligen Schrift (entgegen Mk.7:7-13, Kol.2:8; Offb.22:18), das Papsttum (Mt.23:6-12, Eph.1:22, 1.Kor.3:11), ihre weltliche Macht (Mt.4:8-9, 20:25-26, Joh.18:38), das Zölibat (1.Tim.3:2 + 4:1-3), die Stellvertreterrolle Marias als angebliche »Gottesmutter« (Mt.4:10, Röm.3:23, 5:12, Luk.1:30+46-47), der Bilderdienst (2.Mo. 20:4, 5.Mo.27:15, Ps.115:4-8), das Messopfer (Hebr.7:27, 9:12+25-28, 10:1-4+10-14), die Absolution durch Priester (Ps.51:1-10, Luk.7:48, 15:21, 1.Joh.1:8-9), das Verbot für Laien, die Bibel zu lesen (sie wurde 1229 auf dem Konzil von Valencia sogar auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt!) (Joh. 5:39, 1.Tim.3:15-17), usw.

    Vor allem aber war es Luthers Erkenntnis, dass die Errettung allein aus Gnade durch den Glauben an das bereits vollbrachte Stellvertreteropfer Christi zu erlangen sei, die den Menschen wieder den Zugang zum wahren Evangelium ermöglichte. Nicht etwa, dass diese Erkenntnis neu war – sie wurde ja schon von Anfang an durch die im Untergrund lebende Gemeinde des HErrn verbreitet – sondern dass die Rückendeckung durch die deutschen Fürsten es Luther ermöglichte, diese Wahrheit ungehindert von der Kanzel aus dem Kirchenvolk zu predigen. Das war das eigentlich Neue an Luthers Werk. Die RKK hatte den Menschen ja den Zugang zum Reich Gottes versperrt durch ihre vielen Irrlehren, so wie es einst die Pharisäer taten (Mt.23:13-14). Nun aber traten innerhalb weniger Jahrzehnte zahlreiche Gruppierungen hervor, die offen das Evangelium verkündigten, ob nun die sog. Wiedertäufer, die Mennoniten, die Hutterer oder Presbyterianer: überall war eine hoffnungsvolle Aufbruchsstimmung zu sehen.

    Was aber hat diese Erweckung mit Sardes zu tun?

    Nun, auch Sardes war ja einst auf eine »Goldader« gestoßen, durch welche ihre Bewohner übermäßig reich wurden. Aber dieser Reichtum fiel ihrer Unachtsamkeit zum Opfer. Und wenn wir uns den weiteren Verlauf der Evangelischen Kirche ansehen, dann müssen wir feststellen, dass sie in der Tat heute geistlich fast völlig tot ist. Aber wie konnte es dazu kommen?

    Das Verderben geht häufig nicht von einem begnadeten Lehrer aus, sondern von seinen Nachfolgern, die die Lehren ihres Meisters einseitig und verabsolutiert wiedergeben und durch das Verschweigen eines ausgleichenden Aspektes eine ganz falsche weil einseitige Heilsbotschaft verbreiten. So haben z.B. die Lutheraner die Errettung allein aus Glauben derart theoretisch dargestellt, dass keine Notwendigkeit mehr gesehen wurde, dem Glauben auch Werke folgen zu lassen. Ein Glaube ohne Werke ist aber tot: »Ihr seht also, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein« (Jak.2:24). Die Überbetonung von Röm.3:28, dass ein Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt werde, hat bis heute dazu geführt, dass ein dem Worte Gottes gehorsamer Christ häufig von anderen Christen als »gesetzlich« oder »selbstgerecht« geschmäht wird. Man hat als Lutheraner geradezu eine Abscheu vor Begriffen wie »Gebote« oder »Gehorsam«, weil man sie sofort mit dem Alten Bund in Verbindung bringt. Dabei ist der HErr Jesus letztlich nur jenen ein »Urheber ewigen Heils« geworden, die »Ihm gehorchen« (Hebr.5:9). Die Nachfolge ist keine Theorie, sondern bedeutet, dass wir dem HErrn wirklich folgen! Während die meisten Lutheraner eine hohe Arbeitsethik haben, gehören sie in geistlichen Dingen eher zu den »faulen Knechten« (Mt.25:26-27). »Sie kommen zu dir, wie das Volk zusammenkommt, und werden als Mein Volk vor dir sitzen und deine Worte hören, aber nicht danach handeln. Denn wenn sie auch mit dem Mund ihre Liebe bekunden, so läuft ihr Herz doch hinter dem Gewinn her« (Hes. 33:31). Wenn die faulen Knechte sich dermaleinst vor dem HErrn mit den Worten verteidigen werden: »Wir haben doch gar nichts gemacht!«, dann wird der Hausherr ihnen antworten: »Genau das ist das Problem!«

    Wie geistlich tot die Evangelische Kirche heute ist, sei nur mal an einem Beispiel erwähnt: Im Jahr 1985, als meine Mutter noch nicht gläubig war, da war sie mit einer evangelischen Pastorin aufs engste befreundet. An einem Abend, als sie mit vielen anderen Frauen zu einem Gesprächskreis zusammen waren und sich verabschieden wollten, sagte meine Mutter zu der Pastorin: »Eva, ich fänd’s schön, wenn wir zum Schluss noch einmal ein Gebet sprechen würden«. Die Pastorin reagierte schockiert und lehnte es ab, zu beten. Auf das Drängen meiner Mutter hin, sagte sie: »Renate, wenn du unbedingt beten willst, dann bete du doch!« Als meine Mutter später mit der Pastorin alleine war, schimpfte diese mit ihr: »Renate, du hast mich heute vor allen Frauen bloßgestellt!« - »Aber was ist denn dabei, wenn wir gemeinsam beten? Du betest doch auch immer im Gottesdienst!« - »Ja, aber ich bete grundsätzlich nur, indem ich ein Gebet vorlese« …

  • Der Calvinismus

    Ähnlich einschläfernd wie die Lehre von der billigen Gnade ist auch die calvinistische Lehre von der doppelten Prädestination, dass Gott also die einen dazu bestimmt habe, errettet zu werden und die anderen dazu, verdammt zu werden. Tatsächlich geben manche Bibeltexte dazu Anlass, wie z.B. Römer 9:15-18. Dahinter stand die gut gemeinte Absicht, das souveräne Handeln Gottes wieder hervorzuheben, das durch die Selbsterlösungs-Übungen des Katholizismus völlig in den Hintergrund getreten war. Für eine von Angst geplagte Seele mag die Zuversicht einer vollkommenen Heilssicherheit ein großer Trost sein und ein Fels im Sturm der Unsicherheit. Aber der Calvinismus ist eine ungesunde Überreaktion, welche ebenso die Gefahr der fromm getarnten Zurückhaltung in sich birgt (»Der HErr wird ohnehin die Auserwählten erretten, also warum sollte ich versuchen, dabei nachzuhelfen?!«)

    Im Unterschied zu Luther glaubte Calvin, dass die Errettung ein willkürlicher Akt der Gnade sei, die völlig im unbegreiflichen Willen Gottes liegt. Der Calvinismus geht von 5 Grundannahmen aus, die sich im Englischen durch die Abkürzung TULIP beschreiben lassen:

    1. Völlige Verderbtheit (Total depravity),

    2. Bedingungslose Erwählung (Unconditional election),

    3. Begrenzte Sühne (Limited atonement),

    4. Unwiderstehliche Gnade (Irresistible grace), und

    5. Ausharren der Heiligen (Perseverance of the saints).

    Diese Grundannahmen sind aber nicht alle biblisch belegt:

    1. Völlige Verderbtheit

    In der Tat beherrscht die Sünde den ganzen Menschen aufgrund des Sündenfalls, d.h. sein Denken, seine Gefühle und z.T. auch seinen Willen. Dies macht ihn aber dennoch nicht so willenlos und unfähig, dass er noch nicht einmal die Botschaft des Evangeliums verstehen und glauben könne. Gott stellt den Menschen immer wieder vor die Wahl (Jes.1:19-20, Hes.33:11, Lukas 7:30, Tit.2:11).

    2. Bedingungslose Erwählung

    Aufgrund missverstandener und einseitig gedeuteter Bibelstellen kam Calvin auf die Idee einer willkürlichen Auswahl Gottes, die noch nicht einmal den Glauben und Gehorsam zur Bedingung für das Heil macht. Die nicht erwählten Geschöpfe hätten keine Chance, gerettet zu werden, da sie nun einmal kein Erbarmen finden sollen, sondern zum Verlorengehen bestimmt sind. Diese geradezu lästerliche Vorstellung von Gott als einem unbarmherzigen Tyrann steht im krassen Widerspruch zu sämtlichen Zeugnissen der Schrift (Hi.33:29-30, Hes.18:23, 1.Tim.2:4, 4:10, Röm.8:28-30, 11:32, 1.Petr.1:1-2, Joh.6:40+51).

    3. Begrenzte Sühne

    Angeblich sei der HErr Jesus nicht für alle Menschen gestorben, sondern nur für die Auserwählten (vgl. Mt. 26:28). Auch hier wird eine ungeheuerliche Verkürzung der Worte und des Werkes Christi vorgenommen, um die Idee einer elitären »Geschlossenen Gesellschaft« aufrecht zu halten, die sich um den verlorenen Rest nicht kümmern braucht, ganz entgegen dem klaren Zeugnis der Schrift (2.Petr.3:9, 1.Joh.2:2, Apg.17:30, Joh.1:7, Mt.11:28, Röm.3:23-24, 5:6+15, 10:13, Hebr.2:9, 10:1 etc.).

    4. Unwiderstehliche Gnade

    Die Calvinisten behaupten, dass ein Erwählter so oder so errettet wird und dass man die Gnade Gottes nicht auszuschlagen vermag. Ebenso wenig könne er abfallen vom Glauben, selbst wenn er wollte. Tatsächlich vergewaltigt Gott niemanden, sondern wirbt um jeden Menschen durch Seine Güte, um ihn zur Buße zu bewegen (Röm.2:4). Er sagt in Matth.23:37 nicht: »Ihr habt nicht gekonnt«, sondern »Ihr habt nicht gewollt«! (vergl. auch Jes.65:2, Hebr.3:10-11, Hebr.10:26).

    5. Beharrlichkeit der Heiligen

    Die einmal Geretteten würden (automatisch) treu bleiben und könnten ihr Heil nicht verlieren, da ja niemand sie aus der Hand Gottes rauben könne (Joh.10:28, Röm.8:28). Von Gottes Seite aus ist das Heil tatsächlich unverlierbar, aber es ist nicht unabweisbar, denn die Liebe kann nur freiwillig erfolgen, weil es sonst keine Liebe wäre. Wenn diese aber immer weiter nachlässt, dann stirbt allmählich das geistliche Leben ab und es bleibt nur noch ein theoretisches Bekenntnis übrig (Hes.33:13, Mt.5:13+22+26, 6:15, 7:21-22, 8:11-12, 10:33, 13:21, 24:13, 25:1-13+30, Joh.15:2+6, 1.Kor.3:17, 10:1-6+11-12, 15:2, 2.Kor.1:13, 11:2-4, Gal.1:6, 3:1, 4:11+19, 5:7+21, 6:7-8, Kol.1:23, 2.Th.2:3, 1.Tim.4:1, 2.Tim.2:10+ 13+ 18, Hebr.2:2-3, 3:6+12+14, 4:1+11, 5:9, 10:26+29, 12:14+25+ 29, Jak.2:13+14, 1.Joh.3:15, 1.Pet.5:8, 2.P.2:21-23, Offb.3:16).

    Aufgrund seines Verständnisses von Gottes Souveränität zwang Calvin z.B. die Menschen, am Gottesdienst teilzunehmen, auch wenn sie nicht bekehrt waren. Das Volk bemühte sich deshalb aber auch nicht nach persönlicher Frömmigkeit, sondern begnügte sich mit der allsonntäglichen Anwesenheit in der Kirche. Wie zu katholischen Zeiten delegierte es auch weiterhin seine Verantwortung für sein Heil auf den theologisch geschulten Klerus. Die Predigt rückte aber wieder in den Vordergrund, und zum ersten Mal gab es auch Sitzbänke in den reformierten Kirchen, die jedoch auch zur Schläfrigkeit verleiteten. Wer einschlief, wurde jedoch von den Aufsehern mit einer Rute geweckt. Dank des Buchdrucks konnten auch die ersten Gesangbücher hergestellt werden, so dass die Kirchenmusik immer mehr an Bedeutung gewann (siehe Johann-Sebastian Bach).

    Positiv kann man vom Calvinismus sagen, dass seine Anhänger eher fleißig und diszipliniert waren, denn Nachlässigkeit und Faulheit galten ihnen ja als Zeichen für Unerwähltsein. Deshalb haben die calvinistisch geprägten Siedler Amerikas (Puritaner = die »Reinen«) es trotz widrigster Umstände zu bemerkenswertem Wohlstand gebracht. Überhaupt sehen wir heute die protestantischen Länder der Welt als wirtschaftlich deutlich überlegen gegenüber den katholisch geprägten Ländern, was nicht erst der Soziologe Max Weber herausfand (»Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus«, 1905), sondern schon in der Bibel vorhergesagt wurde:

    In der Geschichte von Joseph sehen wir ja allegorisch die Heilsgeschichte des HErrn Jesus vorgeschattet. So wie der Pharao ihn aus dem Gefängnis holte und ihn über sein ganzes Reich setzte, wurde auch der HErr Jesus nach Seiner Auferstehung zum HErrn über Himmel und Erde erhoben (die 7 fetten Jahre entsprechen den 7 Gemeindeepochen in den Sendschreiben, und die 7 Hungerjahre deuten auf die 7jährige Drangsalszeit). Joseph nahm sich eine Frau aus Ägypten, die ihm Manasse und Ephraim gebar. Symbolisch handelt es sich bei diesen um zwei Ausprägungen der Gemeinde, die sich im Verlauf der Kirchengeschichte nacheinander herausbildeten: Manasse steht für den Katholizismus in der Zeit von Ephesus bis Thyatira in Offb.2; und Ephraim steht für den Protestantismus in der Zeit von Sardes bis Laodizea in Offb.3 (nebenbei bemerkt: Jakob/Israel adoptierte die Söhne Josephs gemäß 1.Mo. 48:5, was ganz im Einklang steht mit Römer 11, dass wir als Nationenchristen in den Ölbaum Israel eingepfropft wurden). Der Name Ephraim bedeutet wörtlich »doppelte Fruchtbarkeit«, und tatsächlich waren ja protestantische Länder rückblickend nicht nur wirtschaftlich erfolgreicher, sondern waren auch im Geistlichen den Katholiken überlegen, sowohl mengenmäßig als auch inhaltlich.

  • Verhärtung und Verstockung

    Eigentlich wollte Luther keine neue Kirche gründen, sondern die Römisch-Katholische Kirche nur reformieren, d.h. sie inhaltlich erneuern (lat. reformatio Wiederherstellung). Mit seinen Thesen wollte er einen Dialog mit anderen Theologen anregen, um einen Reformprozess in Gang zu bringen. Doch je mehr er sich selbst mit der Heiligen Schrift auseinandersetzte, desto mehr wurde ihm bewusst, wie weit die katholische Kirche inzwischen schon von der biblischen Lehre entfernt war. Sie zu erneuern, war eine Utopie. Babel konnte man nicht mehr heilen, sondern sie nur noch verlassen (Jer.51:9). Aber Luther war nur anfangs radikal und konsequent: Bis 1525 lehnte er z.B. noch die Babytaufe ab und bezeichnete sie als »Gaukelwerk« (Kirchen-Postille, 1522, S. 578). Ein Zusammengehen mit den Täufern („Wiedertäufern“) scheiterte daran, dass diese z.T. sehr radikale Pläne hatten (z.B. Aussperrung aller Babygetauften und Namenchristen aus der Kirche bis hin zum Umbringen aller Pfarrer und Auswechslung der Obrigkeit) und die Reformatoren, die das nicht mitmachen wollten, als Heuchler und Antichristen beschimpften. Sicher spielte bei Luther damals auch die berechtigte Furcht eine Rolle, dass die Bewegung schon sehr bald wieder unterdrückt und ausgelöscht werden könnte durch den völlig Rom-hörigen Kaiser Karl V.. Deshalb unterstellte sich Luther den Fürsten, wodurch die Sardes-Gemeinde zu Landeskirchen wurde mit entsprechend weltlicher Einflussnahme. Schon bald wurde das Glaubensbekenntnis von Herrschenden und Untergebenen für eigennützige innerweltliche Ziele ausgenutzt. So versuchten die Bauern, die im 16. Jh. 85 % der Bevölkerung ausmachten, das Evangelium für ihre Wünsche nach Sozialreformen zu instrumentalisieren. Nach anfänglichem Verständnis für ihre Not, widerstand Luther ihnen später, da er die Gefahr eines unbändigen Aufstands der Massen sah, durch den das Land ins Chaos versinken könnte, und forderte die Fürsten auf, die Aufstände mit aller Härte niederzuschlagen. Ebenso unerbittlich zeigten sich die Reformatoren (nicht ohne Grund) auch gegenüber Laienpredigern und Andersgläubigen.

    Kaiser und Papst und die katholischen Fürsten hätten die evangelische Bewegung gern ausgerottet. Aber weil die Türken damals wiederholt angriffen, brauchte der Kaiser die Hilfe der evangelischen Fürsten und sah sich zu Zugeständnissen an diese genötigt. Der größte Schlag der Gegenreformation war der Dreißigjährige Krieg (1618-1648), dem geschätzte 40 % der Deutschen Bevölkerung zum Opfer fiel. Die völlige Erschöpfung beider Seiten führte zum „Westfälischen Frieden“ 1648 und somit fortan zur Duldung des evangelischen Christentums. Trotz der Verrohung der Deutschen durch den Krieg entwickelte sich anschließend als geistliche Frucht der extrem schweren Leiden im Schoß der evangelischen Kirchen die Philadelphia-Ausprägung der Gemeinde in Form des Pietismus, der die theoretischen Erkenntnisse der Reformation verwirklichte.

    Der Pietismus wurde zumeist von Pfarrern initiiert und unterstützt, sodass er trotz vieler Anfeindung und Ablehnung doch schließlich geduldet wurde. Er hat sehr befruchtend in der Sardeskirche gewirkt. Aber genau im Herzen des Pietismus, an der von August Hermann Francke (1663-1727) gegründeten Universität in Halle, konnte der Teufel durch den (anfänglichen) Pietisten Johann Samuel Semler (1725-1791) die historisch-kritische Theologie erwecken (Mt.13:25). Das Kirchenvolk tat nicht, was Luther wollte, und las nur wenig eigenständig in der Bibel, sondern überließ dies zunehmend den Theologen, die im Zuge der Aufklärung allmählich das historisch-kritisches Bibelverständnis annahmen. Die Ideologie des Humanismus setzte sich wie Heuschrecken über die christlichen Nationen und besonders die Evangelische Kirche und fraß alles ab an gesunder biblischer Lehre. »Was die einen noch übrig ließen, fraßen die Vertreter der Folge-Ideologien weg (Joel 1:4). So kamen als Folge der Aufklärung der Atheismus, Liberalismus, Rationalismus, Darwinismus, Sozialismus, Kommunismus, Nationalsozialismus, Stalinismus, Genderismus, Islamismus, und im Zentrum der Bibeltreuen (im Laodizea-Bereich) der Dispensationalismus, der zum Hyper-Dispensationalismus auswuchert, d.h. die Schriftzerschneidung (Phil.3:2), die wie ein Krebsgeschwür um sich frisst (2.Tim.2:17) und zur Verwerfung der Worte Jesu und letztlich zum Verlorengehen ihrer Anhänger führt (2.Petr.3:16)« (B. Fischer „Ein Wort an meine Brüder in Sardes, Philadelphia und Laodizea“, 2016, S.9)

    Es gab und gibt auch heute noch »Nam(haft)e« in Sardes, die ihre Gewänder nicht besudelt haben (Offb.3:4), weder mit Brudermord, noch mit bibelkritischer Theologie. Zu diesen zählen z.B. Martin Bucer (1491-1551), Johann Gerhard (-1637), Paul Gerhardt (1607-1676), der Schöpfer kostbarster Kirchenlieder, Johann Albrecht Bengel (1685-1752), Theodor Fliedner (1800-1864), J. Chr. Blumhardt (1805-1880), C. F. Keil (1807-1888), Hinrich Wichern (1808-1881), Franz Delitzsch (1813-1890), Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910). Der Pfarrer Paul Schneider (1897-1939) und der Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), die der Bekennenden Kirche angehörten, wurden beide als Märtyrer von den Nazis ermordet. Luther gehört wegen seiner Hasstiraden gegen die Juden nicht zu den Unbesudelten, aber durch seine Wiederentdeckung der Bibel als absolut maßgebendes Wort Gottes schuf er die Voraussetzung dafür, dass die Philadelphia-Gemeinde entstehen und aus Bruderliebe die Juden aus ihrer tiefen Verstockung heraus zu ihrer bevorstehenden Bekehrung führen konnte.

    Die heutige Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) hat mit Luther kaum mehr Gemeinsamkeiten. Luther hatte ja den Papst als den Antichrist bezeichnet. Daraufhin betrachtete die Katholische Kirche ihn als Erzfeind, bzw. »der schlechteste Mensch, der je geboren wurde« (1555), »garstiger Bock und unreiner Beelzebub« (1609), »unverschämter und fleischlich gesinnter Zungendrescher« (1751), »feistes Schwein aus der Herde Epikurs« (1838), »saufrecher lausiger Bettelbruder« (1903) und als »einer der gemeinsten aller Zweifüßler« (1904). Umso erstaunlicher ist es, dass im Lutherjahr 2017 ausgerechnet ein jesuitischer Papst, Franziskus, sich mit dem deutschen Lutheraner-Präses Bedford-Strom völlig einig geworden ist, dass man sich gegenseitig vergeben müsse, um die alten Wunden zu heilen (vergl. 1.Kön.20:31-42). Das erinnert uns an Luk.23:12 »Pilatus und Herodes wurden an selbigem Tage Freunde miteinander, denn vorher waren sie gegeneinander in Feindschaft…«.

    Während die (glaubensgetauften) Laodizea-Christen fast alle Hitler folgten und dies nie wirklich bereuten, erstand aus der Sardeskirche die Bekennende Kirche von babygetauften Sardes-Christen, die dem Evangelium treu blieben und nach dem Zusammenbruch des Hitlerregims ein reuevolles Schuldbekenntnis abgaben. Auch heute gibt es nur in Sardes von Pfarrern gegründete Netzwerke, die für die Glaubenstreue in der evangelischen Kirche eintreten mit dem Ziel, einen Zusammenschluss gläubiger Christen ähnlich der Bekennenden Kirche zu gründen, der die Totalherrschaft der Hure Babylon über diese Kirche beendet. Diesem Bestreben sollten wir uns anschließen.

 

 

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