"Und ER ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt das Grün aus der Erde."

(2. Sam. 23:4)

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„Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anziehen.“ (Röm.13:12)

Prophetische Ereignisse Teil 13:

Das Tier aus dem Meer

1 Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. 2 Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie die eines Bären und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht. 3 Und ich sah einen seiner Köpfe wie zum Tod geschlachtet. Und seine Todeswunde wurde geheilt, und die ganze Erde staunte hinter dem Tier her. 4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich? Und wer kann mit ihm kämpfen? 5 Und es wurde ihm ein Mund gegeben, der große Dinge und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate zu wirken. 6 Und es öffnete seinen Mund zu Lästerungen gegen Gott, um seinen Namen und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen, zu lästern. 7 Und es wurde ihm gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Macht gegeben über jeden Stamm und jedes Volk und jede Sprache und jede Nation. 8 Und alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten, jeder, dessen Name nicht geschrieben ist im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an. 9 Wenn jemand ein Ohr hat, so höre er! 10 Wenn jemand in Gefangenschaft geht, so geht er in Gefangenschaft; wenn jemand mit dem Schwert getötet wird, so muss er mit dem Schwert getötet werden. Hier ist das Ausharren und der Glaube der Heiligen.“ (Offb.13:1-10)

Wenn wir heute vom „Antichrist“ sprechen, dann sollten wir wissen, dass dieser Begriff in der Offenbarung selbst nicht vorkommt, sondern nur in den Johannesbriefen verwendet wird (1.Joh. 2:22, 4:3, 2.Joh.7), und zwar auch in der Mehrzahl (1.Joh. 2:18). Schon in der Urgemeinde schlichen sich falsche Christen unter die Gläubigen, die das leibliche Kommen des Gesalbten leugneten. Heute finden wir solche unter den modernen und bibelkritischen Theologen, aber auch unter jenen Evangelikalen, die dem Wort Gottes als „toten Buchstaben“ nicht mehr die alleinige Autorität zusprechen, sondern sich lieber z.B. von jüdischen Schwätzern wie Pinchas Lapide einreden lassen: „Sollte Gott wirklich gesagt haben…?“ Die Vorsilbe ANTI- hat im Griechischen auch nicht nur die Bedeutung von „gegen“, sondern auch „anstatt“. Gemeint ist damit ein Ersatz, eine Fälschung des Echten, die mit diesem verwechselt werden soll. Die Liebe von Mann und Frau ersetzt er durch die Liebe von Mann zu Mann (Röm.1:27); der Einsatz gegen die Ausbeutung von Frauen durch Prostitution und der Pornoindustrie ersetzt er durch den Feminismus und die Abschaffung des Abtreibungsparagraphen; die geordnete Unterstützung der Armen ersetzt er durch eine unkontrollierte Einwanderung („Refugees welcome“) und die Gleichbehandlung von Schwarzen ersetzt er durch einen rebellierenden Antifa-Mob, der unter dem scheinheiligen Slogan „Black Lifes matter“ Autos anzündet, Schaufensterscheiben einschlägt und Läden plündert.

Dennoch gibt es nicht nur diese schleichend wirksame Gesetzlosigkeit der „vielen Antichristen“, sondern auch jenen Einen, auf den schon der HErr Jesus anspielt in Joh.5:43, der sich „in den Tempel Gottes setzt“ (2.Thes.2:3) und „den Gräuel der Verwüstung aufstellt an heiliger Stätte“ (Mt.24:15). Bereits in dem syrischen Seleukiden-Herrscher Antiochus Epiphanes IV (216-164 v.Chr.) erfüllten sich die Prophezeiungen aus Dan.11:31-36 und werden sich in der Mitte der letzten sieben Jahre erneut erfüllen. In der Offenbarung wird er das „Tier“ genannt in Anlehnung an Daniel 7 u. 11. Damit wird zugleich auch die Agenda und das Ziel beschrieben, auf welches alle antichristlichen Bemühungen hinauslaufen: Der Feind will, dass der Mensch sich wieder zum Tier zurückbildet, anstatt zum Ebenbild Gottes (1.Mo.1:26). Schon der Kommunismus versuchte, aus den vor Gott verantwortlichen Individuen mit Gewalt willenlose und triebgesteuerte Herdentiere zu machen. Heute geschieht das von ganz alleine durch mediale Dauermanipulation (Werbung, Mode-Influencer) und Süchte (Drogen, PC-Spiele, Pornografie etc.). Dabei hat Gott den Menschen nicht als Teil eines Schwarms geschaffen, sondern als Einzel-Person (vom lat. persona, per- = durch, sonare = klingen, d.h. der Klangkörper Gottes, durch den Sein Wesen „durchklingen“ soll).

Während dieser Umerziehungsprozess zum triebgesteuerten Tier in früheren Zeiten eher unbemerkt, langsam und schleichend voranschritt und von humanistischen Nebelkerzen verdeckt wurde, hat er seit der 68er Bewegung der „Umwertung aller Werte“ (Nietzsche) deutlich an Fahrt aufgenommen und wird sich in naher Zukunft dann unverblümt und brutal vor aller Augen offenbaren: „Denn schon erweist sich das Geheimnis der Gesetzlosigkeit als wirksam, nur dass der auf sie Zuhaltende (od. sie Zurückhaltende) bis jetzt noch nicht aus der Mitte wird (o. hervorkommt - griech. GENETAI)“ (2.Thess. 2:7). Die meisten Ausleger gehen davon aus, dass der Zurückhaltende hier der Heilige Geist sei, obwohl von diesem gar nicht die Rede ist. Der Zusammenhang macht vielmehr deutlich, dass der Antichrist („Sohn des Verlorengehens“) unsere Entrückung aufhält (d.h. „unser Versammeltwerden zu Ihm hin“), weil nach 2.Thes.2:3 erst dieser offenbart werden muss. Er wird „aus der Mitte kommen“, wie in Offb.13:1 beschrieben, und dann „offenbart werden“, d.h. von den Bibelgläubigen auch unzweifelhaft als DER Antichrist erkannt werden.

Zugleich wird er aber auch eine Weltmacht sein, die alle Attribute der früheren Weltreiche in sich vereinigt und verdichtet, also eine absolute Machtfülle besitzt, ein totalitärer Weltstaat. Das Dritte Reich war damit verglichen nur ein Miniaturbild, eine Generalprobe vor dem eigentlichen Auftritt. Das „Tier“ ist ein monströses Mischwesen, eine Chimäre, bei der die schöpfungsmäßigen Grenzen vermischt und verdreht wurden, wie wir es heute nicht nur im Genderismus sehen, sondern auch buchstäblich in der Genmanipulation, wo menschliche embyonale Stammzellen in die Eizellen von Tieren eingesetzt werden, um ein Ersatzteillager für Organverpflanzungen zu schaffen. Und so wie der Christus als Menschensohn nichts aus sich selbst zu tun vermochte, bekommt auch der falsche Christus all seine Vollmacht vom Drachen, dem Vater der Lüge, um die Welt durch okkulte, aber auch technische „Wunderwerke“ zu verzaubern und zu verführen. „Weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, um gerettet zu werden, sendet ihnen Gott eine wirksame Macht des Irrwahn, damit sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit“ (2.Thes.2:10-12).

Die „Todeswunde“ in Vers 3 wird meist als die dem heidnischen Römischen Reich durch das Christentum zugefügte Kränkung gedeutet, die durch das Wiedererstarken des Heidentums innerhalb des Christlichen Abendlandes „geheilt“ wurde. Ich vermute jedoch, dass die tödliche Wunde durchaus auch wörtlich verstanden werden kann: Wenn die Truppen Gogs zum ersten Mal gegen Jerusalem heraufziehen werden (Hes.39), wird dem Weltherrscher eine tödliche Verletzung zugefügt werden: „Wehe dem nichtigen Hirten, der die Herde verläßt! Das Schwert über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm soll gänzlich verdorren, und sein rechtes Auge völlig erlöschen.“ Sach.11:17). Die Erdbewohner werden später aufgefordert, „ein Bild dem Tiere zu machen, das die Wunde des Schwertes hat und lebte... Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Knechte, daß sie ein Malzeichen annehmen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn“. Dieser Zusammenhang sollte erkannt und berücksichtigt werden: Genau dort, wo der Antichrist seine Verletzung hatte, sollen die Menschen möglicherweise aus Solidarität ein Zeichen annehmen, um sich mit dem Antichrist einszumachen.

Interessanterweise finden wir in der freimaurerisch beeinflussten Popkultur (aber auch beim ZDF) immer wieder das verdeckte rechte Auge, das schon bei den alten Ägyptern als allsehendes Auge des Gottes Re oder Horus symbolisierte und später im Christentum übernommen wurde als „Auge Gottes“ (2.Chr.16:9, Spr.15:3). Im ägyptischen Osiris-Mythos heilt der Mondgott Thot (Satan) das zerstörte Auge von Osiris (Nimrod/Antichrist) und macht ihn dadurch zum wiederauferstandenen, göttlichen Wesen, das Anbetung verdient. Das von Christus zermalmte Haupt der Schlange (1.Mo.3:15) scheint wiederhergestellt und will nun die Hauptschaft des Christus anfechten (Eph.1:9-10)*. Daher wird der Antichrist auch „Fürst von Rosh“ (RoSch = Haupt) genannt, nämlich Fürst des Hauptes der Schlange, die ihm alle Macht gibt (Offb.13:4). Man muss dazu wissen, dass der Drache und die Schlange identisch sind (Offb.12:9), da die Schlange vor dem Sündenfall wohl die Gestalt eines Drachen hatte.

* Auch wir selbst als Kinder Gottes stehen in der Gefahr, durch Eigenwillen und Übermut die Hauptschaft Christi in unserem Leben infrage zu stellen, ohne dass uns dies vielleicht bewusst ist (Röm.14:9). Wenn wir z.B. heute die Gültigkeit der Gebote Gottes leugnen, indem wir selbst entscheiden, wie wir Jesus lieben wollen, betreiben wir wie Saul einen eigenwilligen Götzendienst (das hebr. Wort A‘WäN kann man auch mit „Ichhaftes“ übersetzen, vergl. 1.Sam.15:22-23). „Tu was Du willst“ ist nicht das Gebot Jesu, sondern das Gebot Satans. Satanisten tun deshalb ganz bewusst nicht mehr das „Rechte“, sondern das „Linke“ und nennen sich deshalb „Pfad der linken Hand“ („LHP“). Das Tun der linken Hand wird durch die rechte Gehirnhälfte gesteuert, also der weiblichen Gefühlswelt. Das Sinnliche kann aber leicht vom Dämonischen beeinflusst werden (Jak.3:15). „Aus diesem Grunde wird die linke Seite in Indien sowohl mit der Überschreitung gesellschaftlicher Tabus als auch der dynamischen Energie der Shakti assoziiert“ (Wikipedia). Im Zusammenhang mit dem rechten Auge und der rechten Hand des Antichristen (Sach.11:17) erscheint auch folgende Aussage des HErrn in einem ganz neuen Licht: „Wenn aber dein rechtes Auge dich ärgert, so reiß es aus und wirf es von dir; denn es ist dir nütze, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde. Und wenn deine rechte Hand dich ärgert, so haue sie ab und wirf sie von dir; denn es ist dir nütze, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde“(Mt.5:29-30).

Das Huldigen vor dem Drachen und dem Tier muss sich nicht unbedingt in einem niederwerfenden Anbeten äußern – wie in Daniel 3 vorgeschattet – sondern kann schon in einem bestaunenden Beifall oder sogar nur einer furchtsamen Anerkennung und Gefolgschaft äußern, wie wir es bei Hitler gesehen haben. Viele Deutsche haben Hitler wohl insgeheim auch kritisch gesehen oder gar abgelehnt, aber haben trotzdem den Hitlergruß gemacht, um nicht aufzufallen. Die Gestapo hat ganz genau hingeschaut, wenn Hitler durch die Straßen fuhr, wer von den Zuschauern am Rand ihm den Hitlergruß verweigerte (vergl. Esth.3.2-5). Wir sollen als Christen ja allen Ehre erweisen und auch für unsere Obrigkeit als Dienerin Gottes einstehen, aber wir dürfen ihr deshalb keine gottgleiche Allmacht zusprechen, wie es z.B. glühende Neonazis heute noch tun. Da der Teufel weiß, dass er durch Christus am Kreuz ein für alle Mal besiegt ist, versucht er mit Nachahmungen der Wunder Jesu und Seines stellvertretenden Opfers sich selbst zum Messias hochzustilisieren, um ein wenig von der echten Anbetung Gottes und des Lammes einzuheimsen. Deswegen sollen Satanisten auch die gleichen Lieder- und Gebetsbücher verwenden, wie Christen sie haben.

Gott lässt all diese Lästerungen zu („Es wurde ihm gegeben“), damit die laue und weltangepasste Christenheit noch eine letzte Chance zur Buße bekäme. In Jes.33:14-16 wirft der Prophet die Frage auf: „Wer hält es denn bei rasendem Feuer aus? Wer kann denn Wohnen bei der ewigen Glut? Wer das Rechte tut und die Wahrheit sagt, wer keinen Gewinn durch Ausbeutung macht, wer kein Bestechungsgeschenk entgegennimmt, wer sein Ohr verstopft, um nicht von Bluttaten zu hören (Radio?), und seine Augen verschließt, um Böses nicht zu sehen (Filme, Nachrichten?): der wird auf Höhen wohnen, Bergfesten sind sein Schutz. Er hat immer ausreichend Brot, und auch sein Wasser versiegt nie. Deine Augen werden den König in Seiner Schönheit erblicken…“ Wenn die Welt erst einmal ihr wahres Gesicht gezeigt hat, das wir für sie Dreck und Ungeziefer sind, das beseitigt werden muss (wie es die Nazis mit den Juden taten), dann werden wir Christen uns wieder darauf besinnen, dass wir unsere Wohnung „im Himmel“ haben, so dass wir unsere irdische Wohnstube hinter uns lassen müssen, im Gegensatz zu den „Bewohnern der Erde“ (griech. OIKOUMENE = die „Wohnenbleibenden“). Wer heute jedoch mit Querdenkern und Identitären mitmarschiert, verleugnet dadurch sein himmlisches Bürgertum und seine Fremdlingsschaft auf Erden.

Irritierend mag nun der Hinweis sein, dass die Gläubigen als jene bezeichnet werden, deren Namen geschrieben sind „im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an“ (V.8). Hier drängt sich die Frage auf: Hatten all die anderen denn gar keine Chance mehr, sich in das Buch des Lebens eintragen zu lassen? Waren sie sozusagen im calvinistischen Sinn dazu indirekt vorbestimmt, den Antichristen anzubeten? Nein, das würde völlig dem Grundsatz Gottes widersprechen, dass bei Ihm kein Ansehen der Person ist, es also auch keine Benachteiligung bei Ihm geben kann (Röm.2:11). Vielmehr werden laufend neue Menschen ins Buch des Lebens eingetragen, die „an den Hecken und Zäunen“ sind, während andere wieder ausgetragen werden, die sich als unwürdig erwiesen haben. Dies geht aus Psalm 69:28 hervor, wo der HErr Jesus (durch David) prophetisch bittet: „Lass sie ausgelöscht werden aus dem Buche des Lebens, und nicht eingeschrieben mit den Gerechten!“ Wenn niemand zusätzlich mehr eingeschrieben werden könnte ins Lebensbuch, dann wäre die Bitte, dass sie nicht mehr eingeschrieben werden sollen, im Grunde unnötig. Es wäre natürlich möglich, dass Gott in Vorhersehung all jene schon vorab ins Lebensbuch einschreiben ließ, von denen er wusste, dass sie sich eines Tages bekehren würden; aber dann wiederum könnte man nicht mehr von einer Auserwählung Jesu sprechen (Joh.15:16), da dann ja der Mensch den HErrn Jesus erwählt hätte und dieser zum Buchhalter degradiert wäre.

In Vers 10 haben wir es dann – je nach Lesart – mit einer unterschiedlichen Botschaft an uns zu tun, die aber in jedem Falle nützlich ist. Nach dem Codex Sinaiticus und dem Codex Ephraemi muss der Vers lauten: „Wenn jemand (in Gefangenschaft gehen soll), so geht er in Gefangenschaft; wenn jemand mit dem Schwert umgebracht werden (soll), so (muss) er mit dem Schwert umgebracht werden. Hier ist das Bleiben unter (dem Auferlegten) und die Treue der Heiligen (gefordert)“. Die zweite Hälfte des Verses macht deutlich, dass dies wohl auch die wahrscheinlichere Botschaft ist: Euer Schicksal ist Euch von Gott vorherbestimmt, deshalb wehrt Euch nicht dagegen, sondern lasst es bereitwillig über Euch ergehen. Aber auch die andere Lesart nach dem Codex Alexandrinus und dem Textus receptus ließe sich biblisch mit anderen Stellen begründen: „Wenn jemand in Gefangenschaft führt, so geht er in die Gefangenschaft; wenn jemand mit dem Schwerte tötet, so soll er mit dem Schwert getötet werden“ (vergl. 1.Mo.9:6, Mt.26:52). Hier stellt sich natürlich die Frage, ob und wie ein Christ andere in Gefangenschaft führen könnte. Aus Apg.20:30, Kol.2:8 und 2.Tim.3.6 wissen wir, dass es durchaus möglich ist, dass Christen eine Beute von anderen Christen werden können, was letztlich eine Form von Menschenraub ist (1.Tim.1:10). Für jeden treulosen Gläubigen gilt der gleiche Rechtsgrundsatz Gottes wie für einen Ungläubigen, dass Gott nämlich einem jedem seiner Werke gemäß vergelten wird (Ps.62:12, Röm.2:6, Offb.2:23).

Bei den Christen, die in der 42 Monate dauernden Vollmachtzeit des Antichrists noch auf der Erde leben, handelt es sich allem Anschein nach um die törichten Jungfrauen, die zuvor wie Benjamin den Leidenskelch geleugnet hatten, indem sie vielleicht z.B. ihre Entrückung eigentlich vor der siebenjährigen Trübsalzeit eingeplant hatten in der Meinung, dass der HErr doch für Seine Gemeinde niemals Trübsal vorsehen würde (1.Thes.3:3, Apg.14:22, 2.Tim.1:8, 2:3+9, 4:5). Auch die Kinder Israel waren nicht bereit, ins von Gott gelobte Land einzugehen, weil sie sich fürchteten und dem HErrn nicht vertrauten; als Gott sie dann vom Eintritt ausschloss, wollten sie aus reiner Vermessenheit auf einmal doch gegen ihre Feinde kämpfen und kamen um (4.Mo.14:40-45). Auch heute gibt es viele Geschwister, die zwar nicht gegen ihr Fleisch ankämpfen wollen, dagegen umso mehr gegen die ihrer Meinung nach antichristliche Regierung von Angela Merkel, der sie wie die Reichsbürger den Gehorsam verweigern in der wahnhaften Idee, dass sie ihr keine Unterwürfigkeit schulden würden (Röm.13:1-7). Dieser rebellische Eigensinn unter vielen Brüdern heute macht mir große Sorgen, denn schon zu Israel sprach Gott damals: „Ich habe euch dem Schwerte bestimmt, … weil Ich gerufen, und ihr nicht geantwortet habt, geredet und ihr nicht gehört habt, sondern getan, was böse ist in Meinen Augen und das erwählet, woran Ich kein Gefallen habe“ (Jes.65:12).