"Und ER ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt das Grün aus der Erde."

(2. Sam. 23:4)

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„Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anziehen.“ (Röm.13:12)

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Markus kapitel 13

1
Und als er aus dem Tempel heraustrat , sagte einer seiner Jünger zu ihm : Lehrer , siehe , was für Steine und was für Gebäude !
2
Und Jesus antwortete und sprach zu ihm : Siehst du diese großen Gebäude ? Es wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird.
3
Und als er auf dem Ölberge saß , dem Tempel gegenüber , fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas besonders :
4
Sage uns , wann wird dieses sein , und was ist das Zeichen , wann dieses alles vollendet werden soll ?
5
Jesus aber antwortete ihnen und fing an zu reden : Sehet zu, daß euch niemand verführe !
6
Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen : Ich bin es! und sie werden viele verführen .
7
Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören werdet, so erschrecket nicht ; denn dies muß geschehen , aber es ist noch nicht das Ende .
8
Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich ; und es werden Erdbeben sein an verschiedenen Orten , und es werden Hungersnöte und Unruhen sein . Dies sind die Anfänge der Wehen .
9
Ihr aber , sehet auf euch selbst , denn sie werden euch an Synedrien und an Synagogen überliefern ; ihr werdet geschlagen und vor Statthalter und Könige gestellt werden um meinetwillen , ihnen zu einem Zeugnis ;
10
und allen Nationen muß zuvor das Evangelium gepredigt werden.
11
Wenn sie euch aber hinführen , um euch zu überliefern , so sorget nicht zuvor , was ihr reden sollt, [bereitet euch auch nicht vor ]sondern was irgend euch in jener Stunde gegeben wird , das redet ; denn nicht ihr seid die Redenden , sondern der Heilige Geist .
12
Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern , und der Vater das Kind ; und Kinder werden sich erheben wider die Eltern und sie zum Tode bringen .
13
Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen ; wer aber ausharrt bis ans Ende , dieser wird errettet werden.
14
Wenn ihr aber den Greuel der Verwüstung stehen sehet , wo er nicht sollte ( es liest , der beachte es ) daß alsdann , die in Judäa sind, auf die Berge fliehen ,
15
und wer auf dem Dache ist, nicht in das Haus hinabsteige , noch hineingehe , um etwas aus seinem Hause zu holen ;
16
und wer auf dem Felde ist , sich nicht zurückwende , um sein Kleid zu holen .
17
Wehe aber den Schwangeren und den Säugenden in jenen Tagen !
18
Betet aber , daß es nicht im Winter geschehe ;
19
denn jene Tage werden eine Drangsal sein , wie dergleichen von Anfang der Schöpfung , welche Gott schuf , bis jetzthin nicht gewesen ist und nicht sein wird.
20
Und wenn nicht der Herr die Tage verkürzt hätte, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt .
21
Und alsdann , wenn jemand zu euch sagt : Siehe , hier ist der Christus ! oder : Siehe dort ! so glaubet nicht .
22
Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun , um wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen .
23
Ihr aber sehet zu! Siehe , ich habe euch alles vorhergesagt .
24
Aber in jenen Tagen , nach jener Drangsal , wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben ;
25
und die Sterne des Himmels werden herabfallen , und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert werden.
26
Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit .
27
Und dann wird er seine Engel aussenden und seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels .
28
Von dem Feigenbaum aber lernet das Gleichnis : Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt , so erkennet ihr, daß der Sommer nahe ist .
29
Also auch ihr , wenn ihr dies geschehen sehet , so erkennet , daß es nahe an der Tür ist .
30
Wahrlich , ich sage euch : dieses Geschlecht wird nicht vergehen , bis alles dieses geschehen ist.
31
Der Himmel und die Erde werden vergehen , meine Worte aber sollen nicht vergehen .
32
Von jenem Tage aber oder der Stunde weiß niemand , weder die Engel , die im Himmel sind, noch der Sohn , sondern nur der Vater .
33
Sehet zu, wachet und betet ; denn ihr wisset nicht , wann die Zeit ist .
34
Gleichwie ein Mensch , der außer Landes reiste , sein Haus verließ und seinen Knechten die Gewalt gab und einem jeden sein Werk , und dem Türhüter einschärfte , daß er wache .
35
So wachet nun, denn ihr wisset nicht , wann der Herr des Hauses kommt , des Abends , oder um Mitternacht , oder um den Hahnenschrei , oder frühmorgens ;
36
damit er nicht , plötzlich kommend , euch schlafend finde .
37
Was ich aber euch sage , sage ich allen : Wachet !

Markus kapitel 14

1
Es war aber nach zwei Tagen das Passah und das Fest der ungesäuerten Brote . Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten , wie sie ihn mit List griffen und töteten ;
2
denn sie sagten : Nicht an dem Feste , damit nicht etwa ein Aufruhr des Volkes entstehe .
3
Und als er in Bethanien war , in dem Hause Simons , des Aussätzigen , kam , während er zu Tische lag, ein Weib , die ein Alabasterfläschchen mit Salbe von echter , kostbarer Narde hatte ; und sie zerbrach das Fläschchen und goß es auf sein Haupt .
4
Es waren aber etliche unwillig bei sich selbst und sprachen : Wozu ist dieser Verlust der Salbe geschehen ?
5
Denn diese Salbe hätte für mehr als dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben werden können. Und sie zürnten mit ihr .
6
Jesus aber sprach : Lasset sie ; was machet ihr ihr Mühe ? Sie hat ein gutes Werk an mir getan ;
7
denn die Armen habt ihr allezeit bei euch , und wenn ihr wollt , könnt ihr ihnen wohltun ; mich aber habt ihr nicht allezeit .
8
Sie hat getan , was sie vermochte ; sie hat zum voraus meinen Leib zum Begräbnis gesalbt .
9
Und wahrlich , ich sage euch : Wo irgend dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt , wird auch von dem geredet werden, was diese getan hat, zu ihrem Gedächtnis .
10
Und Judas Iskariot , einer von den Zwölfen , ging hin zu den Hohenpriestern , auf daß er ihn denselben überlieferte .
11
Sie aber freuten sich, als sie es hörten , und versprachen , ihm Geld zu geben ; und er suchte , wie er ihn zu gelegener Zeit überliefern könnte.
12
Und an dem ersten Tage der ungesäuerten Brote , da man das Passah schlachtete , sagen seine Jünger zu ihm : Wo willst du, daß wir hingehen und bereiten , auf daß du das Passah essest ?
13
Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen : Gehet hin in die Stadt , und es wird euch ein Mensch begegnen , der einen Krug Wasser trägt ; folget ihm .
14
Und wo irgend er hineingeht , sprechet zu dem Hausherrn : Der Lehrer sagt : Wo ist mein Gastzimmer , wo ich mit meinen Jüngern das Passah essen mag?
15
Und derselbe wird euch einen großen Obersaal zeigen , mit Polstern belegt und fertig ; daselbst bereitet für uns .
16
Und seine Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah .
17
Und als es Abend geworden war, kommt er mit den Zwölfen .
18
Und während sie zu Tische lagen und aßen , sprach Jesus : Wahrlich , ich sage euch : Einer von euch wird mich überliefern , der, welcher mit mir isset .
19
Sie aber fingen an , betrübt zu werden und einer nach dem anderen zu ihm zu sagen : Doch nicht ich ? [Und ein anderer : Doch nicht ich ?]
20
Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Einer von den Zwölfen , der mit mir in die Schüssel eintaucht .
21
Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie über ihn geschrieben steht; wehe aber jenem Menschen , durch welchen der Sohn des Menschen überliefert wird! Es wäre jenem Menschen gut , wenn er nicht geboren wäre.
22
Und während sie aßen , nahm Jesus Brot , segnete und brach und gab es ihnen und sprach : Nehmet ; dieses ist mein Leib .
23
Und er nahm [den]Kelch , dankte und gab ihnen denselben; und sie tranken alle daraus .
24
Und er sprach zu ihnen : Dieses ist mein Blut , das des [neuen ]Bundes , welches für viele vergossen wird.
25
Wahrlich , ich sage euch , daß ich hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis an jenem Tage , da ich es neu trinken werde in dem Reiche Gottes .
26
Und als sie ein Loblied gesungen hatten, gingen sie hinaus nach dem Ölberg .
27
Und Jesus spricht zu ihnen : Ihr werdet euch alle ärgern , denn es steht geschrieben :" Ich werde den Hirten schlagen , und die Schafe werden zerstreut werden ".
28
Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich vor euch hingehen nach Galiläa .
29
Petrus aber sprach zu ihm : Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht .
30
Und Jesus spricht zu ihm : Wahrlich , ich sage dir , daß du heute , in dieser Nacht , ehe der Hahn zweimal kräht , mich dreimal verleugnen wirst.
31
Er aber sprach über die Maßen [mehr ]: : Wenn ich mit dir sterben müßte , werde ich dich nicht verleugnen . Desgleichen aber sprachen auch alle .
32
Und sie kommen an einen Ort , mit Namen Gethsemane , und er spricht zu seinen Jüngern : Setzet euch hier , bis ich gebetet habe.
33
Und er nimmt den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und fing an, sehr bestürzt und beängstigt zu werden.
34
Und er spricht zu ihnen : Meine Seele ist sehr betrübt , bis zum Tode ; bleibet hier und wachet .
35
Und er ging ein wenig weiter und fiel auf die Erde ; und er betete , daß , wenn es möglich wäre , die Stunde an ihm vorübergehe .
36
Und er sprach : Abba , Vater , alles ist dir möglich ; nimm diesen Kelch von mir weg ; doch nicht was ich will , sondern was du willst!
37
Und er kommt und findet sie schlafend , und er spricht zu Petrus : Simon , schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen ?
38
Wachet und betet , auf daß ihr nicht in Versuchung kommet ; der Geist zwar ist willig , das Fleisch aber schwach .
39
Und er ging wiederum hin, betete und sprach dasselbe Wort .
40
Und als er zurückkam , fand er sie wiederum schlafend , denn ihre Augen waren beschwert ; und sie wußten nicht , was sie ihm antworten sollten.
41
Und er kommt zum dritten Mal und spricht zu ihnen : So schlafet denn fort und ruhet aus. Es ist genug ; die Stunde ist gekommen , siehe , der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder überliefert .
42
Stehet auf, laßt uns gehen ; siehe , der mich überliefert , ist nahe gekommen.
43
Und alsbald , während er noch redete , kommt Judas , einer der Zwölfe , herzu , und mit ihm eine große Volksmenge mit Schwertern und Stöcken , von den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten .
44
Der ihn aber überlieferte , hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt : Welchen irgend ich küssen werde, der ist es; ihn greifet und führet ihn sicher fort .
45
Und als er kam , trat er alsbald zu ihm und spricht : Rabbi , Rabbi ! und küßte ihn sehr.
46
Sie aber legten ihre Hände an ihn und griffen ihn .
47
Einer aber von den Dabeistehenden zog das Schwert , schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab.
48
Und Jesus hob an und sprach zu ihnen : Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber , mit Schwertern und Stöcken , mich zu fangen ?
49
Täglich war ich bei euch , im Tempel lehrend , und ihr habt mich nicht gegriffen ; aber auf daß die Schriften erfüllt würden.
50
Und es verließen ihn alle und flohen .
51
Und ein gewisser Jüngling folgte ihm , der eine feine Leinwand um den bloßen Leib geworfen hatte; und [die Jünglinge ]greifen ihn .
52
Er aber ließ die feine Leinwand fahren und floh nackt von ihnen .
53
Und sie führten Jesum hinweg zu dem Hohenpriester ; und alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten versammeln sich zu ihm .
54
Und Petrus folgte ihm von ferne bis hinein in den Hof des Hohenpriesters ; und er saß mit bei den Dienern und wärmte sich an dem Feuer .
55
Die Hohenpriester aber und das ganze Synedrium suchten Zeugnis wider Jesum , um ihn zum Tode zu bringen ; und sie fanden keines .
56
Denn viele gaben falsches Zeugnis wider ihn , und die Zeugnisse waren nicht übereinstimmend .
57
Und etliche standen auf und gaben falsches Zeugnis wider ihn und sprachen :
58
Wir hörten ihn sagen : Ich werde diesen Tempel , der mit Händen gemacht ist, abbrechen , und in drei Tagen werde ich einen anderen aufbauen , der nicht mit Händen gemacht ist.
59
Und auch also war ihr Zeugnis nicht übereinstimmend .
60
Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte und fragte Jesum und sprach : Antwortest du nichts ? Was zeugen diese wider dich ?
61
Er aber schwieg und antwortete nichts . Wiederum fragte ihn der Hohepriester und spricht zu ihm : Bist du der Christus , der Sohn des Gesegneten ?
62
Jesus aber sprach : Ich bin es! Und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels .
63
Der Hohepriester aber zerriß seine Kleider und spricht : Was bedürfen wir noch Zeugen ?
64
Ihr habt die Lästerung gehört ; was dünkt euch ? Sie aber verurteilten ihn , daß er des Todes schuldig sei .
65
Und etliche fingen an, ihn anzuspeien , und sein Angesicht zu verhüllen und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen : Weissage ! Und die Diener gaben ihm Backenstreiche .
66
Und als Petrus unten im Hofe war , kommt eine von den Mägden des Hohenpriesters ,
67
und als sie den Petrus sich wärmen sah , blickt sie ihn an und spricht : Auch du warst mit dem Nazarener Jesus .
68
Er aber leugnete und sprach : Ich weiß nicht , verstehe auch nicht , was du sagst . Und er ging hinaus in den Vorhof ; und der Hahn krähte .
69
Und als die Magd ihn sah , fing sie wiederum an, zu den Dabeistehenden zu sagen : Dieser ist einer von ihnen .
70
Er aber leugnete wiederum . Und kurz nachher sagten wiederum die Dabeistehenden zu Petrus : Wahrhaftig , du bist einer von ihnen , denn du bist auch ein Galiläer .
71
Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören : Ich kenne diesen Menschen nicht , von welchem ihr redet .
72
Und zum zweiten Male krähte der Hahn . Und Petrus gedachte des Wortes , wie Jesus zu ihm gesagt hatte : Ehe der Hahn zweimal kräht , wirst du mich dreimal verleugnen . Und als er daran dachte , weinte er.

Markus kapitel 15

1
Und alsbald am frühen Morgen hielten die Hohenpriester Rat samt den Ältesten und Schriftgelehrten und das ganze Synedrium , und sie banden Jesum und führten ihn weg und überlieferten ihn dem Pilatus .
2
Und Pilatus fragte ihn : Bist du der König der Juden ? Er aber antwortete und sprach zu ihm : Du sagst es.
3
Und die Hohenpriester klagten ihn vieler Dinge an.
4
Pilatus aber fragte ihn wiederum und sprach : Antwortest du nichts ? Siehe , wie vieles sie wider dich zeugen !
5
Jesus aber antwortete gar nichts mehr, so daß Pilatus sich verwunderte .
6
Auf das Fest aber pflegte er ihnen einen Gefangenen loszugeben , um welchen sie baten .
7
Es war aber einer, genannt Barabbas , mit seinen Mitaufrührern gebunden , welche in dem Aufstande einen Mord begangen hatten.
8
Und die Volksmenge erhob ein Geschrei und fing an zu begehren , daß er täte, wie er ihnen allezeit getan .
9
Pilatus aber antwortete ihnen und sprach : Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden losgebe ?
10
Denn er wußte , daß die Hohenpriester ihn aus Neid überliefert hatten.
11
Die Hohenpriester aber wiegelten die Volksmenge auf, daß er ihnen lieber den Barabbas losgebe .
12
Pilatus aber antwortete und sprach wiederum zu ihnen : Was wollt ihr denn , daß ich mit dem tue , welchen ihr König der Juden nennet ?
13
Sie aber schrieen wiederum : Kreuzige ihn !
14
Pilatus aber sprach zu ihnen : Was hat er denn Böses getan ? Sie aber schrieen übermäßig : Kreuzige ihn !
15
Da aber Pilatus der Volksmenge willfahren wollte , gab er ihnen den Barabbas los und überliefere Jesum , nachdem er ihn hatte geißeln lassen, auf daß er gekreuzigt würde.
16
Die Kriegsknechte aber führten ihn in den Hof hinein , das ist das Prätorium ; und sie rufen die ganze Schar zusammen .
17
Und sie legen ihm einen Purpur an und flechten eine Dornenkrone und setzen sie ihm auf ;
18
und sie fingen an, ihn zu grüßen : Sei gegrüßt , König der Juden !
19
Und sie schlugen ihn mit einem Rohr auf das Haupt und spieen ihn an , und sie beugten die Knie und huldigten ihm .
20
Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an ; und sie führten ihn hinaus , auf daß sie ihn kreuzigten .
21
Und sie zwingen einen Vorübergehenden , einen gewissen Simon von Kyrene , der vom Felde kam , den Vater Alexanders und Rufus' , daß er sein Kreuz trüge .
22
Und sie bringen ihn nach der Stätte Golgatha , was verdolmetscht ist Schädelstätte .
23
Und sie gaben ihm Wein , mit Myrrhen vermischt, [zu trinken ]er aber nahm es nicht .
24
Und als sie ihn gekreuzigt hatten, verteilen sie seine Kleider , indem sie das Los über dieselben warfen , was jeder bekommen sollte.
25
Es war aber die dritte Stunde , und sie kreuzigten ihn .
26
Und die Überschrift seiner Beschuldigung war oben über geschrieben : Der König der Juden .
27
Und mit ihm kreuzigen sie zwei Räuber , einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken .
28
[Und die Schrift wurde erfüllt , welche sagt : "Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden ".]
29
Und die Vorübergehenden lästerten ihn , indem sie ihre Köpfe schüttelten und sagten : Ha ! Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust ,
30
rette dich selbst und steige herab vom Kreuze .
31
Gleicherweise spotteten auch die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten untereinander und sprachen : Andere hat er gerettet , sich selbst kann er nicht retten .
32
Der Christus , der König Israels , steige jetzt herab vom Kreuze , auf daß wir sehen und glauben . Auch die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn .
33
Als es aber die sechste Stunde war , kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde ;
34
und zur neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme [und sagte ]: : Eloi , Eloi , lama sabachthani ? was verdolmetscht ist : Mein Gott , mein Gott , warum hast du mich verlassen ?
35
Und als etliche der Dabeistehenden es hörten , sagten sie: Siehe , er ruft den Elias .
36
Es lief aber einer und füllte einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn und sprach : Halt , laßt uns sehen , ob Elias kommt , ihn herabzunehmen .
37
Jesus aber gab einen lauten Schrei von sich und verschied .
38
Und der Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke , von oben bis unten .
39
Als aber der Hauptmann , der ihm gegenüber dabeistand , sah , daß er also schrie und verschied , sprach er: Wahrhaftig , dieser Mensch war Gottes Sohn !
40
Es waren aber auch Weiber , die von ferne zusahen , unter welchen auch Maria Magdalene war und Maria , Jakobus' des Kleinen und Joses' Mutter , und Salome ,
41
welche auch , als er in Galiläa war , ihm nachfolgten und ihm dienten ; und viele andere , die mit ihm nach Jerusalem hinaufgekommen waren.
42
Und als es schon Abend geworden , ( dieweil es Rüsttag war , welches der Vorsabbath ist )
43
kam Joseph von Arimathia , ein ehrbarer Ratsherr , der auch selbst das Reich Gottes erwartete , und ging kühn zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jesu .
44
Pilatus aber wunderte sich, daß er schon gestorben sei ; und er rief den Hauptmann herzu und fragte ihn , ob er schon lange gestorben sei.
45
Und als er es von dem Hauptmann erfuhr , schenkte er dem Joseph den Leib .
46
Und er kaufte feine Leinwand , nahm ihn herab und wickelte ihn in die feine Leinwand und legte ihn in eine Gruft , die aus einem Felsen gehauen war ; und er wälzte einen Stein an die Tür der Gruft .
47
Aber Maria Magdalene und Maria , Joses' Mutter, sahen zu, wo er hingelegt wurde.

Markus kapitel 16

1
Und als der Sabbath vergangen war, kauften Maria Magdalene und Maria , die Mutter des Jakobus , und Salome wohlriechende Spezereien , auf daß sie kämen und ihn salbten .
2
Und sehr früh am ersten Wochentage kommen sie zur Gruft , als die Sonne aufgegangen war.
3
Und sie sprachen zueinander : Wer wird uns den Stein von der Tür der Gruft wälzen ?
4
Und als sie aufblickten , sehen sie, daß der Stein weggewälzt ist; denn er war sehr groß .
5
Und als sie in die Gruft eintraten , sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen , angetan mit einem weißen Gewande , und sie entsetzten sich.
6
Er aber spricht zu ihnen : Entsetzet euch nicht ; ihr suchet Jesum , den Nazarener , den Gekreuzigten . Er ist auferstanden , er ist nicht hier . Siehe da die Stätte , wo sie ihn hingelegt hatten.
7
Aber gehet hin, saget seinen Jüngern und Petrus , daß er vor euch hingeht nach Galiläa ; daselbst werdet ihr ihn sehen , wie er euch gesagt hat.
8
Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft . Denn Zittern und Bestürzung hatte sie ergriffen , und sie sagten niemand etwas , denn sie fürchteten sich.
9
[Als er aber früh am ersten Wochentage auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalene , von welcher er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.
10
Diese ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, welche trauerten und weinten .
11
Und als jene hörten , daß er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht .
12
Nach diesem aber offenbarte er sich zweien aus ihnen in einer anderen Gestalt , während sie wandelten , als sie aufs Land gingen .
13
Und diese gingen hin und verkündeten es den übrigen ; auch denen glaubten sie nicht .
14
Nachher , als sie zu Tische lagen , offenbarte er sich den Elfen und schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärtigkeit , daß sie denen, die ihn auferweckt gesehen , nicht geglaubt hatten.
15
Und er sprach zu ihnen : Gehet hin in die ganze Welt und prediget das Evangelium der ganzen Schöpfung .
16
Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt , wird verdammt werden.
17
Diese Zeichen aber werden denen folgen , welche glauben : In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben ; sie werden in neuen Sprachen reden ,
18
werden Schlangen aufnehmen , und wenn sie etwas Tödliches trinken , so wird es ihnen nicht schaden ; Schwachen werden sie die Hände auflegen , und sie werden sich wohl befinden .
19
Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes .
20
Jene aber gingen aus und predigten allenthalben , indem der Herr mitwirkte und das Wort bestätigte durch die darauf folgenden Zeichen .]