Januar bis Juni 2024
Auswandern
Wie jedes Jahr reisten Ruth und ich Anfang Januar wieder nach Peru, jedoch ich diesmal nur für einen Monat und Ruth für vier Monate, um in Peru arbeiten zu können (sie hatte ja Fortbildungslehrgänge in Ultraschalldiagnostik absolviert und sich dann ein Ultraschallgerät gekauft, dass sie nun in der Tierarzt-Praxis von Bruder Francisco zum Einsatz bringen wollte). Ich wollte diesmal nicht so lange bleiben, weil ich mir Sorgen um Marcus machte wegen seiner Instabilität. An sich hätte ich auch gleich in Deutschland bleiben können, aber Ruth und ich überlegten, ob wir vielleicht doch nach Peru auswandern und uns deshalb mal nach einem geeigneten Grundstück umsehen sollten. Denn durch die immer verrücktere Politik der Ampelregierung gewann man den Eindruck, dass Deutschland durch ideologische Fehlentscheidungen immer weiter in den wirtschaftlichen Ruin getrieben wird (z.B. hatte Minister Habeck behauptet, dass ein Abschalten der letzten drei Atomkraftwerke angeblich unbedenklich sei, obwohl seine Experten genau das Gegenteil festgestellt hatten). Ohnehin war nicht der angeblich menschengemachte Klimawandel besorgniserregend, sondern eher der geistige und geistliche Klimawandel in Deutschland eine echte Gefahr für den Zusammenhalt, da sich durch die mediale Hetze und Desinformation die Leute immer mehr stritten und spalteten. Durch die ständige Hetze gegen Russland drohte sogar ein Dritter Weltkrieg mit Atomwaffen. Und wenn die Politiker zukünftig den Industriestandort Deutschland nur noch durch Wind und Sonne mit Energie beliefern und mit Sozialkassen-Eindringlingen überschwemmen würden, war absehbar, dass dieser Irrsinn am Ende zum wirtschaftlichen Kollaps führen würde. „Der Kluge sieht das Unglück und verbirgt sich“ (Spr.22:3, 27:12).
Doch auch in Lima würden wir in Zukunft nicht mehr bleiben können, da die Stadt in die Hände der Mafia gefallen war und die Politik nichts dagegen unternahm. Um Kosten zu sparen hatte der venezolanische Präsident Tausende an Häftlingen aus den maroden und überfüllten Gefängnissen vorzeitig freigelassen, die dann mit 7 Millionen anderen Armutsflüchtlingen nach Kolumbien, Peru und Chile auswanderten. Die aus diesen gegründete Mafia, die sich „Tren de Aragua“ nannte, überzog die Länder nun mit Drogenhandel, Zwangsprostitution und vor allem mit Schutzgelderpressung. Das lief so ab, dass z.B. ein Ladenbesitzer eines Tages einen Anruf mit nicht angezeigter Handynummer erhält: „Guten Tag, wir bieten ihnen und ihrer Familie einen umfangreichen Schutz an für gerade einmal nur 300 Dollar im Monat!“ – „Nein, Danke – ich habe keinen Bedarf.“ – „Das war kein Angebot, sondern eine Information.“ – „Vor wem wollen Sie mich denn schützen?“ – „Vor uns selbst. Denn wenn Sie unsere Forderung nicht zahlen, fliegt ihr Laden in die Luft. Wir schicken Ihnen morgen um 15 Uhr einen Minderjährigen, der das Geld von Ihnen abholt.“ Wenn der Ladenbesitzer sich dann weigert, mit seinen Zahlungen säumig ist oder gar die Polizei informiert, machen die Erpresser ernst und werfen eine Granate in seinen Laden, durch die dann oftmals auch gleich die Kunden in die Luft fliegen. Auf offener Straße wird dann ein zuvor erpresster Busfahrer mitten in der Fahrt von einem vorbeifahrenden Motorradfahrer erschossen. Auf diese Weise sterben jedes Jahr zwischen 1.500 bis 2.000 Menschen in Lima. Die Morde werden häufig von den Tätern gefilmt und zur Abschreckung ins Internet gestellt. Da die Täter durch diese Morde in den letzten Jahren immer reicher geworden sind und sich große Villen kaufen konnten, gab es immer häufiger Nachahmungstäter, so dass der Polizeichef von Lima, Victor Revoredo Farfán (55), den ich ja vier Jahre zuvor mal persönlich kennenlernen durfte in seinem Büro, am Ende völlig überfordert war und der Lage nicht mehr Herr wurde. Die Gangster bauten sich in ihren Geheimverstecken sogar Altäre, durch die sie Satan anbeteten und gegen Revoredo in Ritualen schwarzmagische Verwünschungen und Schadenzauber verübten.
Ruth und ich wollten uns also im Gebirge ein Grundstück kaufen, jedoch nicht so weit von Lima entfernt, damit Ruth nicht so einen weiten Weg haben würde zur Arbeit. Wir entschieden uns also für Chosica, genau genommen für ein Dorf namens Santa Eulalia, das etwa 1,5 Std von Lima entfernt im Gebirge lag. Wir schauten uns mehrere Angebote an, aber waren erschrocken, wie teuer die Grundstücke inzwischen waren. Für ein 500 qm großes Grundstück am Berghang mit einem großen Mangobaum in der Mitte verlangte der Besitzer gar 45.000 Dollar! 10 Jahre zuvor hätte er dafür maximal 2000 Dollar bekommen. Das lag nicht nur an der Nähe zu Lima, sondern auch weil die Region inzwischen Strom und Wasseranschluss bekommen hatte und es nur wenig ebene Flächen gab im Gebirge. Der Ort selbst war allerdings malerisch schön. Unten im Dorf plätscherte ein beschaulicher Bach, der in der Regenzeit schnell zu einem reißenden Fluss ansteigen konnte, der Schlamm und Geröll mit sich führt. Nach etwa vier Besichtigungen gefiel Ruth ein 300 qm großes Grundstück, das nur 27.000 Dollar kosten sollte. Ich wollte noch weiter gucken, aber Ruth hatte sich entschieden: „Dies oder keines!“ Ich sagte: „Dann eben keines. Wir haben doch gar keinen Zeitdruck und sollten uns doch erst einmal in Ruhe verschiedene Orte anschauen. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob es wirklich Gottes Wille ist, dass wir auswandern sollten.“
In jenen Tagen diskutierte ich mit Bruder Ricardo über den Überfall der Hamas auf Israel am 07.10.2023. Ricardo war sich sicher, dass der israelische Geheimdienst und das Militär sich mit Absicht aus dem Süden zurückgezogen hatten, um die Palästinenser angreifen zu lassen, da sie einen Vorwand brauchten, um die Palästinenser im Gaza-Streifen endgültig zu vernichten und sich diese Region widerrechtlich anzueignen. Mir war die Verschwörungsgläubigkeit von Ricardo aus vielen früheren Gesprächen gut bekannt, aber ich wunderte mich, dass er als Christ auf einmal gegen den Staat Israel polemisierte und der Hamas-Propaganda völlig unkritisch Glauben schenkte. Über zwei Stunden diskutierten wir hitzig über die Aussagen der Bibel zu diesem Thema. Dass die Juden unsere „Geliebten sind, um der Väter willen“ (Röm.11:28), ließ er nicht gelten, da Ricardo sich sicher war, dass es sich bei den Israelis nicht um echte Juden handele, sondern um von Natur bösartige Kinder des Teufels (Joh.8:44), eine „Synagoge Satans“ (Offb.2:9, 3:9), die „allen Menschen entgegen sind“ und „über die der Zorn Gottes völlig gekommen“ sei (1.Thes.2:15-16). Immer wieder sprach er von einem „Genozid“, den die Israelis an den Palästinensern verübten und verschwieg dabei völlig das Massaker, das die Hamas an wehrlosen Zivilisten verübte. Eva, die die ganze Zeit unseren Streit mitverfolgte, während sie strickte, musste immer wieder herzhaft lachen, wie wir uns gegenseitig mangelnder Sachkenntnis bezichtigten. Am Ende sagte ich zu Ricardo: „Für mich ist es unerträglich, dass Du den israelischen Soldaten ständig Völkermord unterstellst. Kein Land der Welt würde sich so ein Massaker einfach gefallen lassen. Israel ist das Volk Gottes, das der HErr noch erretten wird. Du bist wirklich ein Antisemit. Wenn Du so schlecht redest über Israel, dann kann ich keine Gemeinschaft mit Dir haben, denn Du tastest den Augapfel Gottes an. Ich bitte Dich deshalb, dass Du wenigstens den Vorwurf des Völkermords wieder zurücknimmst.“ Ricardo stand auf und sagte stolz: „Nein, das ist unmöglich. Ich lasse mich nicht erpressen! Wenn Du Dich von mir trennen willst, dann akzeptiere ich das um der Wahrheit willen. Aber ich mache keine faulen Kompromisse, wenn es um die Wahrheit geht!“ Daraufhin ging er. Drei Wochen später versöhnten wir uns wieder. Er verzichtete auf das Wort „Völkermord“ und ich verzichtete ihm zuliebe auf das Wort „Volk Gottes“.
Die Potsdam-Lüge
Mitte Januar schickte mir meine Tochter einen Artikel über ein Geheimtreffen von AfDlern in Potsdam, wo man angeblich über einen „Masterplan zur Vertreibung von Millionen nicht-reinrassigen Deutschen“ gesprochen haben soll. Unter dem Artikel schrieb Rebekka: „Jetzt weißt Du, Papa, warum ich die AfD ablehne. Wenn die an die Macht kommen, dann wird Mama bestimmt auch noch abgeschoben!“. Ich war entsetzt und war mir sicher, dass es sich um eine verleumderische Schmutzkampagne handeln musste. Sofort überprüfte ich die Angaben durch alternative Quellen wie etwa der NZZ, und schnell wurde deutlich, dass die sog. Recherche-Plattform Correctiv mit Stasi-Methoden versucht hatte, ein völlig harmloses Treffen von politisch Interessierten zu einer Art neuer, konspirativer „Wannseekonferenz“ aufzubauschen, um auf diese Weise die AfD zu diskreditieren und ihr Verbot zu fordern. Sofort wurde dieses Märchen als sensationelle „Enthüllung“ von den linken Staatsmedien ungeprüft übernommen und zur besten Sendezeit der breiten Öffentlichkeit eingeredet. Wie auf Knopfdruck riefen daraufhin sämtliche, linke, regierungsnahe und vom Familienministerium geförderte NGOs die Leute auf die Straße (z.B. „Omas gegen Rechts“ oder „Amadeo-Antonio-Stiftung“), um die AfD als neue Nazi-Partei zu diffamieren. Sogar Bundeskanzler Scholz und Außenministerin Baerbock, die als Amtsträger eigentlich zur Neutralität verpflichtet waren (da sie ja das GANZE Volk vertraten), nahmen an diesen Demos gegen die Opposition teil, wodurch überdeutlich wurde, dass diese Staatsvertreter die Proteste nicht nur finanziell unterstützten, sondern als Minister ihr Amt missbrauchten, indem sie durch den Kampf gegen die Oppositionspartei die staatliche Neutralität ignorierten. Dass es sich bei dieser angeblichen „Recherche“ in Wirklichkeit um eine von langer Hand geplante Inszenierung handelte mit dem Ziel, die traumatisierenden Erinnerungen an die NS-Zeit wiederzubeleben, wurde auch dadurch deutlich, dass der für Correctiv arbeitende Aktionskünstler Jean Peters schon eine Woche nach der Veröffentlichung dieses Dämonisierungsnarrativs sofort ein Theaterstück vorführte, in welchem dieses Gruselmärchen noch einmal buchstäblich inszeniert wurde, damit auch noch der Letzte die Botschaft verstehen konnte. In einem Interview räumte Jean Peters sogar ein, dass er mit „gezielter Desinformation“ arbeite.
Die Teilnehmer dieses privaten Treffens vom 25.11.23 in Potsdam ließen sich diese Rufmord-Kampagne natürlich nicht gefallen und erstatteten Anzeigen gegen Correctiv und die ÖRR-Medien ARD und ZDF. Ihr Pech: Einer der Teilnehmer war der Staatsrechtler Dr. Ulrich Vosgerau (CDU), der gleich mit sieben eidesstattlichen Versicherungen juristisch gegen diese koordinierte Lügen-Kampagne vorging. Vor dem Landgericht Hamburg räumte Correctiv ein, dass es sich bei den frei erfundenen Behauptungen in ihren Artikel „Geheimplan gegen Deutschland“ ja auch gar nicht um Tatsachenbehauptungen, sondern um Meinungsäußerungen handelte. Die öffentlichen und zur Neutralität verpflichteten Staatsmedien gaben in der Folgezeit Unterlassungserklärungen ab wegen „unzulässiger Verdachtsschilderungen und Falschdarstellungen“. Vor dem Landgericht Berlin wurde die reißerische Correctiv-Erzählung von einem „Masterplan zur Deportation deutscher Staatsbürger“ schließlich am 17.03.26 in sämtlichen Kernaussagen als falsch und frei erfunden festgestellt und verboten. Sie sei gespickt mit „Spekulations-Kaskaden“, die bei den Fernsehsendern und Zuschauern keineswegs bloß als fiktives Theaterstück, sondern als konkrete Tatsachenbehauptung verstanden wurde. Während der öffentlich-rechtliche Rundfunk jedoch diese Schwurbeleien ohne jede kritische Nachfrage oder Gegenrecherche sofort dankbar aufgenommen und wochenlang verbreitet hatten wie in einer konzertierten Aktion, berichten sie heute gar nicht mehr über diese Gerichtsurteile, was sehr auffällig ist. Offensichtlich geht es ihm schon lange nicht mehr um echten Journalismus, sondern vor allem um die Aufrechterhaltung ihres politisch-medialen Filzes, von dem sie ja alle profitieren. Ihr Ziel, die AfD-Wähler abzuschrecken durch eine beabsichtigte NS-Analogie, war zunächst erfolgreich, denn die AfD stürzte in Wahlumfragen ab von 23 % auf 17 %.
Wenn es in Deutschland inzwischen so leicht ist, das Volk durch die Medien zu manipulieren und gegen eine Minderheit wie die AfD aufzuhetzen, dann drohen uns demnächst tatsächlich Zustände wie 1933, jedoch nicht von rechter, sondern von linker Seite. Ich hatte inzwischen jedes Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat verloren und sagte mir: noch ist es nur die AfD, aber demnächst werden auch wir konservativen Christen an den medialen Pranger gestellt und verleumdet. Die AfD war für mich schon lange nicht mehr rechtsextrem, sondern konservativ und vernünftig. Man konnte froh sein, dass es wenigstens noch ein paar wenige Politiker gibt, die noch nicht von allen guten Geistern verlassen waren. Diese ständige Verunglimpfung und Stigmatisierung der AfD erinnerte mich daran, wie ich auch selbst ständig litt unter der Ausgrenzung durch meine Brüder wegen der Allversöhnung. Ja, ich identifizierte mich mittlerweile so sehr mit der AfD, dass ich nach meiner Rückkehr aus Peru beschloss, der AfD beizutreten. Ich stellte einen Antrag und verabredete mich mit dem Landesvorstand zu einem Gespräch im Café del Sol. Wir unterhielten uns etwa zwei Stunden angeregt bei Kaffee und Kuchen und verabschiedeten uns dann herzlich. Doch zehn Tage später erhielt ich von ihnen eine Mail, dass sie mich nicht aufnehmen wollen – ohne irgendeine Begründung. Das irritierte mich und ich fragte Sergej Minich, den Landesvorsitzenden, nach einem Grund. Als ich keine Antwort erhielt, schöpfte ich einen Verdacht: ich schaltete den PC an und ging auf meine Internetseite „derHahnenschrei.de“ – Und tatsächlich! Ich hatte meinen Artikel gegen die AfD, den ich vor 8 Jahren schrieb, versehentlich nie gelöscht. Sie mussten den entdeckt haben und nahmen an, dass ich vielleicht ein V-Mann sei, der sich heimlich in die AfD einschleusen wollte. Aber warum haben sie mich nicht darauf angesprochen, warum ich in diesem Artikel die AfD mit den Nazis verglichen hatte, dann hätte ich es ihnen doch erklärt! Warum diese Feigheit? Aber schließlich nahm ich es aus Gottes Hand und sagte mir, dass es vielleicht nicht Gottes Wille war, AfD-Mitglied zu werden.
Marcus springt aus dem Fenster
Während wir in Peru waren, machte ich mir große Sorgen um Marcus und fragte mich, wie er die sechs Wochen allein verbringen würde. Umso dankbarer war ich zu erfahren, dass er bei einem Bruder Frank eingezogen war, der auch selbst psychisch krank war (Schizophrenie), so dass sie einander helfen konnten. Zudem half Marcus einer gläubigen Familie, deren Haus in Lilienthal über die Weihnachtstage unter Wasser stand, um all ihre Möbel in den Transporter zu laden und bei mir in der Malerwerkstatt einzulagern. Dadurch war Marcus abgelenkt, und sein Tag hatte wenigstens eine gewisse Struktur. Als ich am 25.02.24 nach Deutschland zurückkehrte (Ruth wollte noch 12 Wochen länger in Peru bleiben wegen ihrer Arbeit), zog Marcus vereinbarungsgemäß erst mal bei uns ein. Jedoch schmerzte es ihn von Anfang an, dass er bei uns nur vorübergehend geduldet war und wieder gehen musste, sobald Ruth Mitte Mai aus Peru zurückkehren würde. Er wollte am liebsten für immer bei uns wohnen, und hatte von Anfang an eine panische Angst vor dem Moment, wenn er wieder ausziehen müsse.
Diese Angst sollte schon bald eine neue Psychose bei ihm auslösen. Am 15.03. hatte Marcus die Idee, nach Bremen-Arbergen ins Elternhaus zurückzukehren. Er müsse lernen, „sich der Realität zu stellen und sich an diese zu gewöhnen“. Doch an den darauffolgenden Tagen ging Marcus nicht ans Handy, so dass ich schon eine böse Ahnung hatte. Ich rief meine Schwester Diana an und machte mich dann auf den Weg zu Marcus. Doch mein Schwager Axel war schon kurz vor mir da und traf Marcus mit Jacke und Hose in seinem Bett liegend an. Offensichtlich hatte er schon zwei Tage darin gelegen, denn er roch streng nach Schweiß und hatte fettige Haare. Ich stellte ihm viele Fragen, aber er antwortete kein einziges Wort, da er mal wieder in einer Psychose war. Ich nahm ihn mit zu meinem Wagen und erklärte ihm, dass ich ihn von nun an nicht mehr aus dem Auge lassen würde, sondern ihn nötigenfalls einsperren müsse. Doch während wir durch Hemelingen fuhren, machte Marcus plötzlich die Beifahrertür auf und wollte rausspringen. Ich hielt ihn mit aller Kraft am Arm und schimpfte mit ihm. Er sagte kein Wort, sondern schloss nur die Augen. Als wir ankamen, bat ich ihn, sich erstmal zu duschen. Ich schob ihn ins Bad und forderte von ihm, sich auszuziehen. Aber Marcus stand wie gelähmt im Raum und bewegte sich nicht. Nach mehreren Aufforderungen griff ich seinen Pullover und wollte ihn mit Gewalt ausziehen. Marcus wehrte sich, sagte aber nichts. Wieder zögerte er, so dass ich die Geduld verlor. Ich nahm den Duschkopf und brüllte ihn an, dass ich ihn nass machen würde, wenn er sich nicht auszieht. Als ich meine Drohung dann wahrmachte, bat Marcus um Einhalt und zog sich aus. Noch mehrfach gab ich ihm Anweisungen, Seife und Shampoo zu benutzen, aber er war wie gelähmt. Erst nach einer Stunde war er endlich gewaschen.
Da er keine eigene Kleidung mitgenommen hatte, gab ich ihm von mir. Als er schließlich im Bett lag, schloss ich alle Fenster und Türen des Hauses und versteckte auch die Schlüssel der Zimmertüren, damit er sich nicht einschließen konnte. Doch als ich am nächsten Morgen ins Zimmer ging, war Marcus nicht mehr da, aber das Fenster war geöffnet. Er war aus vier Metern Höhe in den Garten gesprungen! Ich lief aus dem Haus und sah Marcus hinten an der Straße stehen im Schlafanzug und auf Strümpfen. Ein Autofahrer hatte angehalten und sich nach ihm erkundigt. Ich rannte hin und zog Marcus wieder nach Haus. Ich machte ihm Frühstück, aber er aß nichts. Ich schimpfte mit ihm und drohte, ein Video von ihm zu machen. Erst jetzt nahm er den Löffel, aber rührte nur in seinem Müsli, ohne den Löffel in den Mund zu nehmen. Immer wieder redete ich auf ihn ein, dass er Organversagen bekommen könnte, da er ja noch nicht einmal etwas trank. Stattdessen lag er den ganzen Tag im Bett und starrte an die Decke. Er brauchte dringend einen Arzt und Medikamente. Ich rief in mehreren psychiatrischen Kliniken an, aber immer wieder sagte man mir, dass man keine neuen Patienten mehr aufnehme. Dann fuhr ich direkt in die Ameos-Klinik, damit sie Marcus sehen und meine verzweifelte Lage erkennen könnten. Und tatsächlich kam ein Psychiater runter und unterhielt sich mit mir. Und obwohl Marcus gar nicht versichert war, verschrieb er Marcus ein Rezept für Risperidon und Lorazepam. Ich dankte Gott für diese Hilfe.
Doch auch am nächsten Tag wollte Marcus nichts essen und trinken, sondern wollte im Bett liegen bleiben. Ich erinnerte ihn daran, dass ich nur aus Liebe zu ihm nicht den Krankenwagen anrufen wolle, er mich aber durch seine Sturheit noch dazu zwingen würde. Da ich zur Arbeit musste, ließ ich ihn allein, schloss aber alles ab. Als ich am Nachmittag nach Haus kam, lag Marcus immer noch im Bett. Doch hatte ich auf dem Rückweg die Tabletten aus der Apotheke geholt. Ich drängte ihn, etwas zu trinken und die Tabletten einzunehmen, aber er wollte nicht. Da rief ich meine Schwester an, weil ich mit meiner Kraft am Ende war. Doch obwohl Diana nur am Wochenende arbeitete, wollte sie nicht kommen, sondern ihre Ruhe haben. Da schimpfte ich mit ihr, dass ich die ganze Last nicht ganz allein tragen könne. Ich war fast den Tränen nahe. Da ließ sich Diana erweichen und kam. Sie hatte alles dabei: eine Waschschüssel, Shampoo, Handtuch, Zahnbürste und sogar einen Mörser, um die Tabletten fein zu mahlen und ihm heimlich ins Essen zu mischen. Da Marcus sich noch immer verweigerte, setzen wir ihn auf einen Stuhl, Diana stellte sich hinter ihn, und während ich ihm die Arme festhielt, drückte Diana ihm den Mund auf, um ihn so unter Zwang mit Kakao zu tränken. Auf diese Weise hatte sie ihn fast einen Liter eingetrichtert. Dann fütterte sie ihn mit einem Joghurt, indem sie ihm wieder die Backen zusammendrückte, um dadurch das Schließen des Mundes zu verhindern und seinen Schluckreiz zu stimulieren. Am Ende wusch sie ihn und putzte ihm die Zähne, da er auch starken Mundgeruch hatte. Als Altenpflegerin genierte sie sich nicht, sondern handelte mit einer bewundernswerten Routine. Sie hatte Marcus heute das Leben gerettet.
Am nächsten Tag ging es Marcus schon besser. Die Medikamente hatten gewirkt und er aß auch wieder freiwillig. Er wollte unseren Vater in Lilienthal besuchen, und ich ließ ihn gehen. Doch drei Stunden später rief mich die Polizei an auf der Arbeit. Sie berichteten mir, dass Marcus sich eine Pizza bestellt hatte in einer Pizzeria, aber dann eine Stunde lang am Tisch auf die Pizza gestarrt habe, ohne sie zu essen. Ich holte ihn ab und brachte ihn nach Haus. Damit er nicht mehr das Haus verlässt, hatten wir den Griff am Fenster mit Paketband verklebt. Doch am nächsten Tag klingelte es um 5:00 Uhr morgens an der Tür: es war Marcus. Er war schon wieder aus dem Fenster gesprungen. Jedoch wollte er danach wieder unbemerkt ins Haus kommen und hatte beim Versuch, die Terrassentür aufzubrechen, diese stark beschädigt. Ich schimpfte mit ihm und mischte sein Medikament ins Essen, damit er wieder klar werde. Doch am Nachmittag rief mich kurz vor Feierabend schon wieder die Polizei an. Was war passiert? Marcus hatte das Haus verlassen und war ziellos mit dem Auto herumgefahren. In Weyhe sah er auf einem Feld einen Hubschrauber. Er hielt den Wagen an, ging zum Hubschrauber und sagte zu dem Piloten: „Ich bin es. Sie sind bestimmt wegen mir gekommen, um mich mitzunehmen.“ Der Pilot war irritiert und rief die Polizei. Die beiden Polizistinnen befragten Marcus dann, aber er gab kaum Antwort. Nur mit Mühe gelang es ihnen, meine Nummer herauszufinden. Sofort fuhr ich hin, um ihn abzuholen.
Da ich einen wichtigen Termin in Bremen-Vegesack hatte, nahm ich Marcus mit. Er schlief die ganze Zeit im Auto. Auf dem Rückweg hatte sich Marcus Zustand arg verschlimmert. Er trottete umher wie ein Zombie und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ich informierte seine Ex-Freundin Viola, die sich als Sozialarbeiterin gut mit Psychopharmaka auskennt. Sie erklärte mir, dass Marcus eine Katalepsie habe und dass er in diesem Zustand auf keinen Fall das Risperidon nehmen dürfe, sondern nur Lorazepam, damit sich das Gehirn erst einmal wieder entkrampfe. Ich war todmüde und wollte nur noch schlafen, da der Tag lang war. Aber was sollte ich mit Marcus machen? Ich konnte nicht ständig auf ihn aufpassen. Deshalb rief ich meinen Vater in Lilienthal an und fragte, ob er ihn abholen könne. Mein Vater kam mit seiner Freundin Irmtraut, und wir aßen gemeinsam Abendbrot. Doch als mein Vater sich dann verabschiedete, wollte Marcus nicht mit ihm gehen. Mit aller Gewalt drückte ich Marcus aus dem Haus raus und schimpfte heftig mit ihm, da ich nur noch schlafen wollte. Mein Vater war schon vorangegangen zum Auto, als plötzlich Irmtraut (92 J.) stürzte. Ich lief zu ihr hin und half ihr wieder auf. Erst dann bemerkte ich, dass Marcus verschwunden war. Das war echt zu viel für mich. Um meinen Vater nicht länger zu belasten, sagte ich: „Papa, fahr nach Hause, ich kümmere mich um Marcus.“ Mein Vater fuhr los. Doch nach zehn Minuten tauchte Marcus wieder auf und bat mich, doch bei mir bleiben zu dürfen. Ich sagte, dass ich am Ende meiner Kraft sei und nur noch schlafen wolle. Ich flehte Marcus an, sich doch jetzt endlich zu fügen und bei meinem Vater in Lilienthal einzuziehen. Marcus gab nach, und ich fuhr ihn um 23:00 Uhr nach Lilienthal. Dort gab ich meinem Vater die Tabletten und erklärte ihm, dass Marcus die jetzt regelmäßig nehmen müsse. Halb schlafend fuhr ich dann um 23:45 Uhr die 15 km wieder nach Haus.
Leider erwies sich mein Vater (83 J.), der ja früher als Krankenpfleger in der forensischen Psychiatrie gearbeitet hatte, mit der Katalepsie meines Bruders schnell überfordert. Jedes Mal brüllte er Marcus an, wenn er aufstehen oder seine Tablette nehmen solle. Einmal gab er ihm eine Tasse Milchkaffee in die Hand und eine Tablette in die andere. Aber Marcus hatte in dem Moment gerade eine Wahnvorstellung und kippte den Kaffee vor meinem Vater absichtlich auf den Fußboden, als sei dieser vergiftet. Da gab mein Vater ihn sofort eine heftige Backpfeife. Als er mir das später berichtete, entschied ich mich, Marcus wieder aufzunehmen. Durch Gottes Gnade ging es Marcus in den darauffolgenden Tagen deutlich besser. Man merkte, dass die Tabletten wirkten. Ich konnte Marcus nun auch wieder mitnehmen zur Baustelle zum Arbeiten. Obwohl er die meiste Zeit depressiv war, gelang es ihm zwischenzeitlich sogar mal, beim Kunden eine scherzhafte Bemerkung zu machen: Einmal hatten wir in der riesigen Villa einer Millionärin gearbeitet, als Marcus sie neugierig fragte, ob die beiden allein in dem großen Haus wohnen würden. Als sie dieses bejahte, sagte Marcus kopfschüttelnd und mit ernster Stimme: „Das wäre mir zu klein hier – da würde ich Platzangst kriegen…“ Da musste die Kundin sehr lachen.
Blut im Urin
Ende März hatte ich auf YouTube ein Streitgespräch gesehen mit Raffaela Raab, die als sog. „militante Veganerin“ deutschlandweit bekannt und gefürchtet ist, da sie Fleischesser in Grund und Boden redete mit absolut scharfen Argumenten. Ich bin sicher nicht der Einzige, dem sie dadurch schon ins Gewissen geredet hatte, denn moralisch gesehen hatte sie zweifellos die besseren Argumente. Schon oft hatte ich mir vorgenommen, meinen Fleisch- und Wurstkonsum aus Liebe zu den Tieren zu verringern oder ganz einzustellen; aber dann dachte ich: „Die Tiere müssen ja ohnehin sterben, und im Supermarkt sind sie sowieso schon tot, so dass sie mit ihrem Fleisch, das andernfalls verwesen würde, den Menschen noch einen ‚Liebesdienst‘ erweisen können, indem sie sich verspeisen lassen.“ Andererseits geben die Tiere ihr Leben ja nicht freiwillig, sondern sie werden von uns zu einem erbärmlichen Leben gezwungen, bei dem sie Schmerz, Angst und Stress genauso empfinden, wie wir; und wenn wir Leid und Tod verhindern können, sollten wir es als Christen auch tun, zumal sie unsere Mitgeschöpfe sind (Röm.8:19-22). Es ist schwer zu rechtfertigen, warum mein Geschmack und Genuss wichtiger sein soll als das Leben eines Tieres. Und fordert der HErr uns nicht zum Umdenken, zur Liebe und zum Verzicht auf, Stichwort „Überwinden“?
Also nahm ich nochmal einen Anlauf und kaufte ab dem 01.04.24 nur noch vegan ein. Das war gar nicht so einfach, denn die künstlichen Würste und Käse-Imitationen mochte ich nicht. Und da ich nicht kochen konnte, versuchte ich zu experimentieren. Zum Beispiel machte ich mir Rotkohl und kombinierte ihn mit Grapefruitstücken, um den Geschmack zu verbessern. Es war hart für mich, mir einzureden, dass es überhaupt nicht schmeckte. Immer wieder tröstete ich mich damit, wenigstens etwas Gutes zu tun aus Liebe zu den Tieren. Meine Seele war die ganze Zeit in Anspannung und im Krisenmodus. Marcus schaute mich nur bemitleidend an, während er eine wohlduftende Pizza verspeiste. Ich redete mir ein, dass ich eben einen stärkeren Charakter habe und Gott deshalb auch mehr von mir erwarten konnte. Doch nach vier Wochen gab ich schließlich frustriert auf, denn ich hatte allmählich das Gefühl zu verhungern. Mein Leben war ohnehin schon hart genug, da wollte ich mich wenigstens wieder normal ernähren dürfen.
Während dieser Zeit entdeckte ich eines Tages nach der Arbeit, dass sich mein Urin rot gefärbt hatte. Ich dachte: Nanu, habe ich etwa Rote Beete gegessen? Dann aber sah ich, dass jedes Mal zunächst nur reines Blut vermischt mit Blutgerinnsel herauskam und dann nur noch Wasser. War das was Ernstes? Ich fragte ChatGPT. Die KI schlug Alarm: „Blut im Urin (Hämaturie) mit Gerinnseln ist kein harmloses Zufallsphänomen .. es deutet darauf hin, dass sich Blut in der Blase gesammelt hat … Mögliche Ursachen: Blutung aus Blase oder Harnwegen, Blasenentzündung, Blasensteine, Harnleitersteine, Prostataentzündung, Tumor… Du musst heute noch zum Arzt … spätestens in den nächsten 1-2 Tagen zum Urologen!“ Sofort machte ich einen Termin bei Dr. Egbert Wehrmann, den ich auch kurzerhand bekam. Doch während ich morgens im Wartezimmer saß, spürte ich plötzlich einen unerträglichen, stechenden Schmerz in der linken Bauchseite. Ich rieb nun unaufhörlich, um den Schmerz zu lindern, aber konnte kaum noch warten. Nach 20 Minuten bat ich am Empfang um Hilfe. Eine MTA-Dame gab mir daraufhin eine Spritze, so dass der Schmerz schon nach wenigen Minuten nachließ. Dann wurde ich aufgerufen. Mit seinen fettigen Haaren und seinem Drei-Tage-Bart sah der Urologe aus wie ein Hippie, der gerade aus dem Bett aufgestanden war. Er war mir auf Anhieb sympathisch: nicht nur duzte er mich die ganze Zeit, sondern er rauchte während der Besprechung die ganze Zeit an einer E-Zigarette. Bei der Ultraschalluntersuchung hatte er bei mir Nierensteine entdeckt, von denen sich einer auf den Weg in den Harnleiter gemacht hatte, wo er steckengeblieben war. Um den Stein von dort zu entfernen, müsse man mir durch eine ambulante OP einen Stent setzen, d.h. ein kleines, röhrenförmiges Geflecht, um den Harnleiter zu weiten. Dies geschah dann auch bald darauf, so dass sich der Stein löste und von ganz allein verschwand.
Doch bei einem weiteren OP-Termin, als mir der Stent wieder entfernt werden sollte, verletzte die Ärztin leider versehentlich ein Blutgefäß. In der Folge sammelte sich immer mehr Blut in meiner Blase, so dass sie nach ein paar Stunden verstopfte und ich kein Wasser mehr lassen konnte. Da ich jedoch am nächsten Tag um 7 Uhr wieder ins Krankenhaus kommen sollte, dachte ich, dass ich es bis dahin noch aushalten würde. Um 9 Uhr abends waren die Schmerzen unerträglich. Marcus bot an, mich ins Krankenhaus zu fahren, aber ich winkte ab: „Da ist um diese Zeit doch keiner mehr.“ – „Dann fahr ich Dich in die Notaufnahme.“ – „Nee, lass mal. Ich schaff das schon bis morgen früh.“ – Ich legte mich auf den Bauch mit einem Kissen drunter und versuchte, mich zu zerstreuen. Aber um 1 Uhr nachts hielt ich es nicht mehr aus und bat Marcus, mich doch ins Krankenhaus zu fahren. Als ich dann endlich an der Reihe war, legte die Bereitschaftsärztin mir sofort einen Katheter, der sich innerhalb einer Sekunde mit über einem Liter Blut und Wasser füllte. Was für eine Erleichterung! Endlich war diese Strapaze vorbei. Dem HErrn sei Dank!
Erneutes Predigtverbot
Ende April hatte ich mit Marcus in Bremen-Nord gearbeitet. Als wir zu Feierabend wegen einer Baustelle auf der B74 über Schwanewede zurückfahren wollten, kam mir die spontane Idee, mal in Blumenthal einen Abstecher zu machen, um zu prüfen, ob Hedi (93), meine geistliche Mutter aus meiner Jugendzeit noch am Leben ist. Nachdem wir in der Angerburgerstr. 46 geklingelt hatten, machte uns eine Polin die Tür auf. Ich fragte sie nach Hedi, und sie ließ uns Freude strahlend eintreten. Im Wohnzimmer sah ich dann voller Herzschlagen die alte Schwester Hedi auf einen Stuhl sitzen. Wir begrüßten uns überschwänglich. Schon seit acht Jahren hatte ich nichts mehr von ihr gehört, weil sie nie ans Telefon ging. Ich dachte, sie sei schon heimgegangen, aber sie war nur schwerhörig. Sie lebte mit einer Haushälterin aus Polen zusammen, die sie pflegte. Wir sprachen über die alten Zeiten, und ich versicherte Hedi, dass sie damals in den 80er Jahren einen unbezahlbaren Dienst an mir erwiesen hatte, indem sie und ihr verstorbener Ehemann Edgard mich aufgenommen und im Glauben erzogen hatten. Ihnen hatte ich es zu verdanken, dass ich jahrelang völlig von der Welt abgeschnitten lebte und regelmäßig dreimal am Tag in der Bibel las, so dass ich sie nach fünf Jahren fast auswendig konnte. Hedi erzählte, dass sie sich so sehr einen Sohn gewünscht hatten, da sie unfruchtbar war, aber dass sie im HErrn nun alle Genüge hätte. Wir beteten gemeinsam und ich segnete sie im Namen des HErrn. Dann verabschiedeten wir uns.
Als wir ein paar Tage später wieder zu Besuch kamen, war auch Hedis Cousine Monika gekommen. Da Monika jedoch sehr misstrauisch war und mich vielleicht für einen Erbschleicher hielt, verbot sie uns, noch einmal zu kommen und begründete dies damit, dass ihre Tante Hedi nach unserem Besuch sehr aufgeregt war vor Freude und das in ihrem Alter nicht gut sei. Hedi selbst wurde nicht gefragt. Sie starb ein Jahr später im Mai 2025, und durfte endlich schauen, was sie über 50 Jahre lang geglaubt hatte.
An einem Sonntag fragte ich nach dem Gottesdienst Bruder Rolf, warum er mich schon seit drei Monaten nicht mehr zum Predigen eingeteilt habe. Lächelnd schaute er zu mir hoch und sagte: „Wir haben jetzt festgestellt, dass Du an die Allversöhnung glaubst, und das gefällt uns nicht.“ – „Aber ich bin doch schon seit einem Jahr hier, und habt Ihr etwa je von mir gehört, dass ich über die Allversöhnung gesagt habe?“ – „Nein. Aber es sind ja auch noch andere Dinge: Wenn Du predigst, dann bringst Du immer so viele Dinge, dass wir gar nicht mitkommen. Du zitierst Bibelverse und wartest gar nicht auf uns, dass wir die mitlesen können. Aber wir sind schon alt und können mit Dir kaum mithalten.“ – „Das verstehe ich. Aber warum habt Ihr mir das nicht einfach gesagt, dann hätte ich mehr Rücksicht auf Euch genommen?“ – „Es sind noch andere Sachen. Zum Beispiel hast Du zuhause bei Dir einen Hauskreis, ohne uns um Erlaubnis zu fragen. Und dann hast Du auch noch den Sascha, die Tatjana und die Ingrid bei Dir aufgenommen, ohne das mit uns zu besprechen…“ – „Aber ich hatte Euch doch von meinem Hauskreis erzählt!“ – „Ja. Aber wir sind eine Gemeinde, und dann teilt man alles mit allen. Du hättest ja auch mal nach vorne kommen können, und der ganzen Gemeinde von Eurem Hauskreis erzählen können. So aber hat es den Anschein für uns gehabt, dass Du nur Gläubige abziehen willst, damit sie Dir folgen. Das war nicht sehr brüderlich!“ – „Da hast Du recht, da bitte ich Euch um Vergebung. Aber Ihr müsst mir glauben, dass ich gar nicht darüber nachgedacht hatte. Hättet Ihr doch nur eher mal was gesagt! – Wollt Ihr mich denn jetzt gar nicht mehr predigen lassen?“ – „Ich weiß nicht. Wenn Du an die Allversöhnung glaubst, dann können wir ja ohnehin nicht eines Geistes sein.“ – Was wollte er damit sagen? Wollte er mir zu verstehen geben, dass ich gar nicht mehr predigen sollte? Es machte für sie scheinbar keinen Unterschied mehr, ob ich noch weiterkäme oder nicht. In diesem Moment wusste ich, dass meine Zeit hier abgelaufen war.
Trotzdem traf ich mich weiter mit Bruder Michael zum Evangelisieren zusammen mit Marcus. Und donnerstags hatten wir unseren Hauskreis, den wir bei gutem Wetter auch oft draußen abhielten. Anfang Mai fuhr ich mit Marcus zusammen nach Kerpen zum jungen Bruder Hannes (29), der erst vor einem Jahr gläubig wurde zusammen mit seiner Mutter. Hannes ist ziemlich intelligent, aber auch sehr sensibel. Als er die Allversöhnung verstanden hatte, meinte er, dass er sie sofort allen Geschwistern aus seiner russlanddeutschen Gemeinde erklären müsse. Er wollte von dieser guten Nachricht nicht länger schweigen. Die Geschwister reagierten verunsichert, wollten den Hannes jedoch nicht bedrängen, da sie von seiner Verletzlichkeit wussten. Da Hannes sehr musikalisch war, übernahm er das Klavierspiel. Und als er sich bald darauf auch noch entschied, im Bibelseminar Bonn Theologie zu studieren, wurde er ihr Prediger. Die Gemeinde liebte ihn so sehr, dass sie sich an der Allversöhnung nicht mehr störten, die er immer mal wieder in seinen Predigten erwähnte. Trotzdem wurde Hannes immer wieder von Depressionen und Zwangsgedanken geplagt. Er vermutete, dass dies noch Altlasten aus seiner früheren Zeit in der Esoterik waren. Die bösen Geister wollten ihn einschüchtern und versuchten ihn durch Zweifel. Umso mehr klammerte sich Hannes an den HErrn Jesus, mit dem er abends ins Bett ging und morgens mit Ihm aufstand.
Bruder Jonas möchte eine Frau sein
An einem Tag wurde ich an Jonas und Karin erinnert (Namen geändert), die ich ja schon einige Male in München besucht hatte, aber von denen ich seit zwei Jahren gar nichts mehr hörte. Der letzte Stand war, dass sich die beiden, die immer auf der Suche nach der wahren Gemeinde waren, überraschend der russisch-orthodoxen Kirche angeschlossen hatten, nachdem sie zuvor bei den Old German Baptists waren. Ich war geschockt, wie Jonas auf einmal von der „Mutter Gottes“ sprach, wo er doch zuvor die Gläubigen kritisiert hatte, dass sie sich nicht mehr an das biblische Gebot der Fußwaschung hielten („…so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. Denn Ich habe euch ein Beispiel gegeben, auf dass, gleich wie ich euch getan habe, auch ihr tuet“ Joh.13:14-15). Waren die beiden nun radikale Christen oder ging es ihnen nur um Provokation? Als dann der Ukrainekrieg ausbrach, stellte sich Jonas, der ukrainische Vorfahren hatte, voll und ganz hinter die Ukrainer und wünschte die Todesstrafe für die prorussische Journalistin Alina Lipp. Wegen der unterschiedlichen Bewertung des Ukrainekrieges hatten Jonas und ich uns leider zerstritten, haben uns dann aber wieder versöhnt und uns gegenseitig entschuldigt. Darauf erzählte mir Jonas, dass er an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leide, da zwei Personen in ihm leben würden, nämlich zum einen er, der radikale Christ, der vor seiner Bekehrung ein Neonazi war, und dann ein kleines Mädchen namens Alina, die nicht gläubig sei. Er berichtete mir, dass er mit 12 Jahren wie ein Mädchen aussah und schickte mir zum Nachweis ein Foto, auf dem tatsächlich ein zierliches Mädchen mit langen Haaren zu sehen war. Ich fragte ihn, ob dass nicht ein dämonischer Geist sei, der ihm dies vorgaukelte. Jonas erwiderte: „Und selbst wenn: würde das irgendetwas ändern?“
Ich rief also Karin an und erkundigte mich in einer Sprachnachricht nach ihrem Wohlergehen. Karin erklärte, dass sie und Jonas sich inzwischen getrennt hätten, da Jonas beschlossen hätte, als eine Frau weiterzuleben. Sie sei mit ihren drei Söhnen ausgezogen und lebe jetzt mit dem besten Freund von Jonas zusammen. Für sie sei diese Entscheidung hochdramatisch und tieftraurig gewesen, zumal Jonas leider auch seinen Glauben an den HErrn Jesus verloren habe. Ich konnte das alles gar nicht fassen und rief Jonas deshalb an. Gleich zu Anfang bat mich Jonas, dass ich ihn bitte nicht mehr mit seinem alten Namen ansprechen möge, da dieses „Deadnaming“ für ihn kränkend sei und neuerdings sogar eine Straftat darstelle nach dem gerade erst verabschiedeten Selbstbestimmungsgesetz vom 21.06.2024. Ich erklärte ihm, dass ich ihn ja nicht diskriminieren wolle und dass doch jeder Mensch ein Recht auf seine eigene Wahrnehmung habe. Andernfalls gebiete es das Gleichheitsprinzip, dass auch ich mich in meiner Selbstbestimmung verletzt fühlen könne, wenn man mich zwinge, einen Mann für eine Frau halten zu müssen, wenn mir dies aus biblischen Gründen verboten sei (vergl. 5.Mo.22:5). Nachdem ich ihm versichert hatte, dass sich an meiner Liebe und Wertschätzung für ihn nichts geändert habe, konnte er meine Wahrnehmung tolerieren und sah sie nicht mehr als Beleidigung.
Dann erzählte mir Jonas, dass er im Grunde von Anfang an „im falschen Körper geboren“ wurde, aber sein Leben lang gegen dieses Empfinden angekämpft habe durch Selbstverleugnung. Um seine Gefühle zu unterdrücken und sich zu tarnen, habe er sich schon als Neonazi mit einer Ausbildung zum Landwirt immer betont männlich gegeben. Als er dann gläubig wurde, habe er bewusst eine Frau geheiratet, sich einer streng konservativen Gemeinde angeschlossen, sich einen Amish-Bart wachsen lassen und sich mit Hosenträgern und einen Strohhut verkleidet. Auch dass er zuletzt sogar als Söldner im Ukrainekrieg mitkämpfen wollte, passt zu dieser Art Tarnung und Selbstverleugnung. Nun aber habe er es endgültig satt und wolle endlich diejenige sein, die er vorgeblich immer schon war. In seiner gewohnten Radikalität und Kompromisslosigkeit wolle er sein Geschlecht auch noch operativ ändern lassen und nehme schon seit Monaten Hormontabletten, durch die er eine Brust bekommen habe. Jonas wollte endlich diesen harten Anpassungsdruck loswerden und jene Identität ausleben dürfen, in der er sich immer gefühlt habe.
Ich war ziemlich irritiert. Was sollte ich davon halten? Einerseits muss es schrecklich sein, wenn man kein Ja zu seinem Körper hat und aufgrund von Rollenerwartungen ständig schauspielern muss, um seinen Identitätskonflikt zu verheimlichen. Andererseits hat Gott den Menschen nur als zwei Geschlechter geschaffen (1.Mo.1:27), und die Bibel schweigt zum Thema Transsexualität. Dieses Schweigen muss aber nicht bedeuten, dass es nicht schon immer „Programmierfehler“ gab, wie z.B. Missgeburten (Hi.3:16, Pred.6:3-5, Ps.58:9). Wir leben ja in einer gefallenen Schöpfung, die seufzt und sich nach Erlösung sehnt. Und wenn es körperliche Geburtsanomalien wie Zwitterwesen oder das Down-Syndrom gibt, warum könnte es nicht auch geistige Fehlentwicklungen geben wie etwa Transsexualität, Homosexualität oder Asexualität (kein sexuelles Empfinden)? Der HErr Jesus spricht z.B. von Menschen, die von Geburt an Eunuchen sind, also nicht in das übliche Schema der vollkommenen Schöpfung passen (Mt.19:12). Und dennoch sind sie von Gott angenommen (Jes.56:3-5). Der HErr leugnet nicht vorgeburtliche Schuld (z.B. der Eltern), stellt aber klar, dass es eine solche Ursache nicht notwendigerweise geben muss (Joh.9:1-3). Niemand kann etwas dafür, wenn er einen Geburtsfehler hat, sei er körperlich oder geistig. Aber ein Christ darf abartige Neigungen wie etwa Pädophilie oder Homosexualität nicht ausleben, sondern ist zur Selbstverleugnung verpflichtet. Deshalb fragte ich Jonas: „Bist Du homosexuell?“ – „Nein,“ sagte er, „ich bin lesbisch. Ich stehe auf Frauen.“ – „Und warum hast Du dann Deine Frau verlassen?“ – „Nein, sie hat mich verlassen.“ – „Ja, weil Du nicht mehr Mann sein wolltest. Aber hast Du auch mal an Deine Kinder gedacht?“ – „Ja, natürlich. Deshalb habe ich mich lange genug selbst verleugnet. Aber irgendwann ist Schluss. Ich kann nicht mein Leben lang in einer Lüge leben. Das wäre auch nicht christlich.“
Nun kamen wir auf den Glauben zu sprechen: „Glaubst Du noch an Gott?“ – „Ja, aber es gibt nicht nur einen. Ich habe mich jetzt dem vorchristlichen Heidentum angeschlossen, d.h. ich verehre die Geister meiner Ahnen und die Kräfte der Natur.“ Das schockierte mich. „Dann bist Du aber wirklich abgefallen, was umso schlimmer wiegt, weil Du einmal durch die Erkenntnis der Wahrheit erleuchtet warst und jetzt zurückgefallen bist, indem Du das Geschaffene verehrst, anstatt den Schöpfer.“ – „Das ist Bullshit. Wir erleben die Geisterwelt unmittelbar in Träumen, Ritualen und Heilungen. Der christliche Gott wirkt dagegen oft fern und unsichtbar. Unsere Vorfahren sind nicht lediglich weg, sondern bleiben ein Teil unserer Gemeinschaft.“ – „Das redest Du Dir jetzt alles ein, weil Du eine Alternative gesucht hast. Aber tief im Herzen weißt Du, dass dieses Denken dumm und primitiv ist. Nicht alles Übernatürliche ist automatisch gut. Auch wir Gläubigen ehren unsere Vorfahren durch Erinnerung und Dankbarkeit, aber Gott hat uns den Kontakt zu Geistern und Toten klar verboten. Nur der HErr Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Der Teufel hat Dich getäuscht und verblendet, weil Du zu wenig Verständnis für Dein Anderssein erfahren hast. Aber Du hast schon so oft Deinen Standpunkt geändert, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass Du Dir wieder eine neue Identität suchst. Aber endgültigen Frieden findest Du nur in Gott.“ Zuletzt sagte Jonas zu mir: „Ich muss jetzt schlussmachen, denn ich fahre gleich mit meinen Freundinnen in die Stadt, um zu shoppen und uns schicken Fummel anzuschauen…“ Er wollte mich nur mal wieder provozieren.
Warnung vor Firma Poppe
Im Sommer 2022 hatte mich mein langjähriger Mitarbeiter Fadi Shoushari (42) gebeten, ob ich seinen Neffen Firas Shoushari (18) als Lehrling einstellen könnte, da er sich Sorgen mache, dass dieser „sonst auf die schiefe Bahn komme“. Tatsächlich war er das bereits, denn er war der gefährlichen Körperverletzung angeklagt, weil er mit einer Gruppe zusammen einen anderen zusammengeschlagen und ihm am Boden liegend auch noch Tritte gegen den Kopf gegeben habe. Firas war vorbestraft und bereits im Gefängnis gewesen. Von migrantischer Gewalt hörte man in dieser Zeit inzwischen immer wieder in den Medien: Am 31.05.24 hatte ein Migrant den Islamkritiker Michael Stürzenberger in Mannheim mit einem Messer schwer verletzt und einen Polizisten sogar umgebracht, um dadurch Allah zu ehren. Und am 23.10.24 hatte ein Migrant in Solingen drei Personen die Kehle durchgeschnitten, weil sie Ungläubige waren. Und später sollte es am 20.12.24 zu einer der verheerendsten Amokfahrten kommen, bei der ein arabischer Fanatiker 300 Menschen auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg überfuhr und dadurch sechs Menschen tötete. Die mit der illegalen Einwanderung verbundene Überforderung, Untätigkeit und Unfähigkeit der Ampelkoalition sollte schon bald darauf zu ihrem Ende und zu Neuwahlen führen.
Ich wollte dem Firas eine Chance geben und nahm ihn als Auszubildenden. Doch schon bald sollte sich herausstellen, dass Firas diese Chance nicht nutzte, sondern ständig schwänzte oder wegen Alkoholmissbrauch monatelang in Therapie war. Zudem war er faul, kam oft verspätet und übermüdet, sodass ich ihn im Sommer 2024 wieder kündigen wollte. Er flehte mich an, ihm doch nochmal eine letzte Chance zu geben, weil er sonst „gar keinen Halt mehr im Leben“ habe. Dass er so oft in der Berufsschule geschwänzt habe, läge an der rassistischen Lehrerin, die ihn und alle Migranten wie den letzten Dreck behandeln würde. Schon zu Beginn der Ausbildung habe sie ihn vor der ganzen Klasse bloßgestellt mit den Worten: „Der ist ja von Firma Poppe, das ist ja typisch, denn dessen Azubis kommen ja alle aus dem sozialen Brennpunkt.“ Aufgrund seiner Frechheiten habe sie ihm „eiskalt ins Gesicht gesagt, dass sie dafür sorgen würde, dass er rausfliegen würde“. Um der Barmherzigkeit willen habe ich ihn dann noch drei Monate weiterbeschäftigt; aber es hatte keinen Sinn, da er sein Verhalten nicht änderte.
Im Sommer 2024 nahm ich dann einen weiteren Migranten als Lehrling auf, damit er nicht abgeschoben werde, und zwar Ahmed Toffehi aus Tunesien. Doch schon wieder fing seine Klassenlehrerin Frau Graf an, vor der ganzen Klasse schlecht über mich zu reden, was auch mein anderer Lehrling Robin Elsner bestätigte. Sie empfahl Ahmed dringend, sich eine andere Firma zu suchen, da er angeblich in meiner Firma nichts lernen würde. Daraufhin bat ich um ein Gespräch mit Frau Graf, weil ich sie fragen wollte, warum sie solch eine schlechte Meinung von mir habe und diese auch noch verbreite. Da sie schon ahnte, um was es mir ginge, schrieb sie eine überfreundliche E-Mail, in der sie sich als fürsorglich und engagiert gab, indem sie Ahmed lediglich empfohlen habe, das erste Lehrjahr zu wiederholen aufgrund seiner mangelnden Sprachkenntnisse. Am Ende sollte sich herausstellen, dass Ahmed in der Zwischenprüfung einer der Besten in der Klasse wurde, zumindest im praktischen Teil. Aufgrund der guten Erfahrungen mit ihm, stellte ich ein Jahr später auch seinen Zwillingsbruder Mohammed Toffehi als Lehrling ein.
Marcus hatte kein Verständnis, dass ich ständig Muslime mit schlechten Sprachkenntnissen als Lehrlinge nahm: „Simon, Du wählst die AfD, weil Du gegen die illegale Einwanderung bist; aber trotzdem stellst Du diese illegalen Ausländer ein, wodurch sie der drohenden Abschiebung entgehen. Das passt doch nicht zusammen. Du widersprichst Dir doch und bist inkonsequent!“ – „Nein, das scheint nur so.“ – erwiderte ich. „Denn zum einen habe ich gar nichts gegen jene Migranten, die arbeiten wollen und sich anständig benehmen. Und zum anderen führe ich mit Ahmed ständig evangelistische Gespräche über den Glauben. Ahmed ist ein sehr frommer Muslim, der grundanständig ist und sehr fleißig. Wie sollte er denn sonst das Evangelium hören, wenn wir es ihm nicht erklären und vorleben. Deshalb glaube ich, dass Gott ganz bewusst Ahmed zu mir geführt hat, weil Gott seine Aufrichtigkeit gesehen hat. Viele Muslime aber kommen nur deshalb nach Deutschland, um das Bürgergeld und eine kostenlose Wohnung zu bekommen. Manche von ihnen arbeiten schwarz, dealen mit Drogen oder verüben islamistische Anschläge. Sie verhöhnen den deutschen Staat, wollen hier ein Kalifat errichten und beteiligen sich an Massenvergewaltigungen. Solche Ausländer brauchen wir hier wirklich nicht in Deutschland. Deswegen wähle ich die AfD.“

