"Und ER ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt das Grün aus der Erde."

(2. Sam. 23:4)

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„Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anziehen.“ (Röm.13:12)

Aktuelles

Die 7 Sendschreiben: 1. Ephesus

Die erste Liebe

 

»Ich weiß um deine Werke und deine Mühe und deine Ausdauer und dass du Üble nicht ertragen kannst, und stellst auf die Probe, die vorgeben, selbst Apostel zu sein und es nicht sind, und erfandest sie als falsch, du hast Ausdauer und erträgst alles um Meines Namens willen und ermüdest nicht.

Doch habe Ich gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Erinnere dich nun, woher du gefallen bist, sinne um und tue die ersten Werke, sonst komme ich über dich und werde deinen Leuchter aus seiner Stelle bewegen, wenn du nicht umsinnst« (Offb.2:2-5 KNT).

 

Die Gemeinde in Ephesus

Ephesus [griech. ÄPhˑÄSOS = »auf⟨ein Ziel⟩̷̀⟨Los⟩-lassende ⟨Ausgerichtete/ Zustrebende⟩, ⟨Dar⟩auf⟨los⟩lassende⟨In Bewegung Setzende⟩«] war die am Ägäischen Meer gelegene Hauptstadt der römischen Provinz Asia, eine »Tempelpflegerin« der griechischen Jagd- und Mondgöttin Artemis (Apg.19:35) und zugleich auch eine »Luststadt«, da in ihrem großen Theater die Asiatischen Spiele abgehalten wurden. Die Gemeinde, die dort durch Paulus um 52 bis 55 gegründet wurde, war also von Anfang an vieler Versuchungen und Bedrängnisse ausgesetzt, besonders von Seiten der Kunsthandwerker, die den christlichen Glauben als Bedrohung ihrer Einnahmen sahen (Apg.19:23-41). Zugleich war Ephesus als Hafenstadt auch für Durchreisende eine beliebte Anlaufstelle, die auch allerlei falsche Lehren mit sich bringen konnten. Deshalb warnte der Apostel die Ältesten von Ephesus, dass nach seinem Weggang »verderblichen Wölfe kommen würden, die der Herde nicht schonen«, und dass auch aus den Reihen der Epheser »Männer aufstehen würden, die absolut verkehrte Dinge predigen würden, um die Lernenden abzuziehen hinter sich her« (Apg. 20:29-30).

Diese Warnung müssen sie sich wohl sehr zu Herzen genommen haben, weshalb sie der HErr lobt für ihre kritische Wachsamkeit gegenüber falschen Aposteln, die dann tatsächlich aufstanden. Auch lobt Er gleich zweimal ihre »Ausdauer« [ὑπομονήν hYPO´MONÉN = Unten-Bleiben, unter( dem Auferlegtem)-bleiben, d.h. unter den durch Gottes Wort und die Lebensumstände auferlegten Verpflichtungen und Lasten bleibend ausharren].

Das vom HErrn Auferlegte ist für uns häufig jeweils gerade das, worin wir eigentlich eine natürliche Schwäche oder Aversion haben, d.h. eine individuelle Abneigung, weil sie unserer jeweiligen Natur zuwiderläuft. Aber gerade dieses »Kreuz« ist notwendig zu unserem Heil, weil wir mit Gottes Hilfe uns daran abarbeiten können, um schließlich als Überwinder hervorzugehen. Es ist ein Weg des Sterbens und der täglichen Selbstverleugnung. Der HErr weiß als Herzenskenner ganz genau, was wir brauchen, so dass wir Ihm getrost unsere Erziehung überlassen können. ER muss uns »beschneiden«, damit wir mehr Frucht bringen (Joh.15:2). Wenn Er uns nicht beschneiden würde, dann würden unsere »Triebe« wild wuchern wie bei Israel »bis ans Meer« (Ps.80:12), d.h. in die Welt hinein. Wenn wir uns täglich neu einverstanden erklären mit dieser »Beschneidung«, dann machen auch wir die Erfahrung, die uns der HErr Jesus verheißen hat, dass Sein Joch mild und Seine Last leicht ist (Mt.11:30).

Um herauszufinden, worin gerade die Schwächen der Epheser lagen, hilft ein Blick in den Epheserbrief, und zwar besonders in die Kapitel 4 bis 6. Nachdem Paulus zuvor noch in poetischen Worten das glorreiche Werk Gottes an den Gläubigen beschrieben hat, beginnen ab Kap. 4 die Mahnungen, die sich besonders auf die Defizite und Unzulänglichkeiten der Epheser beziehen. Wenn man den Epheserbrief mal vergleicht mit den anderen Briefen von Paulus und dann neben den Gemeinsamkeiten speziell auf die Besonderheiten achtet, denen Paulus einen Nachdruck verleiht, dann lässt sich in etwa ein »Psychogramm« der Epheser erstellen. Ich tippe darauf, dass die Epheser sehr emotionale und fröhliche Gläubige waren, die aber auch sofort zu Weinen anfingen, als Paulus sich für immer von ihnen verabschieden wollte (Apg.20:37-38). Sie mussten normalerweise nicht wie die Philipper daran erinnert werden, dass sie sich freuen sollten in Christus. Eher bestand die Gefahr, dass sie oberflächlich waren und ihre Freude vermischt war mit fleischlicher Ausgelassenheit, weshalb Paulus sie ermahnen musste, sich nicht mehr zu »Witzelei und dem albernen Geschwätz« verleiten zu lassen (Eph.4:29, 5:4). Ihre Herkunft aus einer lasterhaften Stadt hatte sie geprägt, weshalb Paulus sie vor einen Rückfall in die Hurerei und Ausschweifung warnen muss (Eph.4:17-19, 5:1+18). Auch mussten sie sich im Vergleich zu anderen Gemeinden besonders wegen ihres emotionalen Naturells davor hüten, bei Wutausbrüchen nicht dem Teufel Raum zu geben (Eph.4:26), sondern nach der Einheit des Leibes zu streben (Eph.4:3-13).

All dies deutet darauf hin, dass es sich bei den Ephesern mehrheitlich um sog. »Sanguiniker« handelt, also eher heitere, lebhafte und leichtsinnige Menschen, die aufgrund ihrer Oberflächlichkeit leicht umhergetrieben werden kann »von jedem Winde der Lehre«, weil sie die »Betrügereien [w. das (betrügerische) Würfelspiel] der Menschen« nicht so leicht zu durchschauen vermögen »infolge ihrer HinterList zu einem methodischem Vorgehen der Irreführung« (Eph.4:14) und deshalb zur leichten Beute von »verderblichen [w. schwer (wiegend)en] Wölfen« werden konnten (Apg. 20:29). Deshalb erging gerade an die Epheser die Mahnung, die ganze Waffenrüstung Gottes anzuziehen, um den Angriffen von allen Seiten zu widerstehen (Eph.6:13-17). Sie sollten nicht mehr »an den unfruchtbaren Werken der Finsternis teilhaben» und sie auch nicht tolerieren, »sondern sie vielmehr bloßstellen« (Eph.5:11). Dies taten die Epheser dann auch mit Eifer, weshalb der HErr sie dafür lobte, dass sie »den Üblen nicht ertragen konnten« und die »Werke der Nikolaiten hassten«.

Die erste Liebe verlassen

Umgangssprachlich reden wir ja von der »ersten Liebe« bei Heranwachsenden, wenn sie sich das erste Mal in einen Jungen oder Mädchen verliebt haben und noch »Schmetterlinge im Bauch« haben. So dichtete Friedrich Schiller: »O zarte Sehnsucht, süßes Hoffen, Der ersten Liebe goldne Zeit! Das Auge sieht den Himmel offen, Es schwelgt das Herz in Seligkeit. O daß sie ewig grünen bliebe, Die schöne Zeit der ersten Liebe!« Aber ist eine solche auch hier gemeint? Wir wissen ja alle aus eigener Erfahrung, dass dieser Zauber bald verfliegt und aus dem Verliebtsein des Anfangs allmählich eine reifere und beständigere, echte Liebe wird. Mit der ersten Liebe ist hier aber nicht angedeutet, dass es später auch noch eine zweite oder dritte Liebesphase gibt, die irgendwie andersartig wären. Die erste Liebe ist die große Liebe, die am Anfang noch rein, unverfälscht und ungeheuchelt vorhanden war, aber allmählich immer mehr nachgelassen hat (1.Tim.1:5, Röm.12:9). Leider haben auch wir noch häufig diese natürliche Angewohnheit, dass wir den freudigen Überschwang und den kindlichen Eifer am Anfang unseres Glaubenslebens als »erste Liebe« zu bezeichnen, indem wir z.B. sagen: »Damals als ich zum Glauben kam und noch in der ersten Liebe war, da…«. Durch diese Verwechslung können aber leicht Missverständnisse entstehen:

So war ich z.B. vor Jahren mal zu Besuch bei Geschwistern in Mönchengladbach und hatte das Bedürfnis, mit dem Prediger ein seelsorgerliches Gespräch zu führen. Meine ersten Worte damals waren: »Weißt Du, lieber Bruder, ich habe den Eindruck, dass ich in letzter Zeit etwas nachgelassen habe in meinem Eifer für den HErrn, indem ich nicht mehr ganz so in der ersten Liebe wandel wie früher…«. Ob der Bruder mich damals verstanden hatte, weiß ich nicht, auf jeden Fall antwortete er: »Simon! Das ist ja schrecklich, was Du mir da gerade sagst! Dann musst Du sofort darüber Buße tun, denn sonst gehst Du verloren Ich erschrak über die drastische Reaktion von ihm und ruderte sofort zurück, indem ich beteuerte, dass ich das nicht so gemeint habe und er mich da völlig missverstanden habe. Er fragte mich, was ich denn glaube, was mit mir passieren würde, wenn ich heute sterben würde in diesem Zustand, wo ich doch die ersten Liebe verlassen habe. Ich überlegte und schlug dann vor, dass ich dann wohl »Punktabzug« bekommen würde. Darüber hatte er sich dann sehr aufgeregt und erinnerte mich daran, dass Ephesus durch diese Sünde »gefallen« sei und Buße tun musste. Immerhin waren die geduldeten Bileam-Lehrer in Pergamon verglichen damit »ein Weniges« in den Augen des HErrn (Offb.2:14)!

In der Tat ist es keine Kleinigkeit, wenn der HErr unsere Liebe zu Ihm schwinden sieht. Dies kann auch nicht einfach durch größere Leistungen kompensiert werden, denn unsere Beziehung zu Ihm ist ja eine Liebesbeziehung und kein Arbeitsverhältnis (vergl. 1.Kor.13:1-3). Ein Ehemann spürt es sofort, wenn seine Frau nicht mehr mit ihm redet. Selbst wenn sie das Geschirr wäscht oder den Tisch deckt, hat er nichts davon, wenn er merkt, dass etwas nicht in Ordnung ist: Er stellt sie also zur Rede und will wissen, was los ist. Und auch mit unserer Beziehung zum HErrn stimmt etwas nicht, wenn wir nicht mehr mit Ihm reden im Gebet. Durch die äußeren Aktivitäten können wir zwar uns und andere Gläubige täuschen, aber nicht den HErrn, der ein »Herzenskenner aller« ist (Apg.1:24, 15:8), und »der Augen hat wie eine Feuerflamme« (Offb.1:14, 2:18, 19:12). Das Wort des HErrn ist »ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; und kein Geschöpf ist vor Ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben« (Hebr.4:12-13).

So spürte der HErr auch den heimlichen Groll von Kain und warnte ihn vorsorglich, damit er nicht in Sünde falle (1.Mo.4:6). Aber Kains Frust und seine Eifersucht hatten ihn schon so sehr gegen den liebevollen Rat Gottes blockiert und verhärtet, dass er am Ende seinen Bruder tötete.

Und genauso geschah es später auch immer wieder mit den Kindern Israel. Gott hatte Sein Volk geliebt wie ein Vater seinen Sohn. ER unterwies sie durch Mose, dass die Liebe das Allerwichtigste sei: »Du sollst den HErrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft« (5. Mo.6:5). »Und nun, Israel, was fordert der HErr, dein Gott, von dir, als nur den HErrn, deinen Gott zu fürchten, auf allen Seinen Wegen zu wandeln und Ihn zu lieben und dem HErrn, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele« (5.Mo.10:12). Diese Liebe konnten sie schon damals nur durch ihren Gehorsam unter Beweis stellen: »Denn wenn ihr dieses ganze Gebot, dass Ich euch zu tun gebiete, fleißig haltet, den HErrn, euren Gott zu lieben, auf allen Seinen Wegen zu wandeln und Ihm anzuhangen, so wird der HErr alle Nationen vor euch vertreiben…« (5.Mo.11:22).

Normalerweise muss man Liebe nicht gebieten, denn entweder ist sie da oder sie ist nicht da. Aber eine Liebesbeziehung muss auch gepflegt werden und man muss sich gegenseitig immer wieder daran erinnern, da sie sonst vernachlässigt wird. Aber am Anfang war diese Liebe auch bei Israel vorhanden, als sie noch in völliger Abhängigkeit von Gott lebten. Mit Wehmut schaut der HErr auf diese Zeit zurück: »Ich gedenke dir die Zuneigung deiner Jugend, die Liebe deines Brautstandes, dein Wandeln hinter Mir her in der Wüste, im unbesäten Land. Israel war heilig dem HErrn, der Erstling Seines Ertrags; alle, die es verzehren wollten, wurden schuldig: Unglück kam über sie, spricht der HErr« (Jer.2:2-3). »Als Israel jung war, gewann Ich ihn lieb und rief Meinen Sohn aus Ägypten. Wie ich sie auch rief, liefen sie weg von mir... Ich aber hatte Ephraim laufen gelehrt und sie auf Meine Arme genommen. Aber sie merkten nicht, dass Ich sie heilte. Mit menschlichen Seilen zog Ich sie, mit Stricken der Liebe. Ich half ihnen das Joch auf ihrem Nacken tragen. Ich neigte mich zu ihm und gab ihm zu essen« (Hos.11:1-4 LUT).

Immer wieder hatte Er ihnen vergeben und ihnen Seine Güte und Nachsicht erwiesen. Doch irgendwann kam der Tag, da Er es leid war: »Und Meine Seele wurde ungeduldig über sie, und auch ihre Seele wurde Meiner überdrüssig. Da sprach Ich: Ich will euch nicht mehr weiden; was stirbt, mag sterben, und was umkommt, mag umkommen…« (Sach.11:7-8). Das war das Endergebnis einer gescheiterten »Ehe« voller Enttäuschungen: »Dafür dass du dem HErrn deinen Gott, nicht mit Freude und einem fröhlichen Herzen gedient hast wegen des Überflusses an allem« (5.Mo.28:47).

Ja, der »Überfluss an allem« ist immer wieder die Ursache, dass auch wir die völlige Abhängigkeit vom HErrn verlieren. Wenn man »dick, fett und feist« wird, dann vergisst man bald, wem man alles zu verdanken hat (5.Mo.32:15). Wenn der ganze Tag voll ist mit Dingen, die uns Spaß machen und zerstreuen, dann wird einfach viel zu wenig gebetet und kaum noch Loblieder gesungen. Deshalb kann eine Erweckung nur dann gelingen, wenn wir durch größte Not wieder völlig angewiesen werden auf Gottes Fürsorge: »Darum siehe, Ich werde sie locken und sie in die Wüste führen und ihr zum Herzen reden… Und sie wird daselbst singen wie in den Tagen ihrer Jugend, und wie an dem Tage, da sie aus dem Lande Ägypten heraufzog« (Hos.2:14-15). Das hebr. Wort מִדְבָּר MiDBaR für Wüste, eig. Wildnis, hat zugleich auch die Bedeutung von Mund, Sprachorgan, abgeleitet von דָּבַר DaBaR = sprechen. Die Wüste ist also der Ort, wo es mit der Gebetslosigkeit endgültig vorbei ist, weil wir uns dann nur noch auf Gott besinnen.


Die Rückkehr zur ersten Liebe

Die Epheser sollten sich »erinnern«, wie ihre vorherige Liebe zum HErrn und zueinander war, um herauszufinden, durch was sie zu Fall gebracht hat (Offb.2:5). »Wer hat euch verzaubert, dass ihr der Wahrheit nicht (mehr) gehorcht?« (Gal.3:1 SCH2000). Wo genau war der »Anfang der Sünde« (Mich.1:13)? Sie hatten ihre erste Liebe aber nicht »verloren«, sondern »verlassen«. Das griechische Wort ἀφίημι APhIEMI bedeutet eigentlich »wegsenden«, auch i.S.v. entsenden, entlassen, erlassen, vergeben, von APO- = weg und hIEMI = senden. Es war also nicht aus Versehen durch Unachtsamkeit, sondern eine bewusste Entscheidung gewesen.

Aber was sollte besser gewesen sein als die Liebe zum HErrn? »Wie viel besser ist deine Liebe als Wein!« (Hohl.4:10). Das Glück, erlöst zu sein und ihrem Herrn zu gehören, war das Größte und Schönste für die Braut. Aber dann, als der Erlösungstag sich allmählich »abkühlte und die Schatten flohen« (Hohl.2:17), weil das Licht schwächer wurde, da war der Sündenfall schon geschehen (vergl. »bei der Kühle des Tages« 1.Mo.3:8).

Die Braut hätte rechtzeitig auf den »Myrrhenberg« bzw. den »Weihrauchhügel« hinaufsteigen sollen (Hohl.4:6), wo es noch genügend Licht gab für die Bibellese und das Gebet. Auch der HErr Jesus ist immer wieder auf den Berg gestiegen, um Seinem Vater nahe zu sein (Mt.14:23, 17:1, 26:30). Die Braut aber musste sich auf einmal fragen lassen: »Was ist dein Geliebter vor einem anderen Geliebten?« (Hohl.5:9). Auch wir müssen uns das fragen: Was bedeutet uns der HErr Jesus wirklich und wie viel sind wir bereit, für Ihn aufzugeben? Sind wir inzwischen auch schon gelassener und abgeklärter geworden, dass wir uns nicht mehr begeistern lassen können wie David, als er vor Freude über Gott tanzte wie ein kleiner Junge? Die Michal fand solch ein Verhalten einfach nur noch kindisch und peinlich, aber sie blieb im wahrsten Sinne auch »fruchtlos« (2.Sam.6:16+20-23). Mein Freund und Glaubensbruder Otto E. z.B. hat seine ganze Wohnung voll mit Bibelversen behängt, so dass kein freier Platz mehr ist. Sogar an den Fliesen im Bad ist alles voll. Auch spendet er einen Großteil seines Gehalts für die Missionsarbeit. Er lebt seit Jahren allein und bekommt nur selten Besuch von den Geschwistern seiner Gemeinde, wohl weil alle ihn für überdreht halten. »Wenn ein Mann allen Reichtum seines Hauses um der Liebe geben wollte, man würde ihn nur verachten« (Hohl.8:7).

»Aber die Ihn lieben, seien wie die Sonne aufgeht in ihrer Kraft!« (Ri.5:31). Und keiner hat den Vater mehr geliebt als der HErr Jesus, deshalb »leuchtete Sein Angesicht wie die Sonne in ihrer Kraft« (Offb.1:16). Gott hatte Ihn nie »allein gelassen, weil Ich allezeit das Ihm Wohlgefällige tue« (Joh.8:29). Den Wohlgefallen Seines Vaters zu tun, war Ihm keine Last, sondern eine »Lust« (Ps.40:8). Und wenn wir Christus wieder mehr Raum geben in unseren Herzen, dann ist unser Lob und unsere Liebesbeteuerungen zu Gott nicht länger nur eine unglaubwürdige Schmeichelei, sondern wir überlegen uns wie David, was wir sonst noch tun können, um dem HErrn unsere Liebe zu zeigen: »Siehe doch, ich wohne in einem Hause von Zedern, und die Lade Gottes wohnt unter Teppichen« (2.Sam.7:2).

Wenn wir uns jedoch wie Ephesus zu sehr auf die äußere Verteidigung der Gemeindeinteressen konzentrieren, dann greift der Feind uns von innen an, wo wir’s erst bemerken, wenn‘s zu spät ist. Das musste auch David schmerzhaft in Ziklag erfahren (1.Sam.30:1). Deshalb musste Paulus die Epheser warnen, dass sie auf ihre Frauen achthaben sollten, damit sie ihnen die gleiche Liebe schenken, wie auch Christus sie der Gemeinde geschenkt hat (Eph.5:25-33). So manch einer hat schon in Indien Menschen bekehren wollen, während ihm zuhause die Frau wegegelaufen ist. So stellt am Ende auch die Braut im Hoh.1:6 fest: »Meinen eigenen Weinberg habe ich nicht gehütet«.


Die frühchristliche Gemeinde

Die Gemeinde in Ephesus steht stellvertretend für das Urchristentum der nachapostolischen Zeit (bis etwa 150 n.Chr.) Von innen wurde sie durch ketzerische Lehren und von außen durch Verfolgungen durch die Juden und Römer bedrängt. Noch zu Paulus Zeiten, war es auf der einen Seite der Judaismus und auf der anderen Seite die Gnosis, die das Evangelium verfälschte und Paulus dazu nötigte, immer wieder vor diesen Irrlehren zu warnen. So schrieb Paulus seinem Schützling Timotheus im Jahre 63 n.Chr kurz vor seiner zweiten Gefangenschaft, dass er ihn deshalb bat, »in Ephesus zu bleiben«, damit er etlichen gebieten möge, nicht falsche Lehren zu verbreiten (1.Tim.1:3), und zwar zum einen jenen, »die Gesetzeslehrer sein wollen« (V. 7) und auch jene Lehrer der »fälschlich sogenannten Kenntnis (gr. GNOSIS)« (1.Tim.6:20), die, wie der Gnostiker Marcion, das gesamte Alte Testament einfach für ungültig erklärten, weil ja Christus als guter Gott den bösen »Gott des Gesetzes« ablöste.

Kommt uns das heute nicht bekannt vor? Ja, es ist wirklich nichts Neues unter der Sonne (Pred.1:9). Wenn der HErr Jesus nicht mehr den gleichen Platz in unserem Herzen einnehmen kann wie zuvor, dann dringen auch neue Ideen ein, die uns Frische und Beweglichkeit in der Erkenntnis vortäuschen. Denn in der Natur gibt es kein Vakuum. Wir sollen zwar wachsen in der Erkenntnis, aber nicht zu irgendeiner, sondern »zur Erkenntnis des Sohnes Gottes« (Eph.4:13). Abfall gebärdet sich gern als Fortschritt. Dann maßt man sich an, von Gott besonders begnadet worden zu sein, indem man endlich das echte Licht zum Verständnis der Bibel erhalten hat, während alle anderen Christen bisher in der Finsternis waren. Das gilt z.B. für die Sabbatisten oder andere Besserwisser, für die Jesus angeblich an einem Mittwoch gekreuzigt wurde und an einem Sabbatmorgen auferstanden sei, obwohl schon Justin der Märtyrer (†165) von der Urgemeinde schrieb: »Am Sonntage aber halten wir alle gemeinsam die Zusammenkunft, weil er der erste Tag ist, an welchem Gott durch Umwandlung der Finsternis und des Urstoffes die Welt schuf und weil Jesus Christus, unser Erlöser, an diesem Tage von den Toten auferstanden ist. Denn am Tage vor dem Saturnustage kreuzigte man Ihn und am Tage nach dem Saturnustage, das heißt am Sonntage, erschien Er Seinen Aposteln und Jüngern« (Erste Apologie, S.136-137).

Von den Christen der nachapostolischen Zeit wird uns zudem durch den gläubigen Anwalt Tertullian in einer Verteidigungsschrift berichtet, dass die frühen Christen regelmäßig ein gemeinsames Liebesmahl übten, »Agape« genannt, damit auch die Armen in der Gemeinde genug zu Essen bekamen. Vielleicht gehörte dies zu den »ersten Werken«, welche die Epheser aus Geiz oder Misstrauen allmählich vernachlässigt haben, weshalb der HErr sie auffordert, diese wieder zu tun (Offb.2:5). Solch ein Misstrauen wird ja auch heute oft als Grund vorgeschoben, wenn die Spendenbereitschaft nachgelassen hat, weil ja »zu viel Schindluder mit Spenden getrieben« werde. Oder wenn wir beim Gemeinde-Essen z.B. ungepflegte Alkoholiker, Drogensüchtige oder (Wirtschafts-)Flüchtlinge sehen, dann ertappen wir uns mitunter dabei, in ihnen nur Schmarotzer zu sehen, wie es auch der »ältere Sohn« in Luk.15:25-32 missmutig von seinem verlorenen und wiedergefundenen Bruder dachte. Genau das aber ist unser Mangel an der ersten Liebe (vergl. Jak.2:1-13).                

Ob die Epheser auf die Warnung des HErrn hin wirklich Buße taten, wissen wir nicht. 262 n.Chr. wurde Ephesus von einem schweren Erdbeben getroffen, wenig später plünderten gotische Krieger den Ort. Heute ist die Stadt nur noch ein Ruinenfeld.

 

 

Sind die 7 Sendschreiben auch gemeindegeschichtlich auszulegen?

Es steht außer Frage, dass es die 7 Gemeinden in Offb.2-3 tatsächlich gegeben hat und dass das Lob und die Kritik des HErrn tatsächlich auch den Verantwortlichen (»Engeln«) in diesen Gemeinden gegolten hat. Zudem stimmen auch alle Ausleger darin überein, dass diese Botschaften des HErrn allen Gläubigen gelten, sowohl über alle Gemeinden hinweg, als auch im persönlichen Bereich jedem einzelnen Gläubigen.

Hier aber geht es um die Frage, ob es neben diesem allgemeinen Bezug auf alle Gläubigen auch noch eine weitere nämlich prophetische Deutung der Sendschreiben gibt, die sich auf die verschiedenen Epochen der Kirchengeschichte der letzten 2000 Jahre bezieht. Nach dieser seit etwa 300 Jahren unter Gläubigen geläufigen Auslegung, hat man in den Beschreibungen der jeweiligen Gemeindesituation bemerkenswerte, charakteristische Übereinstimmungen festgestellt mit den folgenden Epochen der Kirchengeschichte:

- Ephesus – die nachapostolische Zeit (32 - 166 n.Chr.)

- Smyrna – die Zeit der Märtyrer bis zum Toleranzedikt (166 - 313 n.Chr.)

- Pergamon – die Zeit von Konstantin bis zum Kirchenstaat (313 - 756 n.Chr.)

- Thyateira – die Zeit vom Mittelalter bis zur Reformation (756 - 1517 n.Chr.)

- Sardes  – die Zeit des Protestantismus bis zur Aufklärung (1517 - 1750 n.Chr.)

- Philadelphia  – die Zeit des Pietismus bis zur Welt-Mission (1750 - 1830 n.Chr.)

- Laodizäa  – das Letztes Zeitalter der Brüderbewegung, der 
                             Evangelikalen und der Charismatiker bis zur 
                             Wiederkunft des HErrn Jesus (1830 - ? n.Chr.)

Die beiden oben erwähnten Ansätze zur Auslegung der Sendschreiben konkurrieren nicht miteinander, sondern ergänzen sich. Während die allgemeine Gültigkeit der Sendschreiben für alle Gemeinden und Gläubigen aller Zeiten eher auf die persönliche, moralische Beziehung der Gläubigen zum HErrn abzielt, geht es bei der gemeindegeschichtlichen Auslegung der Sendschreiben eher um Lehren, die wir aus dem Lob und den Tadel des HErrn zu den verschiedenen Entwicklungen der Kirchengeschichte ziehen können.

Offensichtlich ist die scheinbar willkürliche Auswahl von ausgerechnet sieben Gemeinden im damaligen Kleinasien (heutige West-Türkei) kein Zufall, sondern sie steht repräsentativ als Mikrokosmos für alle anderen Gemeinden in der neutestamentlichen Zeit weltweit und in jeder Generation. Dies wird durch die Zahl »sieben« hervorgehoben, welche ja symbolisch die Vollständigkeit und Vollkommenheit darstellt. Dennoch sind die Beschreibungen der Zustände in jenen sieben Gemeinden, die wir durch das Lob und den Tadel des HErrn erfahren, derart unterschiedlich, dass sie wohl kaum auf alle Gemeinden oder Gläubigen der Welt gleichzeitig zutreffen können. Daher liegt die Vermutung nah, dass sie eben nicht alle auf einmal einen charakteristischen Gesamtzustand der damaligen Gemeinde darstellen sollen, sondern dass es sich um eine Reihenfolge von Zuständen handelt, die eine jeweilige Epoche treffend beschreibt.

Nun wird von den Gegnern dieser Sichtweise wie H.-W. Deppe oder W. Nestvogel jedoch angeführt, dass die Sendschreiben nicht zur Gattung der Prophetie gehören würden, sondern der Briefe, die wie alle anderen auch Belehrungen, Ermahnungen und Verheißungen enthalten, die im Prinzip für alle Zeiten der Gnadenzeit gelten. Allerdings muss an dieser Stelle betont werden, dass das Buch der Offenbarung (w. Enthüllung) von Anfang bis Ende ein prophetisches Buch ist. Diesen Hinweis finden wir schon am Anfang: »Enthüllung Jesu Christi, die Gott Ihm gab, um Seinen Sklaven/Knechten zu zeigen, was geschehen muss in Schnelle… Glückselig der (vor)liest und die hören die Worte der Prophetie und (grundsätzlich und ständig) hüten, was in ihr geschrieben steht. Denn die (bestimmte )Zeitspanne ist nahe« (Offb.1:1-3 GtÜ). Und auch am Ende heißt es: »Ich bezeuge jedem, der die Worte der Prophetie dieser Buchrolle hört: wenn jemand… usw.« (Offb. 22:18 GtÜ). Zudem war auch das prophetische Reden nie allein eine Zukunftsschau, sondern »Wer aber prophetisch redet, spricht zu/für Menschen zur Erbauung und zum (Her)beirufen /Ermahnen/ Ermuntern/ bei(stehenden) Zuspruch und zur Tröstung /Ermutigung« (1.Kor.14:3 GtÜ). Diese Wirkungen sind also nicht nur Folge der anderen Briefe, sondern auch der Prophetie, weshalb man sie nicht voneinander trennen kann. Diese Briefe haben jedoch ganz offensichtlich prophetischen Charakter, denn sie enthalten auch verschlüsselte Botschaften, wie sie für die Prophetie typisch sind im Allgemeinen, aber für die Offenbarung im Besondern (z.B. »Ich rate dir, Gold von mir zu kaufen« etc.). Prophetische Botschaften werden aber nur selten sofort gedeutet im Wort Gottes. Meistens überlässt es der HErr dem geistlichen Verständnis des gläubigen Lesers, die Prophetie mithilfe anderer Stellen der Heiligen Schrift selber zu entschlüsseln. »Wobei ihr dies zuerst erkennen/und anerkennen müsst, dass alle Prophetie /prophetischer Aussage der (Gottes)Schrift nicht aus eigener/eigenwilliger Auflösung/Deutung /Auslegung /Erklärung entsteht/geschieht« (2.Petr.1:20 GtÜ).

Ferner wird moniert, dass die z.T. offensichtlichen historischen Parallelen nur für die europäische Kirchengeschichte zutreffen, nicht aber für die außereuropäische, und dass es »bedenklich« sei, wenn man aus der Gleichsetzung von »Thyatira mit der röm.-kath. Kirche ableiten würde, dass die Katholiken nach Offb.2:24 in ihrer Kirche bleiben sollten« (Hans-Werner Deppe). Indes hat es eine außereuropäische Kirchengeschichte hauptsächlich erst seit der Neuzeit gegeben (d.h. Philadelphia und Laodizäa) und diese unterscheidet sich nicht wesentlich von der europäischen Kirchengeschichte. Und tatsächlich passt die Bestandsaufnahme des HErrn über Thyatira sehr gut auf den Katholischen Kirchenstaat des Mittelalters, nicht aber auf die Katholische Kirche der Gegenwart mit ihrer Befreiungstheologie und ihren ökumenischen Bestrebungen, die eher für die Hure Babylon typisch sind. Und dass die Katholiken ihrer Kirche treu sein sollen, geht aus Offb.2:24 nicht hervor und wird auch von niemandem behauptet. Offensichtlich stört vielen modernen Auslegern hier einfach nur die Vorstellung, dass der HErr Jesus sogar in der röm.-kath. Kirche noch einen treuen Überrest hat.

Hier aber sind wir bei einem Hauptargument angelangt für die Notwendigkeit eines gemeindegeschichtlichen Verständnisses der Sendschreiben: Es ist ja gerade ein urtypisches Merkmal der heutigen Laodizäa-Generation, dass wir geschichtsvergessen sind. Wir haben die Bruderliebe Philadelphias zu unseren Gemeindevätern vernachlässigt (Mal.3:24) und maßen uns heute durch immer neue Lehren und Erkenntnisse an, dass wir das Rad ganz neu erfinden müssten, weil unsere christlichen Vorfahren alle im Dunkeln getappt haben, im angeblich »finsteren Mittelalter«, während wir heute reich geworden sind durch aufgeklärtes Wissen zum echten Verständnis der Heiligen Schrift. Für uns Heutigen ist der Gedanke unerträglich, dass eine Staatskirche wie die RKK vom HErrn überhaupt jemals als »Leuchter« anerkannt wurde, in deren Mitte Er gewandelt ist bzw. wandelt. Und warum übte der HErr keinerlei Kritik an Philadelphia, wo doch die meisten Pietisten ihre Kinder noch als Babys getauft haben?

Hier liegt wohl der eigentliche Grund, warum man sich gegen die Möglichkeit einer prophetischen Deutung der Sendschreiben sträubt. Man müsste dann ja auch einräumen, dass wir heute in der letzten Epoche von Laodizäa sind, für die der HErr keinerlei Lob, sondern nur Kritik übrig hat. Und wenn das so wäre, dann gilt diese Kritik natürlich nicht einem selbst. Laodizäa sind immer die anderen! Selbst hält man sich lieber für Philadelphia. Oder aber man verwirft bzw. verdrängt die prophetische Auslegung einfach als Ganzes mit der Feststellung, dass es »keinerlei klaren Schriftbeweis« für diese Deutung gäbe (W. Nagel). Dabei ist es gerade heute so wichtig und wertvoll, zu erforschen, wie der HErr die Entwicklung der Gemeindegeschichte beurteilt und vor allem: worüber Er schweigt!

Manche gehen sogar so weit, dass sie die Sendschreiben überhaupt nicht für die Gemeindezeit gelten lassen wollen, sondern sie auf die bekehrten Juden der Drangsalszeit deuten. Denn – so wird argumentiert – das Buch der Offenbarung richte sich ja angeblich nicht an die Kinder Gottes, sondern an die »Knechte Gottes« (Offb.1:1), und Knechte bezieht sich angeblich nicht auf die Gemeinde, sondern nur auf Israel (vgl. Knecht – Sohn: Röm.8:14-17, Gal.4:1-7). Tatsächlich aber stoßen sie sich eigentlich nur an der Möglichkeit eines Auslöschens ihres Namens aus dem Buch des Lebens (Offb.3:5), weil solch eine Drohung nicht mit ihrer falschen Lehre der Unverlierbarkeit des Heils in Einklang zu bringen sei. Was aber nicht sein darf, so folgern sie insgeheim, kann auch nicht sein. Obwohl der Heilige Geist ja nach der Entrückung nicht mehr auf der Erde wäre, sollen sich ja in den sieben Jahren der Drangsal angeblich auf einmal Milliarden Menschen bekehren, ja sogar jene »Schar, die niemand zählen kann« (Offb.7:9-14), und sie sollen ganz ohne Evangelisten und Prediger (die dann ja schon entrückt sind) innerhalb von sieben Jahren größter Bedrängnis und Verfolgung Gemeinden gründen und einen solch ausgereiften Überwinderstand erreicht haben, den selbst die übrige Gemeinde in 2000 Jahren kaum erreicht hat, da sie andernfalls sonst aus dem Buch des Lebens ausgelöscht werden! Eine solche Auslegung ist undurchdacht, absurd und reines Wunschdenken.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass es auch noch andere, eher seltenere Auslegungen gibt, die nur von einer Minderheit so gesehen und vertreten werden:

So deutet Bruder Helmut Stücher in seinem Buch »Geheimnis Babylon« den Verlauf der Sendschreiben auf die Geschichte Israels vom Buche Josua an (Ephesus) bis zu ihrer Gefangennahme in Babylon (Sardes), sowie der Zeit nach dem Exil unter Esra und Nehemia (Philadelphia) bis hin zur pharisäischen Zeit im Judentum beim ersten Kommen des HErrn Jesus, die schon vom Propheten Maleachi kritisiert wurde (Laodizäa). Diese Parallelen sind in der Tat bemerkenswert und lehrreich für uns, sofern wir sie auch auf unsere heutige Zeit deuten. Bezieht man sie jedoch ausschließlich auf die Geschichte Israels, dann füllen sie lediglich unseren Kopf, aber nicht unser Herz, weil wir aus ihnen keine konkreten Konsequenzen für unser Leben ableiten können.

Eine sehr fantasievolle Überinterpretation der Sendschreiben habe ich mal in der Missionsgemeinde Bremen gehört, wo man versucht hat, aus den 7 Sendschreiben Parallelen mit den 7 Schöpfungstagen zu ziehen. Ich kann mich kaum noch an die Argumente erinnern, da es schon zu lange her ist, aber auch heute fällt es mir beim besten Willen schwer, hier auch nur annähernd Parallelen zu erkennen. Solche willkürlichen Interpretationsversuche bringen die typologische Auslegung der Bibel nur zunehmend in Verruf und sollten deshalb gemieden werden. Wir sollen ja »nicht über das hinaus denken, was geschrieben ist, damit ihr euch nicht aufbäht für den einen, gegen den anderen« (1.Kor.4:6).

 

 

Entdecken Sie Peru !

Preisgünstige Unterkunft und Rundreise möglich durch die Familie meiner peruanischen Ehefrau 

IMG 0365Mein Schwager, Dr. Israel Condori (59), hat in Ica (im Süden Perus) ein Freizeitheim mit Paradiesgarten, Pool und Volleyballplatz, wo auch wir als Familie regelmäßig Urlaub machen. Bei den Condoris geht es ganz familiär zu: Die beiden Söhne Jonathan und Joel organisieren mit den Gästen Rundreisen an die schönsten Orte Perus (z.B. Macchu Picchu) und die Frauen kümmern sich um das leibliche Wohl der Gäste. Der Rund-um-Service kostet $ 50 USD/Tag (d.h. Vollpension + Führung) zzgl. Reisekosten. Grundkenntnisse der spanischen Sprache sind von Vorteil.
Wenn Sie Interesse haben, rufen Sie uns einfach an: Familie Poppe,telefon0421-830 50 81
(bitte nur bei ernsthafter Reiseabsicht).

 

 

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