„Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anziehen.“

(Röm.13:12)

Friedrich Merz und sein Machterhalt um jeden Preis

 

„Ein Mann mit geteiltem Herzen ist unbeständig in allen seinen Wegen.“   (Jak.1:8)                          

„Es war niemand wie Ahab, der sich verkaufte, um Böses zu tun.“ (1.Kön.21:25)

Der Kanzler einer Partei, die mit einer christlichen Prägung auftritt und wirbt, steht vor Gott unter einer besonders hohen moralischen Verantwortung, denn er bedient sich ja des Namens Christi. „Wem viel gegeben ist, von dem wird viel verlangt werden“ (Luk.12:28). Christlich gewählt zu werden bedeutet nicht, nur formal korrekt zu handeln, sondern wahrhaftig, verantwortlich, treu und dem Auftrag entsprechend verlässlichzu sein. Er kann nicht im Wahlkampf umfassende Veränderungen versprechen und anschließend genau das Gegenteil tun, denn „Euer Wort aber soll sein: Ja, ja; Nein, nein; was darüber hinausgeht, das ist vom Bösen“ (Mt.5:37). Wenn man im Wahlkampf eine klar christlich-konservative Richtungsänderung ankündigt und anschließend eine Politik fortgeführt wird, die dem klar widerspricht, dann ist das biblisch kein neutraler Vorgang, sondern fällt unter Psalm 15:4 „…der seinen Eid hält, auch wenn es ihm schadet.“ Nicht der Machterhalt, sondern die Treue zur Wahrheit ist der Maßstab.

Als Friedrich Merz am 06.05.2025 sein Amt zum Bundeskanzler antrat, leistete er einen Amtseid:

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Seither hat Merz durch Nichtstun Deutschland in die „tiefste Krise seit der Nachkriegszeit“ getrieben (Peter Leibinger, BDI-Präsident). Schon zur Zeit der Ampelregierung war ein umfassender politischer Kurswechsel überfällig, denn Investoren verloren das Vertrauen, weil strukturelle Probleme jahrelang nicht gelöst wurden. Seit Jahren lähmen Bürokratie, Energiekosten und politisches Chaos die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Verbände drohten mit massivem Stellenabbau und Abwanderung, wenn die Kosten und Abgaben weiter so hoch blieben. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an Friedrich Merz, der noch im Wahlkampf immer wieder betont hatte: „LINKS IST VORBEI!“ Doch nach acht Monaten stellen die Bürger ernüchtert fest, dass Kanzler Merz all seine Wahlversprechen gebrochen hat und von allen guten Ideen, die er von der AfD abgeschrieben hatte, nicht eine einzige verwirklichen konnte, da er von seinem kleinen Koalitionspartner SPD jedes Mal daran gehindert und mit einem Verlust seines Amtes erpresst wurde. Dabei hätte er mühelos alle Versprechen umsetzen können, wenn er mit der AfD eine große Koalition eingegangen wäre, um Deutschland wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Aber er fürchtete, dass die linken Staatsmedien ihn dann als rechtspopulistischen Umfaller angeprangert hätten und er durch die gegen ihn aufgehetzte Masse seine Kanzlerschaft verloren hätte. Der Verrat an seinen Wählern und der damit in Kauf genommene wirtschaftliche Niedergang Deutschlands und einen damit verbundenen Stellenabbau nahm er damit billigend in Kauf, weil ihm sein Amtsgehalt von ca 40.000 €/Monat inkl. Ruhm und Anerkennung wichtiger war, als der Job von 500.000 Familienvätern.

  1. Ungeheure Neuverschuldung – als gäbe es kein Morgen

Dass Politiker ihre Wahlversprechen nicht immer erfüllen können, kann mitunter ohne eigenes Verschulden passieren. Wenn der Bruch eines Wahlversprechens jedoch von Anfang an geplant war wie etwa die illegale und undemokratische Verfassungsänderung zur Aufhebung der Schuldenbremse mit Hilfe des alten, abgewählten Bundestages und äußerst verwerflicher Zugeständnisse an die Grünen zur Erlangung einer Mehrheit dafür, dann ist das arglistiger Betrug zum Schaden zukünftiger Generationen, die die 1,5 Billionen Euro mit zuzüglich 70-100 Milliarden Euro Zinsen allein in den nächsten vier Jahren durch Einsparungen abbezahlen müssen. Merz hatte zwar versprochen, dass dieses Geld nur für Verteidigungs- und Investitionsausgaben verwendet werden sollte, aber inzwischen hat sich herausgestellt, dass diese eher zum Stopfen von Haushaltslöchern und den unzähligen linken NGO-Projekten ausgegeben werden. Merz hatte vor der Wahl immer wieder versprochen, den NGO-Sumpf endlich trocken zu legen, d.h. die unkontrollierte staatliche Förderung politisch linker Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) zu begrenzen. Tatsächlich stieg aber sogar das Budget für das Mogelpackungsprogramm „Demokratie leben!“ (eine orwellsche Begriffsverdrehung), ein Topf mit dem 620.000 ausschließlich sozialistische und demokratiefeindliche Aktivisten-Vereine alimentiert werden mit ca. 4 Milliarden Euro. Dazu zählen nicht nur die sog. „Antifa“ oder die „Omas gegen Rechts“, die für die Teilnahme an den Demonstrationen gegen Regierungskritiker von der Regierung bezahlt werden, sondern auch Meldestellen und Vereine, die sich Desinformationskampagnen ausdenken sollen, um die Opposition zu unterdrücken (Correctiv, Campact, HateAid, Zentrum für Politische Schönheit etc). Hier wird also millionenfach Steuergeld veruntreut, um die Meinungsfreiheit zu unterdrücken zum Schutze einer Zombie-DDR 2.0 aus linken Einheitsparteien mit linksgrüner Wirtschafts-Ideologie unter dem Schutz von linientreuen Spitzel-Diensten.

  1. Das Märchen von der Migrationswende

Immer wieder behauptet Friedrich Merz Mantra-artig, dass seine Regierung angeblich konsequent die Anzahl der Asylerstanträge um 60 % reduziert habe, was aber gelogen ist. Zwar sind die Asylanträge von Sept.24 bis März 25 tatsächlich um 60 % zurückgegangen, – dies geschah jedoch noch zur Zeit der Ampelkoalition und nicht in seiner Amtszeit. Seither stagnieren sie Zahlen, so dass man nicht von einer „Wende“ sprechen kann, außer vielleicht von einer kommunikativen Wende, sozusagen eine Gute-Nacht-Geschichte für das Abendjournal. Merz hatte ja großspurig angekündigt, dass er „am ersten Tag meiner Amtszeit… im Wege der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers anweisen, die deutschen Staatsgrenzen zu allen unseren Nachbarn dauerhaft zu kontrollieren und ausnahmslos alle versuche der illegalen Einreise zurückzuweisen“. Auch hier waren seine hochtrabenden Ankündigungen nichts als Wunschdenken: Während es im Zeitraum von Mai bis Nov. 2025 insgesamt gerade einmal nur 1.153 Zurückweisungen von Asylbewerbern gab, sind zugleich 57.136 neue Migranten illegal ins Land eingereist. Dieser Placebo-Grenzschutz ist nüchtern betrachtet nichts als eine 98-Prozent-Durchwink-Grenzpolizei mit ernstem Blick.

  1. Der Wärmepumpen- und Kernkraftwerks-Rückzieher

Im Wahlkampf hatte Merz noch versprochen, die Stromsteuer zu senken und „die Energiepolitik auf Bezahlbarkeit auszurichten“ Zitat: „Wir schaffen das Heizungsgesetz der Ampel ab. Mit dem bürokratischen Reinregieren in den Heizungskeller muss Schluss sein … Eine wachsende Wirtschaft braucht mehr Strom und grundlastfähige Kraftwerke, um Versorgungssicherheit zu garantieren … wir werden keine Deindustrialisierung unseres Landes akzeptieren … Unser Ziel ist es, dauerhaft niedrige, planbare und international wettbewerbsfähige Energiepreise zu erreichen.“ Diese Maßnahmen sollten angeblich „bereits in den ersten 100 Tagen nach Amtsantritt spürbar werden“ Zitat Ende. Doch nach seinem Amtsantritt ist von all diesen vernünftigen Ankündigen, die Merz von der AfD kopiert hatte, nichts als heiße Luft übriggeblieben, da die SPD weder die Abschaffung von Habecks Heizungsgesetz noch die Rückkehr zur Kernenergie mitzumachen gedachte, weshalb er jetzt nur noch kleinlaut von einer „Neuauflage oder Reform“ des Heizungsgesetzes spricht. Die letzten drei Atommeiler wurden einfach runtergefahren und gesprengt, ohne dass es irgendeine wirkliche Ausstiegsstrategie für die Zukunft gab, um den enormen Strombedarf der deutschen Industrie sicherzustellen. Es ist in etwa so, als würde man die Schulmedizin in Deutschland verbieten und die alternativmedizinische Quacksalberei zur Pflicht erheben.

  1. Der angebliche „Herbst der Reformen“ — am Ende nur eine weitere Durchhaltefloskel

Gerne fabuliert Merz in Interviews von einer „Aufhellung der Stimmung in der Wirtschaft“ oder einem angeblichen Wirksamwerden steuerlicher Entlastungen für Bürger und Wirtschaft. Wenn man ihn aber dann mit Zahlen aus der Realität konfrontiert, verweist er darauf, dass eine grundlegende Strukturreform der Renten oder des Bürgergelds eben mehr Zeit benötige und man ja wenigstens „begonnen habe … Debatten über den Sozialstaat zu führen, … Denn schließlich müssen wir Reformen beschießen…“ (Neujahrsansprache). Er ruft also zum Optimismus auf und hofft, dass vielleicht im Jahr 2026 irgendeine äußere Fügung die SPD zum Einlenken bringen könnte. Merz verhielt sich wie ein Flugschüler, der zusammen mit dem Kidnapper SPD den Flugkapitän AfD fesselt („Brandmauer“), um dann ohne Erfahrung und ohne Kurs das Flugzeug Deutschland zu starten…

Wenn die Gerechten herrschen, freut sich das Volk; wenn der Gottlose regiert, seufzt es“ (Spr.29:2).

Hier geht es nicht um AfD oder SPD, sondern darum, wessen Wille umgesetzt wird und wer am Ende die Konsequenzen trägt? Eine selbst auferlegte politische Blockade, die dazu führt, dass der eigene Wählerauftrag nicht mehr erfüllt werden kann, ist verantwortungslos – etwa so wie jener feige Mietling aus Joh.10:13, der vor dem Wolf flieht und die Herde im Stich lässt. Ein solch treuloser Hirte kann nicht mehr im Amt bleiben (Hes.34:2-4). Die Menschenfurcht hat Friedrich Merz zu Fall gebracht (Spr.29:25). Deshalb lasst uns dafür beten, dass dieser Treuebruch von Merz und die damit mutwillige Preisgabe Deutschlands von Gott gerichtet werden möge, indem die Koalition keinen weiteren Bestand mehr habe (Mal.2:10, 2.Kor.6:14f)!

 

 

 

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